Bachelorarbeit, 2008
43 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit
2. Allgemeine Trends in der Telekommunikationsbranche
2.1. Konvergenz
2.2. Der „War of Platforms“
2.3. Triple Play
3. IPTV
3.1 Die Technologie
3.2. Geschäftsmodelle im IPTV
4. Schlusslicht Deutschland – IPTV in Europa
4.1 Beispiel Frankreich
4.1.1. Der französische TV-Markt
4.1.2. Der französische Breitband-Markt
4.1.3. Bestehende IPTV-Anbieter und Geschäftsmodelle
4.1.4. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
4.2. Beispiel Italien
4.2.1. Der italienische TV-Markt
4.2.2. Der italienische Breitband-Markt
4.2.3. Bestehende IPTV-Anbieter und Geschäftsmodelle
4.2.4. Zusammenfassung
4.3. Deutschland
4.3.1. Der deutsche TV-Markt
4.3.2. Der deutsche Breitband-Markt
4.3.3. Bestehende IPTV-Anbieter und Geschäftsmodelle
4.3.4. Zusammenfassung
5. Vergleichende Analyse
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Marktentwicklung von IPTV in Europa, um die Gründe für den vergleichsweise unterentwickelten Status des deutschen Marktes gegenüber Ländern wie Frankreich und Italien zu identifizieren. Dabei wird analysiert, inwieweit unterschiedliche Marktstrukturen, Preisstrategien und das Timing des Markteintritts die Diffusion dieser Technologie beeinflussen.
3.1 Die Technologie
Die Abkürzung „IPTV“ steht für „Internet Protocol Television“ und bezeichnet die Übertragung von digitalen TV-Inhalten mittels Internet-Protocol über geschlossene Netzwerke. Die Übertragung von IPTV erfolgt mittels Streaming. Dabei gelangen die Daten über die Telefonleitung in Form einer xDSL Verbindung vom Server zur Set-Top-Box (STB) des Kunden, wo sie dekodiert und auf den Fernsehbildschirm übertragen werden. Damit stellt IPTV neben Kabel, Satellit und Antenne (DVB-T) eine weitere Übertragungstechnik bzw. einen vierten Übertragungsweg dar.
Der grundsätzliche Unterschied der neuen Übertragungstechnik über xDSL gegenüber den etablierten Übertragungstechniken besteht darin, dass diese unweigerlich rückkanalfähig ist. Zwar sind auch andere Übertragungstechniken theoretisch zusätzlich mit einem Rückkanal über einen xDSL- oder Kabelanschluss ausrüstbar, nur IPTV erlaubt jedoch einen medienbruchfreien Rückkanal. Diese Besonderheit bringt weitreichende Konsequenzen mit sich:
Während das lineare TV-Programm beim klassischen Broadcasting unterbrochen an alle Teilnehmer gleichzeitig gesendet werden muss, erlaubt IPTV mehrere Übertragungsverfahren. Diese werden in Abbildung 5 „Übertragungsstandards DVB vs. IPTV“ dargestellt.
Bei einer IP-Verbindung via Unicast handelt es sich um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Bei einer solchen Verbindung sind genau zwei Kommunikationspartner beteiligt. Der Zuschauer verbindet sich mit einem Server und fordert dort bestimmte Inhalte an. Das Datenaufkommen ist in diesem Fall von der Anzahl der User abhängig. Die Technologie wird daher in der Praxis derzeit nur bei Video on Demand (VoD) Angeboten und nicht bei linearer TV-Übertragung genutzt. Der größte Vorteil bei dieser Übertragungsart besteht darin, dass ein Video- oder Audioinhalt genau dann gestartet werden kann, wenn dieser auch angefordert wird. Der Zuschauer wird so unabhängig von Startzeiten und kann Inhalte dann abrufen, wenn er dies möchte.
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Bedeutung von technologischen Innovationen für das Wachstum im Telekommunikationssektor und Begründung der Relevanz von IPTV als Disruption des Fernsehmarktes.
2. Allgemeine Trends in der Telekommunikationsbranche: Erörterung der Konvergenz von IT, Telekommunikation und Medien, des „War of Platforms“ und der Strategie der Angebotsbündelung (Triple Play).
3. IPTV: Detaillierte Betrachtung der technischen Grundlagen, insbesondere der Rückkanalfähigkeit, sowie Analyse gängiger Geschäftsmodelle für IPTV-Anbieter.
4. Schlusslicht Deutschland – IPTV in Europa: Detaillierte Länderspezifikationen und Marktanalysen für Frankreich, Italien und Deutschland, um Unterschiede in der Verbreitung und Anbieterlandschaft aufzuzeigen.
5. Vergleichende Analyse: Synthese der Ergebnisse zur Identifikation der drei Hauptfaktoren für das deutsche Defizit: Kabelpenetration/Free-TV-Vielfalt, Preisniveau und Markteintrittszeitpunkt.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der aktuellen Situation deutscher Anbieter als „Me-Too“-Akteure und Aufzeigen von Potenzialen durch Innovation und Differenzierung.
IPTV, Breitband, Triple Play, Konvergenz, Marktstrukturen, Digitalisierung, Telekommunikation, Medienbranche, Unicast, Multicast, Rückkanalfähigkeit, Marktanteile, Innovationsmanagement, Wettbewerbsstrategie, Breitbandpenetration.
Die Arbeit analysiert die europäischen IPTV-Märkte und vergleicht die Entwicklungen in Frankreich, Italien und Deutschland, um die Hintergründe für den langsamen Markterfolg in Deutschland zu ergründen.
Im Fokus stehen technologische Trends wie die Branchenkonvergenz, die strategische Bedeutung von Angebotsbündelungen (Triple Play) und die Herausforderungen für Telekommunikationsunternehmen im Wettbewerb mit Kabelnetzbetreibern.
Das primäre Ziel ist es, die spezifischen nationalen Marktbedingungen zu identifizieren, die erklären, warum IPTV in Deutschland im europäischen Vergleich nur sehr langsam wächst.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse nationaler Marktstrukturen und Kennzahlen sowie eine theoretische Einordnung in Trends wie Konvergenz und technologische Substitution.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung technologischer Aspekte und Geschäftsmodelle sowie eine tiefgehende Marktvergleichsstudie zwischen den drei genannten Ländern.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie IPTV, Konvergenz, Triple Play, Breitband-Markt und Wettbewerbsstrategie beschreiben.
Aufgrund hoher Kabelpenetration, eines vielfältigen Free-TV-Angebots, vergleichsweise hoher Preise für Breitbanddienste und eines zu späten Markteintritts der Anbieter hat sich IPTV in Deutschland bisher kaum durchgesetzt.
Die Rückkanalfähigkeit ist der entscheidende technische Vorteil gegenüber klassischem Fernsehen, da sie Interaktivität, personalisierte Inhalte und neue, datenbasierte Geschäftsmodelle erst ermöglicht.
Sie erlaubt es Anbietern, Kunden durch die Bündelung von Festnetz, Internet und TV längerfristig zu binden und den ARPU (Average Revenue per User) zu erhöhen, um sich gegen reine Internet- oder Telefonie-Anbieter zu differenzieren.
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