Bachelorarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 WISSENSCHAFTLICHE WAHRHEIT
2.1 DEFINITION WAHRHEIT
2.2 WAHRHEITSTHEORIEN
2.2.1 Korrespondenztheorie
2.2.2 Kohärenztheorie
2.3 DEFINITION WISSEN
2.4 QUELLEN DES WISSENS
2.4.1 Basale/nicht-basale Wissensquellen
2.4.2 Intrasubjektive/intersubjektive Wissensquellen
2.4.2.1 Erinnerungen
2.4.2.2 Zeugnisse anderer
2.4.3 Evidenzielle/nicht-evidenzielle Wissensquellen
2.4.3.1 Sinneswahrnehmungen
2.4.3.2 Verstand/Denken
2.4.4 Schlussfolgernde Quellen
2.4.4.1 Deduktion
2.4.4.2 Induktion
2.4.4.3 Abduktion
2.5 OBJEKTIVITÄT, SUBJEKTIVITÄT UND INTERSUBJEKTIVITÄT
2.6 DEFINITION WISSENSCHAFT
2.6.1.1 Prinzip der Falsifikation
2.6.1.2 Prinzip der Verifikation
2.7 DIE WISSENSCHAFTLICHEN GÜTEKRITERIEN
3 FAKE NEWS
3.1 DEFINITION
3.2 URSACHEN
3.3 EMPFÄNGLICHKEIT
3.4 ARTEN VON FAKE NEWS
3.4.1 Rekonfigurierte Nachrichten
3.4.1.1 Misleading Content
3.4.1.2 False Connection
3.4.1.3 False Context
3.4.1.4 Manipulated Content
3.4.2 Satire
3.4.3 Fabrizierte Nachrichten
3.4.3.1 Imposter Content
3.4.3.2 Fabricated Content
4 VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN
4.1 DEFINITION
4.2 URSACHEN UND FUNKTIONEN
4.2.1 Identitätsfunktion
4.2.2 Erkenntnisfunktion
4.2.3 Manipulationsfunktion
4.2.4 Legitimationsfunktion
4.3 EMPFÄNGLICHKEIT
4.4 ARTEN
4.4.1 Tatsächliche Verschwörung
4.4.2 Verschwörungshypothese
4.4.3 Verschwörungsideologie
4.4.4 Verschwörungsmythos
4.5 BEISPIELE
4.5.1 Juden
4.5.2 Illuminaten
4.5.3 9/11
4.5.4 Zahl 23
4.5.5 Freimaurer
5 ABGRENZUNG VON FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN VON WISSENSCHAFTLICHER WAHRHEIT
5.1 EINORDNUNG IN DIE WISSENSCHAFT
5.2 EINORDNUNG IN DIE WISSENSQUELLEN
5.3 EINORDNUNG IN DIE WAHRHEITSTHEORIEN
6 PROBLEME DURCH FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN
7 IDENTIFIZIERUNG VON FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN
8 EINDÄMMUNG VON FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN
9 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine klare wissenschaftliche Abgrenzung zwischen Fake News sowie Verschwörungstheorien und dem Begriff der wissenschaftlichen Wahrheit zu etablieren. Dabei werden die erkenntnistheoretischen Grundlagen und die wissenschaftlichen Gütekriterien genutzt, um aufzuzeigen, warum Fake News und Verschwörungstheorien keinen wissenschaftlichen Status besitzen.
3.1 Definition
Fake News lassen sich grundsätzlich als inkorrekte Nachrichten, beziehungsweise Falschnachrichten definieren. Dies führt David Lazer durch die Definition von Fake News als „fabricated information, that mimics news media content in form but not in organizational process or intent” (Lazer 2018, 1094) weiter aus.
Markus Appell und Nicole Doser beschreiben die drei Grundcharakteristika von Fake News (vgl. Appell/Doser 2019, 10f.):
1) Fake News werden in der Form eines journalistischen Beitrags publiziert
2) Fake News stimmen nicht mit den wahren Fakten überein, sondern liefern ein falsches Bild der Wahrheit
3) Fake News werden bewusst konstruiert, beziehungsweise verfälscht
Jene Eigenschaften treffen laut Appell und Doser auf jede Form von Fake News zu (vgl. Appell/Doser 2019, 11). Somit kann zusammenfassend gesagt werden, dass sich Fake News fälschlicherweise als echte Nachrichten inszenieren, um den Anschein zu wecken, dass ihnen getraut werden kann (vgl. Nöller 2021, 44), wobei meist „Wahres und Falsches [vermischt wird], mit der Absicht der Verwirrung und Desinformation.“ (Zoglauer 2021, 23) Diese Vermischung von Wahrheit und Falschheit geschieht durch eine Einbettung der Fake News in einen narrativen Zusammenhang, wodurch eine Identifizierung des Wahrheitsgehalts nicht mehr möglich ist (vgl. Zoglauer 2021, 24). Dirk Walbrühl nennt des Weiteren „Unwahrheit, Täuschungsabsicht und hohe Teilbarkeit“ (Walbrühl 2017, 4) als wesentliche Faktoren von Fake News. Dies bestätigt Zoglauer; nach ihm ist es ein signifikantes Charakteristikum von Fake News, dass jene geteilt und weitertradiert werden sollen (vgl. Zoglauer 2021, 23). Jene Weitertradierung geschieht in der Regel vor allem in der digitalen Welt, so beispielsweise auf Social-Media-Plattformen oder auf Webseiten. Zuständig für die Verbreitung sind oftmals Einzelpersonen (vgl. Kuhla 2017, 66). Appell und Doser ergänzen hierzu jedoch, dass „auch größere Organisationen bis hin zu staatlichen Stellen […] im Verdacht [stehen], Fake News gezielt zu streuen.“ (Appell/Doser 2019, 15).
1 EINLEITUNG: Definiert die Relevanz des Themas Fake News und Verschwörungstheorien im Alltag und umreißt die wissenschaftliche Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 WISSENSCHAFTLICHE WAHRHEIT: Erläutert die erkenntnistheoretischen Fundamente und Gütekriterien, die notwendig sind, um wissenschaftliche Aussagen von bloßen Meinungen oder Falschmeldungen abzugrenzen.
3 FAKE NEWS: Bietet eine eingehende Analyse der Definition, Ursachen und unterschiedlichen Erscheinungsformen von Fake News, inklusive ihrer psychologischen Wirkungsweise auf Nutzer.
4 VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN: Untersucht die psychologischen Funktionen und die Arten von Verschwörungstheorien sowie deren kritische Distanz zu rational begründeten wissenschaftlichen Modellen.
5 ABGRENZUNG VON FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN VON WISSENSCHAFTLICHER WAHRHEIT: Synthetisiert die vorangegangenen Kapitel, um die wissenschaftliche Unhaltbarkeit von Fake News und Konspirationen aufgrund der Missachtung wissenschaftlicher Standards zu beweisen.
6 PROBLEME DURCH FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN: Beleuchtet die schädlichen Auswirkungen von Desinformation auf das gesellschaftliche Vertrauen, die politische Stabilität und die allgemeine Sicherheit.
7 IDENTIFIZIERUNG VON FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN: Beschreibt Methoden und Indizien, die helfen, Falschinformationen im journalistischen oder digitalen Kontext frühzeitig zu erkennen.
8 EINDÄMMUNG VON FAKE NEWS UND VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN: Diskutiert Strategien zur Eindämmung, von technologischen algorithmischen Lösungen bis hin zur Stärkung der individuellen Medienkompetenz.
9 FAZIT UND AUSBLICK: Fasst die Kernergebnisse zusammen und unterstreicht die Dringlichkeit weiterer interdisziplinärer Forschung für eine wahrheitsgetreuere Nachrichtenlandschaft.
Fake News, Verschwörungstheorien, Wissenschaftliche Wahrheit, Erkenntnistheorie, Wissenschaftliche Gütekriterien, Desinformation, Falsifikation, Verifikation, Medienkompetenz, Intersubjektivität, Wahrheitstheorien, Wissenschaftstheorie, Digitale Verbreitung, Wahrheit, Wissen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Abgrenzung zwischen wissenschaftlich fundierter Erkenntnis und den Phänomenen Fake News sowie Verschwörungstheorien.
Zentrale Felder sind Erkenntnistheorie, wissenschaftliche Methodik, Wissenschaftstheorie und die Analyse aktueller postfaktischer Kommunikationsphänomene.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, warum Fake News und Verschwörungstheorien wissenschaftlichen Kriterien nicht standhalten und als manipulativ entlarvt werden können.
Es werden klassische wissenschaftliche Konzepte wie Induktion, Deduktion und Abduktion sowie die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität zur Analyse herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung wissenschaftlicher Wahrheit, die Analyse von Fake News, eine Untersuchung von Verschwörungstheorien und eine abschließende Abgrenzung beider Bereiche von der Wissenschaft.
Fake News, Verschwörungstheorien, wissenschaftliche Gütekriterien, Wahrheit, Erkenntnis, Desinformation und Medienkompetenz.
Aufgrund der digitalen Verbreitung und der Zunahme von Desinformationskampagnen ist die Fähigkeit zur Faktenprüfung essenziell für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die persönliche Orientierung.
Verschwörungstheorien immunisieren sich durch Selbstreferenzialität und dogmatische Strukturen gegen Falsifizierung, wodurch jegliche Widerlegung als Teil der Verschwörung umgedeutet wird.
Soziale Medien beschleunigen die Verbreitung durch Algorithmen und die Bildung von Echokammern, die eine kritische Auseinandersetzung häufig verhindern.
Ein Schutz ist durch die Schärfung der eigenen Medienkompetenz, die kritische Prüfung von Quellen und die Nutzung etablierter Factchecking-Dienste möglich.
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