Bachelorarbeit, 2020
38 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Soziale Medien im Kindes- und Jugendalter
2.1 Nutzung sozialer Medien
2.2 Bedeutung sozialer Medien
3 Online-Debatten
3.1 Rahmenbedingungen der #MeToo Debatte
3.2 Reaktionen auf die Debatte
3.3 Erfolge und Kritik
3.4 Online-Debatte #womensupportingwomen
3.5 Ursprüngliche Idee
3.6 Erfolge und Kritik
4 Zwischenfazit
5 Pädagogische Funktionalisierung
6 Ziele pädagogischen Handelns
7 Diskussion
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial sozialer Medien zur Thematisierung von sexualisierter Gewalt im schulischen Kontext. Dabei wird analysiert, wie Online-Debatten, wie #MeToo oder #womensupportingwomen, als pädagogisches Instrument genutzt werden können, um Medienkompetenz zu fördern und eine Enttabuisierung dieser gesellschaftlich relevanten Themen zu erreichen.
1 Einleitung
„Handy weg beim Essen!“ oder „lies‘ doch mal ein Buch“ sind für Heranwachsende geläufige Floskeln. Kinder und Jugendliche, die in Zeiten von Smartphones, Tablets und Apple Watches aufwachsen, finden sich oft in Diskussionen mit Eltern, Lehrkräften oder älteren Familienmitgliedern wieder, in denen es um ihren Konsum von Onlineinhalten geht. Es könnte der Eindruck entstehen, dass ältere Personen den mobilen Endgeräten eher skeptisch gegenüberstehen und sie als Störfaktor im Unterricht oder im Familienleben sehen. Dass sich soziale Medien und insbesondere soziale Netzwerke eignen, um in der Schule anspruchsvolle Themen, wie sexualisierte Gewalt, aufzuarbeiten, wird im Diskurs oft vernachlässigt.
Die vorliegende Arbeit untersucht soziale Medien im Hinblick auf die Debatte ebendieser Gewalt und fokussiert die potenzielle Einbindung in einen schulischen Kontext. Ich entscheide mich bewusst für Diskussionen und Bewegungen rund um das Thema sexualisierte Gewalt, da sie in der vergangenen Dekade aufgrund der Reichweite und der Anonymität sozialer Medien intensiviert wurden und in jeder Kultur, in jeder Altersgruppe und in allen sozialen Schichten auftreten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche und deren Wahrnehmung im schulischen Kontext sowie die Problematik des Umgangs mit sexualisierter Gewalt.
2 Soziale Medien im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel beschreibt das Nutzungsverhalten, die Motive sowie die Bedeutung sozialer Identitätsbildung in digitalen Medien für heranwachsende Generationen.
3 Online-Debatten: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Hashtag-Debatten #MeToo und #womensupportingwomen hinsichtlich ihrer Entstehungsbedingungen, Eigendynamik und kritischen Rezeption.
4 Zwischenfazit: Das Kapitel führt die bisherigen Erkenntnisse über digitale Sozialisation und die Reichweite von Debatten zusammen und leitet zur pädagogischen Fragestellung über.
5 Pädagogische Funktionalisierung: Hier wird erörtert, wie Lehrkräfte die Chancen und Risiken der digitalen Welt einschätzen können, um soziale Medien didaktisch sinnvoll in den Unterricht zu integrieren.
6 Ziele pädagogischen Handelns: Es werden zentrale Bildungsziele, insbesondere die Medienkompetenz und die sexuelle Bildung, als Rahmenbedingungen für den schulischen Medieneinsatz definiert.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um eine Argumentation für die Thematisierung sexualisierter Gewalt durch aktuelle Online-Debatten im Unterricht zu etablieren.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Schule als Ort des Austausches zur Enttabuisierung schwieriger Themen zu begreifen.
Sexualisierte Gewalt, Soziale Medien, soziale Netzwerke, Hashtag-Debatten, Medienkompetenz, Schule, Unterricht, Online-Identität, Eskapismus, digitale Sozialisation, politische Partizipation, sexuelle Bildung, #MeToo, #womensupportingwomen, Datenschutz.
Die Arbeit analysiert, wie soziale Medien und durch Hashtags befeuerte Online-Debatten genutzt werden können, um das Thema sexualisierte Gewalt im Schulunterricht pädagogisch aufzubereiten.
Die Arbeit verbindet die Schwerpunkte Medienkompetenz, digitale Sozialisation, sexuelle Pädagogik und die soziokulturelle Relevanz von Online-Diskursen.
Das Ziel ist es, auf wissenschaftlicher Basis den Bildungswert von Online-Debatten für Schüler herauszuarbeiten und Lehrkräften Wege aufzuzeigen, diese Themen ohne Scheu im Unterricht zu thematisieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis aktueller Fachliteratur und empirischer Studien Zusammenhänge zwischen digitalem Medienkonsum und pädagogischen Anforderungen herleitet.
Der Hauptteil analysiert das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen, untersucht konkret die Debatten #MeToo sowie #womensupportingwomen und setzt diese in Bezug zu den Zielen der schulischen Medienbildung.
Medienkompetenz, sexualisierte Gewalt, digitale Sozialisation und pädagogische Funktionalisierung sind die prägenden Begriffe.
Sie illustriert die Eigendynamik von Hashtags, bei denen ursprüngliche, ernste Hintergründe (hier: Gewalt gegen Frauen) durch eine allgemeine, oft oberflächliche Nutzung zur Selbstdarstellung verfremdet werden können.
Sexuelle Bildung wird als ein notwendiger, politischer Prozess definiert, der Heranwachsende befähigt, sich in einer komplexen Medienwelt orientieren zu können, eigene Rechte zu kennen und sich gegen Grenzüberschreitungen zu wehren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

