Bachelorarbeit, 2021
83 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Fundierung
2.1 Die Arbeitnehmerin in Deutschland
2.1.1 Erwerbsverlauf-Formen
2.1.2 Der Bewerbungsprozess für Arbeitnehmerinnen
2.2 Die Familienpolitik in Deutschland
2.2.1 Historische Entwicklung in Westdeutschland und der BRD
2.2.2 Allgemeine Ziele und Trends für die Zukunft
2.3 Die Berührungspunkte der deutschen Familienpolitik mit Arbeitnehmerinnen
2.3.1 Mutterschutz
2.3.2 Elternzeit
2.3.3 Transferleistungen an Familien
2.3.4 Infrastrukturausbau von sozialen Dienstleistungseinrichtungen
2.4 Aktuelle kritische Auseinandersetzung mit den familienpolitischen Maßnahmen in Deutschland
3. Methodik
3.1 Untersuchungs- und Forschungsdesign
3.2 Erhebungsinstrument: leitfadengestütztes Experteninterview
3.2.1 Überlegungen zur Auswahl und Rekrutierung der Untersuchungspersonen
3.2.2 Interviewsituation und Transkription
3.3 Auswertungsinstrument: qualitative Inhaltsanalyse
3.4 Reflexion und Gütekriterien
4. Darstellung der Forschungsergebnisse
4.1 Fallzusammenfassungen der Arbeitgeber-Seite
4.1.1 AG1-Interview am 11.12.2020
4.1.2 AG2 am 16.12.2020
4.1.3 AG3 am 16.12.2020
4.2 Fallzusammenfassungen der Arbeitnehmerinnen-Seite
4.2.1 AN1 am 16.12.2020
4.2.2 AN2 am 16.12.2020
4.2.3 AN3 am 17.12.2020
4.3 Quantitative Betrachtung
5. Diskussion der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
5.1 Schwangerschaft und Mutterschutz
5.2 Erwerbsunterbrechung in der Elternzeit und das Elterngeld
5.3 Transferleistungen und ihre Motivationswirkung
5.4 Betreuungsmöglichkeiten und -unmöglichkeiten
5.5 Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Teilzeit-Modell
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es zu ergründen, welche Faktoren der familienpolitischen Maßnahmen in Deutschland die Attraktivität der Frau als Arbeitnehmerin negativ beeinflussen, insbesondere im Hinblick auf den Wiedereinstieg und die berufliche Karriere während der Familiengründungsphase.
1.1 Problemstellung
Werdende Mütter bzw. Schwangere werden von der Gesetzgebung bevorzugt und unter Schutz gestellt, ihre Arbeitgeber hingegen in die Pflicht genommen, sich an Regelungen und Gesetze zu halten, die ihnen „objektive Nachteile“ verschaffen (s. Abb. 1). Diese Nachteile bestehen unter anderem daraus, dass die Schwangere und die sich in Elternzeit befindende Mutter praktisch unkündbar ist und der Arbeitgeber verpflichtet ist, ihr danach einen Arbeitsplatz zu garantieren (vgl. § 17 MuSchG, § 18 BEEG und § 5 Nr.1 RL 2010/18/EU). Bei Bewerbungen werden „jüngere Frauen […] generell unter Schwangerschaftsverdacht [gestellt]“ und so wird „Familienorientierung […] im Erwerbsleben“ mit „personalwirtschaftliche[m] Risiko“ gleichgesetzt (Gesterkamp, 2001, S. 252). Dies erschwert den Frauen, die sich im gebärfähigen Alter befinden, die Suche nach einer neuen Anstellung.
Je mehr Frauen das Unternehmen im gebärfähigen Alter beschäftigt, desto größer ist die Gefahr, längere Fehlzeiten der Beschäftigten aufgrund ihrer Familiengründung und der damit zusammenhängenden Elternzeit in Kauf nehmen zu müssen (Samtleben & Schäper, & Wrohlich, 2019, S. 610) und dadurch eventuell Verluste im Wettbewerb zu erleiden, weil dem Unternehmen das individuelle Humankapital dann für diese Zeit fehlt. Denn eine Nachbesetzung zur Überbrückung der Mutterschutz- und Elternzeit kann sich als schwierig erweisen und die Weiterbeschäftigung einer Mutter nach jahrelanger Abstinenz bringt für das Unternehmen nicht immer Vorteile mit sich. Deswegen betreiben Arbeitgeber „Risikominimierung“ (s. Abb. 2) und stellen diese Gruppe der Bewerber in der Rangfolge weiter hinten an.
1. Einleitung: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation für die Arbeit, basierend auf eigenen Erfahrungen bei der Arbeitssuche als Mutter, und führt in die Problematik ein.
2. Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt legt die theoretische Basis zu Erwerbsverläufen von Frauen, familienpolitischen Maßnahmen sowie deren historischer Entwicklung in Deutschland dar.
3. Methodik: Hier wird die Wahl des leitfadengestützten Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse als Forschungsmethode begründet.
4. Darstellung der Forschungsergebnisse: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse aus den sechs durchgeführten Interviews sowohl für die Arbeitgeber- als auch für die Arbeitnehmerinnenseite zusammengefasst.
5. Diskussion der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, um die Forschungsfrage zu beantworten und konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse ab und betont den weiteren Forschungsbedarf zur Verbesserung der Situation von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Familienpolitik, Arbeitnehmerinnen, Attraktivität, Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld, Teilzeit-Erwerbstätigkeit, Erwerbsunterbrechung, Familiengründung, Humankapital, Kinderbetreuung, berufliche Diskriminierung, Gleichstellung, Arbeitsmarkt, Karriereknick.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die deutsche Familienpolitik auf die Attraktivität von Frauen als Arbeitnehmerinnen hat, insbesondere unter dem Aspekt der Familiengründung.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld und Betreuungsmöglichkeiten auf die Einstellungschancen von Frauen und deren Karriereentwicklung.
Das Ziel ist es, aufzudecken, welche familienpolitischen Faktoren dazu führen, dass Arbeitgeber Frauen im gebärfähigen Alter als Risiko wahrnehmen und wie dies die Attraktivität von Frauen auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst.
Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung durch, basierend auf leitfadengestützten, anonymen Experteninterviews mit Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen, ausgewertet mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe, die aktuelle deutsche Familienpolitik und präsentiert die Ergebnisse der geführten Interviews, gefolgt von einer Diskussion möglicher Lösungsansätze.
Wichtige Begriffe sind Familienpolitik, Erwerbsunterbrechung, Humankapitalverlust, Teilzeit-Modell und Kinderbetreuungsdefizite.
Arbeitgeber nutzen diesen Begriff, um zu beschreiben, warum Frauen in der potenziellen Familiengründungsphase im Bewerbungsprozess benachteiligt werden, da sie längere Fehlzeiten und Nachbesetzungskosten fürchten.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Ausbau der Kinderbetreuung nicht nur gesellschaftlich notwendig ist, sondern sich durch die Rückkehr der Mütter in den Arbeitsmarkt langfristig auch volkswirtschaftlich rentiert.
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