Masterarbeit, 2021
93 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Stress
2.2 Emotionen
2.3 Stressbewältigung
2.3.1 Stressbewältigung und Salutogenese
2.3.2 Anforderungs-Ressourcen-Modell
2.3.3 Einflussfaktoren der Stressbewältigung
2.3.4 Emotionsfokussierte Bewältigung vs. Problemfokussierte Bewältigung
2.3.5 Emotionsregulation
2.3.6 Stressbewältigung durch Achtsamkeit
2.2 Yoga
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Historie
2.2.3 Hatha Yoga
2.2.4 Der achtgliedrige Pfad nach Patanjali
2.3 Literaturrecherche
2.3.1 Hatha Yoga
2.3.2 Yoga und Emotionsregulation
2.3.3 Yoga, Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten (SMF)
3. Fragestellung und Hypothesen
4. Geplante Methodik
4.1 Studiendesign
4.1.1 Stichprobenbeschreibung
4.1.2 Emotionsregulation
4.1.3 Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten
4.1.4 Prozedur
4.2 Datenanalyse
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1 Yoga und gesundheitsbezogene Faktoren
5.2 Yoga und Emotionsregulation
5.3 Yoga, Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten
6. Diskussion
6.1 Yoga und Emotionsregulation
6.2 Yoga, Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten
6.3 Methodenkritik
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern ein achtwöchiges, achtsamkeitsbasiertes Hatha-Yoga-Programm das emotionale Regulationspotenzial, die persönlichen Ressourcen und die Selbstmanagementfähigkeiten von Teilnehmenden beeinflussen kann.
Emotionsregulation
Unter Emotionsregulation (ER) versteht man behavioral, kognitiv und psychophysiologisch ablaufende heterogene Prozesse, die ein Mensch je nach Art, Verlauf und Antwort der jeweiligen Emotion steuern kann (Gross, 1999). ER kann darauf abzielen, Emotionen zu reduzieren, zu verstärken oder aufrechtzuerhalten – abhängig von den aktuellen Zielen einer Person. Das entwickelte Prozessmodell der ER von Gross (2015) beschreibt die Dynamik von emotionalen Prozessen auf fünf Ebenen, auf denen die Regulation stattfinden kann: Situationsselektion, Situationsmodifikation, Aufmerksamkeitsentfaltung, kognitive Veränderung und Reaktionsmodulation. Der Organismus verfügt über ein Repertoire an Strategien, die die Emotionen verändern, intensivieren, unterdrücken oder auch aufrecht erhalten (Barnow et al., 2016). Als Beispiel dafür seien Ablenkung, Neubewertung, Akzeptanz, Problemlösen, Unterdrückung, Grübeln oder Vermeidung genannt, die sich in ihrer Effektivität und Wirksamkeit unterscheiden. Bei einer mangelnden Gefühlswahrnehmung oder fehlenden ER-Strategien, kann es zu Schwierigkeiten im Alltag kommen. Vielen psychischen Erkrankungen liegt ein Emotionsregulationsdefizit vor.
In einer Meta-Analyse von Aldao et al. (2010) konnte gezeigt werden, dass Akzeptanz, Neubewertung und Problemlösen negativ mit einer Psychopathologie in Verbindung stehen, während Unterdrückung, Vermeidung und Grübeln positiv assoziiert werden (Barnow et al., 2016). Bonanno und Burton (2013) gehen davon aus, dass ER ausschließlich adaptiv ist. In Langzeitstudien (Kaluza, 1996; Laux & Weber, 1990 aus Kaluza 2015; Weber, 1993) wurde die Effektivität von emotionalen Stressbewältigungsstrategien geprüft und es konnten auch maladaptive ER-Strategien identifiziert werden. Eine adaptive, emotionale und regulatorische Flexibilität in belastenden Ereignissen bedeutet, dass ein Mensch über eine Sensitivität gegenüber der jeweiligen Situation verfügt und anschließend eine passgenaue Strategie auswählt. Anschließend wird das Feedback der Umwelt beobachtet, um weitere Handlungsimpulse einzuleiten oder die Strategie bei Bedarf zu modifizieren (Kaluza, 1996; Laux & Weber; 1990 aus Kaluza 2015; Weber, 1993).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet Stress als universelles Problem, insbesondere unter Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie, und führt Hatha-Yoga als komplementäre Interventionsmöglichkeit zur Stressreduktion ein.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch Definitionen und Modelle zu den Themen Stress, Emotionen, Stressbewältigung, Achtsamkeit sowie Yoga-Historie und -praxis.
3 FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN: Hier werden das Ziel der Untersuchung und die spezifischen Hypothesen zur Wirksamkeit des Yoga-Kurses auf das emotionale Regulationspotenzial und die persönlichen Ressourcen definiert.
4 GEPLANTE METHODIK: Dieses Kapitel erläutert das Studiendesign, die Stichprobenbeschreibung, die eingesetzten Fragebögen (FEEL-E, FERUS) sowie die Durchführung des Kurses und die statistische Datenanalyse.
5 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Hier werden die erhobenen Daten ausgewertet und die signifikanten Veränderungen der Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Emotionsregulation und Ressourcen dargestellt.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den Kontext bestehender Forschung gesetzt und einer methodischen Kritik unterzogen.
7 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Wirksamkeit des achtwöchigen Yoga-Programms zusammen und diskutiert Implikationen für die Gesundheitsversorgung.
Hatha-Yoga, Stressbewältigung, Emotionsregulation, FELL-E, FERUS, Achtsamkeit, Ressourcen, Selbstmanagementfähigkeiten, COVID-19, Gesundheit, Psychologie, Intervention, Salutogenese, Körperbewusstsein, Yoga-Intervention
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung der psychologischen Auswirkungen eines achtwöchigen achtsamen Yoga-Kurses auf die Emotionsregulation, gesundheitsbezogene Faktoren sowie die persönlichen Ressourcen der Teilnehmenden.
Zentrale Aspekte sind die transaktionale Stresstheorie nach Lazarus, das Salutogenese-Modell nach Antonovsky, die Emotionsregulation nach dem Modell von Gross sowie die Grundlagen des Hatha-Yogas und die Anwendung standardisierter psychologischer Messinstrumente.
Das Ziel ist zu überprüfen, ob das achtwöchige Yoga-Programm signifikante Veränderungen bei den Teilnehmenden im Hinblick auf adaptives Emotionsmanagement und die eigenen Selbstmanagementfähigkeiten hervorbringt.
Es wurde ein quantitatives Design mit einer Prä- und Postmessung angewandt. Die statistische Auswertung der anonymen Online-Fragebögen erfolgte mittels des nicht-parametrischen Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Tests in SPSS.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse sowie deren kritische Diskussion in Bezug auf bestehende Fachliteratur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hatha-Yoga, Emotionsregulation, Stressbewältigung, FERUS, FEEL-E, Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit und psychische Gesundheit beschreiben.
Die Pandemie fungierte sowohl als Kontextgröße, die den Stresspegel in der Bevölkerung erhöhte, als auch als Herausforderung für das Studiendesign, was die Umstellung auf ein hybrides Format (Studio und Zoom) erforderlich machte.
Diese Studie zeichnet sich durch die spezifische Kombination der Fragebögen FEEL-E und FERUS zur Erfassung von Ressourcen und Emotionsregulationspotenzialen bei nicht-klinischen Teilnehmenden innerhalb eines achtwöchigen Hatha-Yoga-Kurses aus.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass sich adaptive Strategien der Emotionsregulation, wie Akzeptieren und problemorientiertes Handeln, signifikant verbessert haben, was auf ein gesteigertes Wohlbefinden hindeutet.
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