Diplomarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit und Formulierung der Forschungsfragen
1.2 Aufbau der Diplomarbeit
2 Grundlagen der Untersuchung
2.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs CRM
2.2 Die CRM-Vision als Unternehmensstrategie und -philosophie
2.3 CRM – Die Kundenbindung als strategischer Erfolgsfaktor
2.4 Dimensionen des CRM
2.4.1 Das operative CRM
2.4.2 Das kommunikative CRM
2.4.3 Das analytische CRM
2.5 Wissen als zentrale Größe der Kundenbindung
2.6 Nicht jeder Kunde ist gleich‘wert‘ – Wertorientierte Kundenbeziehung
2.7 Das Konzept des Customer-Lifetime-Value
3 Ausgewählte Strategien des CRM im Handel
3.1 CRM-Strategien auf Basis wertbasierter Kundensegmentierung
3.2 Der Customer Buying Cycle als CRM-Konzept im Handel
3.3 Die Anregungsphase – Kundenbedürfnisse verstehen
3.3.1 Payback-Karten
3.3.2 Radio Frequency Identification Technology
3.3.3 Massenindividualisierung durch personalisierte Coupons
3.3.4 Individualisierte Kundenansprache in Internet und TV
3.4 Die Evaluationsphase – Im Wettbewerb differenzieren
3.4.1 Mobile Einkaufsassistenten an der Kundenschnittstelle
3.4.2 „Intelligente“ Umkleidekabinen
3.5 Die Kaufphase – Kundenfreundliche Abwicklung
3.5.1 Kundenbindung durch Value-Added-Services
3.5.2 Cross-Selling-Potentiale ausschöpfen
3.5.3 Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten
3.6 Die Nachkaufphase – Vertrauen durch After-Sales-Service
3.6.1 Crowdsourcing – Den Kunden eine Stimme geben
3.6.2 Clubmodelle und Loyalitätsprogramme
3.7 Das Beschwerdemanagement als zentrales Instrument des CRM
3.8 Der gläserne Kunde als Konsequenz des CRM?
3.8.1 Verlust der informationellen Selbstbestimmung
3.8.2 Verlust der Anonymität – König Kunde wird durchsichtig
4 CRM um jeden Preis? Eine Analyse der Kundensicht
4.1 Umfragedesign und Aufbau
4.2 Durchführung der Datenerhebung
4.3 Datengrundlage
4.4 Ergebnisse der Studie
4.5 Ableitung von Handlungshinweisen für das Management
5 Zusammenfassung
5.1 Fazit
5.2 Ausblick – CRM auf halber Strecke Richtung Zukunft
Die Arbeit untersucht, wie kundenwertorientiertes Customer Relationship Management (CRM) im stationären Einzelhandel als Determinante für ökonomische Kundenbindung fungiert. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen Interaktionen entlang des Customer Buying Cycle gestalten können, um profitable Kundenbeziehungen aufzubauen, während gleichzeitig die Sicht der Kunden hinsichtlich des Datenschutzes und der wahrgenommenen Kundenfreundlichkeit kritisch hinterfragt wird.
Die Anregungsphase – Kundenbedürfnisse verstehen
Die Anregungsphase ist durch einen bidirektionalen Informationsaustausch zwischen dem Handelsunternehmen und dem Kunden geprägt. Ausgangspunkt der Kunden-Unternehmen-Interaktion ist die Entstehung eines Kundenbedarfs. Zur Erklärung der verschiedenen Bedürfnisse der Kunden bietet sich im CRM-Konzept die Maslow`sche Bedürfnispyramide an. Diese unterscheidet die Motivation des Kunden hinsichtlich sechs verschiedener Bedeutungsstufen (siehe Abbildung 3.4).
Diejenigen Handelsunternehmungen, die in der Lage sind, die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden zu identifizieren (z. B. durch Interpretation der Kaufhistorie, soziodemographische Daten), sind gleichzeitig in der Lage, sich im Markt zu differenzieren und erfolgversprechend mit dem Kunden in Kontakt zu treten. Grundlegend für den Aufbau einer Kundenbeziehung ist in der Anregungsphase zunächst, dass der Kunde die Handelsunternehmung kennt. Der Bekanntheitsgrad ist daher ein wichtiger Indikator für den Erfolg des CRM. Angesichts des zunehmenden Werbedrucks macht es jedoch für viele Handelsunternehmen nur äußerst bedingt Sinn, undifferenzierte Werbekampagnen zu schalten, da diese zum großen Teil von den Konsumenten nicht mehr wahrgenommen werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Customer Relationship Managements ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Grundlagen der Untersuchung: Hier werden zentrale Definitionen des CRM, dessen Dimensionen und die Bedeutung der Kundenbindung sowie des Kundenwerts theoretisch fundiert.
3 Ausgewählte Strategien des CRM im Handel: Das Kapitel überträgt CRM-Konzepte auf den Einzelhandel, strukturiert durch den Customer Buying Cycle und unter Einbeziehung innovativer Technologien.
4 CRM um jeden Preis? Eine Analyse der Kundensicht: Dieser Teil präsentiert die Durchführung und Ergebnisse der empirischen Online-Kundenbefragung sowie daraus abgeleitete Handlungshinweise für das Management.
5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des CRM im Handel.
Customer Relationship Management, CRM, Kundenbindung, Einzelhandel, Kundenwert, Customer Buying Cycle, Customer-Lifetime-Value, Kundenbefragung, Individualisierung, Datenschutz, Kundenzufriedenheit, After-Sales-Service, Beschwerdemanagement, Loyalty-Programme, RFID-Technologie
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von kundenwertorientiertem CRM im stationären Einzelhandel, um eine ökonomische Kundenbindung zu erreichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Segmentierung nach Kundenwert, der Gestaltung des Kunden-Kaufprozesses (Customer Buying Cycle) und der Analyse der Kundensicht auf diese Strategien.
Die Arbeit untersucht, wie CRM-Interaktionen optimal unterstützt werden können, welche Kunden am profitabelsten sind und wie Kunden zu gängigen Praktiken im Handel stehen.
Neben einer intensiven Literaturanalyse wurde eine empirische Online-Umfrage unter 208 Kunden durchgeführt, um die Reaktionen auf CRM-Maßnahmen zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, spezifische Handelsstrategien für verschiedene Kaufphasen und eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Wesentliche Begriffe sind Kundenorientierung, Customer-Lifetime-Value, Transparenz, Datenschutz und die Balance zwischen Service und Anonymität.
RFID fungiert als Bindeglied an der Kundenschnittstelle, um durch personalisierte Angebote in verschiedenen Kaufphasen die Kundeninteraktion zu verbessern, birgt jedoch Risiken beim Datenschutz.
Ein gut abgestimmtes Beschwerdemanagement ist ein Aushängeschild für das Unternehmen und ein wichtiges Instrument zur Rückgewinnung und Bindung, da unzufriedene Kunden oft abwandern, ohne sich zu beschweren.
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