Masterarbeit, 2022
139 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Privatanleger
2.2 Neobroker
2.3 Klassische Broker
3 Ausprägungen des Anlageverhaltens
3.1 Portfoliozusammensetzung
3.2 Diversifikation
3.3 Transaktionsfrequenz
3.4 Haltedauer
3.5 Häufigkeit der Depotüberprüfung
4 Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten
4.1 Alter
4.2 Geschlecht
4.3 Bildungsstand
4.4 Nettovermögen
4.5 Renditeerwartung
4.6 Risikobereitschaft
4.7 Finanzwissen
4.8 Erfahrung mit Aktien
4.9 Brokerwahl
5 Empirische Untersuchung
5.1 Datenbasis
5.1.1 Datenerhebung
5.1.2 Online-Fragebogen
5.1.3 Deskriptive Statistik
5.2 Auswertungsmethode
5.2.1 Logistische Regressionsmodelle
5.2.2 Mathematische Grundlagen
6 Forschungsergebnisse
6.1 Regressionsergebnisse
6.1.1 Investition in Kryptowährungen
6.1.2 Investition in Derivate
6.1.3 Diversifikationsbemühen
6.1.4 Transaktionsfrequenz
6.1.5 Haltedauer
6.1.6 Depotüberprüfungsfrequenz
6.2 Sonstige Umfrageergebnisse
7 Fazit
8 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Einfluss der Brokerwahl auf das Anlageverhalten deutscher Privatanleger. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit sich das Anlageverhalten von Nutzern sogenannter Neobroker im Vergleich zu Nutzern klassischer Broker unterscheidet, insbesondere im Hinblick auf Trading-Aktivitäten und die Verwendung komplexer oder risikoreicher Finanzinstrumente.
2.2 Neobroker
Die Brokerwahl und ihr Einfluss auf das Privatanlegerverhalten stehen im Zentrum dieser Arbeit. Der differenzierten Betrachtung der verschiedenen Brokertypen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. In der wissenschaftlichen Literatur ist die gezielte Untersuchung von Neobrokern und die damit einhergehende Abgrenzung zu klassischen Brokern bislang noch eine Seltenheit. Grund für den vorherrschenden Mangel an einschlägiger Literatur könnte die relative Neuheit der Neobroker sein. Das verstärkte öffentliche Interesse an ihnen ist ein Produkt der letzten zwei Jahre. Dies bestätigen die öffentlich einsehbaren Google Trends, welche die Entwicklung des Suchinteresses im Zeitverlauf wiedergeben. Abb. 1 stellt die relative Anzahl von Nutzern dar, welche im Betrachtungszeitraum den Suchbegriff „Neobroker“ bzw. die alternativen Schreibweisen „Neo-Broker“ und „Neo Broker“ in die Suchmaschine Google eingegeben haben.
Bislang existiert in der wissenschaftlichen Literatur keine allgemein akzeptierte Definition für Neobroker. Um dennoch zu einer fundierten Begriffsbestimmung zu gelangen, werden im Folgenden die wichtigsten Gedanken verschiedener Autoren zusammengetragen. Die Ausführungen von Meyer et al. (2021) können hierbei als erster Orientierungspunkt dienen: “Neo-brokers offer near commission-free trading on a convenient, simple, and seamless mobile app or website. […] An additional element of enabling low commission participation on the capital markets, is to limit the number of market makers or stock exchanges for executing client orders.” (S. 1 f.). Dieser Beschreibung lassen sich drei typische Eigenschaften von Neobrokern entnehmen: 1. Neobroker sind für die unkomplizierte mobile Benutzung optimiert. 2. Neobroker verlangen keine oder allenfalls sehr geringe Ordergebühren. 3. Neobroker beschränken sich auf eine geringe Anzahl von Handelsplätzen.
1 Einleitung: Einführung in die Marktsituation von Neobrokern in Deutschland sowie Darlegung der Forschungsfrage zur Differenz zwischen Neobroker- und klassischen Broker-Nutzern.
2 Begriffsdefinitionen: Abgrenzung der Begriffe Privatanleger, Neobroker und klassische Broker sowie Definition der Kriterien für die Gruppeneinteilung.
3 Ausprägungen des Anlageverhaltens: Theoretische Besprechung und Hypothesenbildung zu den Themen Portfoliozusammensetzung, Diversifikation, Transaktionsfrequenz, Haltedauer und Depotüberprüfung.
4 Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten: Vorstellung relevanter Merkmale wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Nettovermögen, Renditeerwartung, Risikobereitschaft, Finanzwissen und Erfahrung mit Aktien.
5 Empirische Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der Datenerhebung, des Fragebogenaufbaus sowie der verwendeten statistischen Auswertungsmethoden wie logistischer Regressionen.
6 Forschungsergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen inkl. Regressionsergebnissen zu Anlageverhalten, Investitionen in Kryptowährungen/Derivate und Einblicke in sonstige Umfrageergebnisse.
7 Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung sowie Diskussion der Limitationen und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Neobroker, Privatanleger, Anlageverhalten, Transaktionsfrequenz, Depotüberprüfung, Kryptowährungen, Diversifikation, FinTech, Payment for Orderflow, Renditeerwartung, Portfoliozusammensetzung, Behavioral Finance, Online-Broker, Finanzwissen, Regressionsanalyse.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Brokerwahl (insbesondere Neobroker vs. klassische Broker) auf das Anlageverhalten deutscher Privatanleger unter empirischen Gesichtspunkten.
Zu den Schwerpunkten gehören das Anlageverhalten, die Nutzung mobiler Brokerage-Apps, die Auswirkungen niedriger Transaktionskosten und psychologische Faktoren bei Investitionsentscheidungen.
Das Ziel ist es, aufzuklären, inwieweit sich das Anlageverhalten von Nutzern von Neobrokern signifikant von dem der Nutzer klassischer Broker unterscheidet.
Die Untersuchung basiert auf einer Online-Umfrage mit 503 deutschen Privatanlegern, deren Ergebnisse mittels ordinaler, binärer und multinomialer logistischer Regressionen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen zum Anlegerverhalten, relevante Einflussfaktoren wie Soziodemografie und Finanzwissen sowie die empirische Auswertung bezüglich Transaktionsfrequenz, Haltedauer und Depotkontrolle.
Zentrale Begriffe sind Neobroker, Anlageverhalten, Transaktionsfrequenz, FinTech, Kryptowährungen und Brokerwahl.
Ja, die Untersuchung ergab, dass Neobroker-Nutzer im Vergleich zu Kunden klassischer Broker signifikant häufiger in Kryptowährungen investieren.
Es wurde eine signifikant höhere Transaktionsfrequenz festgestellt, was die Befürchtung der Kritiker hinsichtlich eines verleiteten "exzessiven Tradings" durch niedrige Ordergebühren stützt.
Ja, ein Schwerpunkt lag auf der Depotüberprüfungsfrequenz, wobei Neobroker-Nutzer ein signifikant höheres Bedürfnis zeigten, ihr Depot mehrmals täglich zu prüfen.
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