Masterarbeit, 2019
83 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
2.1 Theorien zur menschlichen Sexualität sowie Implikationen für Geschlechterunterschiede
2.1.1 Evolutionspsychologie.
2.1.2 Social Structural Theory.
2.1.3 Sozialkognitive Lerntheorie.
2.1.4 Geschlechter-Ähnlichkeitshypothese.
2.1.5 Sexual Economics Theory.
2.1.5.1 Social Exchange Theory.
2.1.5.2 Der ökonomische Ansatz zur Erklärung menschlichen Verhaltens.
2.1.5.3 Sex als weibliche Ressource.
2.2 Soziale Erwünschtheit
2.2.1 Methoden zur Kontrolle sozial erwünschten Antwortverhaltens.
2.2.2 Der stochastische Lügendetektor.
2.3 Fragestellung/Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Vorgehen und Material
3.2.1 Prüfung der Hypothesen H1a, H1b, H2.
3.2.2 Prüfung der Hypothese H3.
3.2.3 Prüfung der Hypothese H4.
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Inferenzstatistische Ergebnisse
4.2.1 Hypothesen 1a, 1b und 2.
4.2.2 Hypothese 3.
4.2.3 Hypothese 4.
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Kritik an der vorliegenden Studie
5.1.1 Diskussion der Merkmale der Stichprobe.
5.1.2 Diskussion der verwendeten Skalen und Items sowie der verwendeten Methoden.
5.2 Kritische Betrachtung des Verfahrens des stochastischen Lügendetektors
5.3 Allgemeine kritische Betrachtung der Sexual Economics Theory
5.4 Kritische Betrachtung der Sexual Economics Theory vor dem Hintergrund der vorliegenden Studienergebnisse
5.5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundannahmen der "Sexual Economics Theory" (SET), welche Sexualität als eine weibliche Ressource betrachtet, die im marktökonomischen Sinne gegen andere Ressourcen getauscht wird. Im Zentrum steht die empirische Überprüfung dieser Annahmen unter Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden und sozialer Erwünschtheit, wofür ein stochastischer Lügendetektor (Methodik zur Kontrolle von Antwortverzerrungen) eingesetzt wird.
2.1.5 Sexual Economics Theory.
Die Sexual Economics Theory (SET; Baumeister & Vohs, 2004) beschreibt Sexualität, im heterosexuellen Kontext, unter den Gesichtspunkten von Marktplatzdynamiken sowie Angebot und Nachfrage. Dabei greift sie, wie der Name bereits vermuten lässt, auf einen ökonomischen Ansatz zur Erläuterung menschlichen Verhaltens des (späteren) Nobelpreisträgers Gary Becker (Becker, 1982) zurück sowie auf die Social Exchange Theory. Beide Ansätze bzw. Theorien sollen in den nachfolgenden Kapiteln noch erläutert werden.
Die Autoren betrachten das Verhalten von Frauen und Männern in (Kennenlern-)Situationen mit sexueller Konnotation als gegenseitigen Austausch von Ressourcen bzw. als Aushandlungsprozess über ebendiesen. Frauen werden dabei als „Anbieter“ von Sex betrachtet, während Männer die „Käufer“ sind, welche mit nicht-sexuellen Ressourcen „bezahlen“ (Baumeister, Reynolds, Winegard, & Vohs, 2017; Baumeister & Vohs, 2004).
Die Aushandlungsprozesse orientieren sich an lokalen Normen, die das Verhalten der Akteure am Marktplatz steuern. Sexuelle Normen erzeugen in diesem Fall also etwas wie den lokal gängigen Preis für Sex.
Unter dem Begriff „Sex“ werden im Rahmen der Sexual Economics Theory allerdings nicht nur der sexuelle Akt an sich, sondern verschiedene Handlungen subsumiert, u.a. Gespräche über Sex, Handlungen mit sexuellem Unterton wie Dating, Flirten, Berührungen und Liebkosungen (Ashwani, 2013).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Sexual Economics Theory ein, deren Grundannahmen und die Relevanz der empirischen Überprüfung bei sensiblen Themen wie Sexualität.
2 Stand der Forschung: In diesem Kapitel werden theoretische Ansätze zur menschlichen Sexualität wie Evolutionspsychologie und Sexual Economics Theory sowie das Problem der sozialen Erwünschtheit detailliert behandelt.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign inklusive der Datenerhebung via Online-Studie und den Einsatz des stochastischen Lügendetektors.
4 Ergebnisse: Hier werden die deskriptiven und inferenzstatistischen Befunde in Bezug auf die aufgestellten Hypothesen statistisch ausgewertet und präsentiert.
5 Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, diskutiert die methodischen Limitationen und liefert ein Fazit sowie Ausblicke für zukünftige Forschungen.
Sexual Economics Theory, Sexualität, Evolutionspsychologie, Geschlechterunterschiede, soziale Erwünschtheit, stochastischer Lügendetektor, Tauschverhalten, Partnerwahl, Sozioökonomischer Status, Triebtheorie, Methodenlehre, Geschlechterrollen, Befragungsmethodik, sexuelle Permissivität, Ressourcen.
Die Arbeit analysiert die menschliche Sexualität unter Anwendung marktökonomischer Prinzipien durch die "Sexual Economics Theory" und prüft, ob Frauen und Männer Sex als Ressource für andere Güter einsetzen.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Evolutionspsychologie, ökonomische Austauschtheorien, Geschlechterunterschiede bei Partnerwahl und Sexualverhalten sowie methodische Ansätze zur Minimierung sozial erwünschter Antworten in Umfragen ab.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung der Grundannahmen der Sexual Economics Theory, insbesondere ob Männer eher als Frauen bereit sind, Ressourcen für Sex anzubieten, und wie sich die Erhebungsmethodik (direkt vs. indirekt) auf diese Ergebnisse auswirkt.
Es werden eine Online-Befragung durchgeführt und Methoden des Vergleichs direkter Befragung mit einem "stochastischen Lügendetektor" (stochastic lie detector) zur Kontrolle von Antwortverzerrungen bei sensiblen Themen eingesetzt.
Der Hauptteil umfasst den aktuellen Forschungsstand, die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der verwendeten Stichprobe und Materialien sowie die statistische Auswertung und detaillierte Diskussion der Ergebnisse.
Sexual Economics Theory, stochastischer Lügendetektor, Geschlechterunterschiede, soziale Erwünschtheit, sozioökonomischer Status und sexuelle Permissivität.
Die Studie zeigt signifikant höhere Prävalenzschätzungen für das sensible Tausch-Merkmal bei Einsatz des stochastischen Lügendetektors im Vergleich zur direkten Befragung, was auf eine erfolgreichere Neutralisierung von Antwortverzerrungen hindeutet.
Entgegen der Hypothese konnte bei der vorliegenden Stichprobe kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem geschätzten sozioökonomischen Status und der sexuellen Permissivität der weiblichen Teilnehmenden nachgewiesen werden.
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