Magisterarbeit, 2007
129 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen der Arbeit
2.1 Modell demokratischer Konsolidierung nach Diamond
2.2 Das Konzept der politischen Unterstützung
2.2.1 David Eastons Konzept politischer Unterstützung
2.2.2 Modell politischer Unterstützung nach Fuchs
2.2.3 Determinanten politischer Unterstützung
2.2.4 Überblick über den Forschungsstand
2.3 Ethnizität und Demokratie
2.3.1 Das Konzept der ‚Ethnizität’
2.3.2 Ethnizität in der Konsolidierungsforschung
2.3.3 Ethnizität und politische Unterstützung
2.4 Modifiziertes Kausalmodell politischer Unterstützung
3. Das Fallbeispiel Südafrika
3.1 Demokratisierung und Konsolidierung von Demokratie in Afrika
3.1.1 Verlauf der Demokratisierung in Afrika
3.1.2 Ergebnisse der Demokratisierungswelle in Afrika
3.2 Der Weg Südafrikas von der Apartheid bis zur Demokratie
3.2.1 Das Apartheidsystem in Südafrika 1948 bis 1990
3.2.2 Ende der Apartheid und Demokratisierung Südafrikas 1990-1994
3.2.3 Konsolidierung der Demokratie in Südafrika seit 1994
4. Forschungshypothesen
5. Empirische Überprüfung
5.1 Untersuchungsanlage
5.2 Operationalisierung der Forschungsvariablen
5.2.1 Operationalisierung der abhängigen Variablen: Politische Unterstützung und Performanz der Regierung
5.2.2 Operationalisierung der unabhängigen Variablen
5.2.2.1 Performanz
5.2.2.2 Ethnizität
5.2.2.3 Sonstige Variablen
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Deskriptive Analyse
5.3.1.1 Ausprägung politischer Unterstützung
5.3.1.2 Leistungsbewertung der Regierung
5.3.1.3 Unterstützung der politischen Gemeinschaft
5.3.1.4 Ethnizität
5.3.2 Multivariate Regressionsanalyse
5.4 Implikation der Befunde für die Konsolidierung von Demokratie in Südafrika
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, mittels einer empirischen Analyse politischer Einstellungen den Stand der demokratischen Konsolidierung in Südafrika zu beleuchten und dabei die Wirkung von Performanzbewertungen sowie ethnischer Spaltung als Determinanten zu prüfen.
1. Einleitung
„We, the people of South Africa, (…) believe that South Africa belongs to all who live in it, united in our diversity. “
Präambel der Verfassung der Republik Südafrika
„We enter into a covenant that we shall build a society in which all South Africans, both black and white, will be able to walk tall, without fear in their hearts, assured of their inalienable right to human dignity – a rainbow nation at peace with itself and the world. “
Nelson Mandela, Inaugural Address, 09. Mai 1994
Der Zusammenbruch des rassistischen Apartheidsystems und die Errichtung einer Demokratie in Südafrika im Jahr 1994 markierten auf dem afrikanischen Kontinent einen nachhaltigen Umbruch, der als die zweite große afrikanische Demokratisierungswelle – nach der Phase der Dekolonialisierung in den 50er und 60er Jahren – bezeichnet werden kann und die politische Landschaft des Kontinents nachhaltig veränderte. Doch nach dem Abklingen dieser Demokratisierungs- und Liberalisierungswelle gegen Ende der 90er Jahre stellen demokratische Systeme in Afrika heute eher die Ausnahme denn die Regel dar. Südafrika gehört zu der überschaubaren Gruppe an afrikanischen Ländern, in denen sich eine Demokratie entwickeln konnte, die sich durch die Verwirklichung von Rechtsstaatlichkeit, die Garantie von Menschenrechten und durch regelmäßige, allgemeine und freie Wahlen auszeichnet.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der demokratischen Konsolidierung in Südafrika ein und begründet die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund des politischen Wandels nach der Apartheid.
2. Theoretische Grundlagen der Arbeit: Es werden die zentralen Konzepte der demokratischen Konsolidierung, der politischen Unterstützung nach Easton und Fuchs sowie der Einfluss von Ethnizität theoretisch fundiert.
3. Das Fallbeispiel Südafrika: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Weg Südafrikas von der Apartheid zur Demokratie und bettet das Land in den regionalen afrikanischen Kontext ein.
4. Forschungshypothesen: Hier werden basierend auf den theoretischen Überlegungen die spezifischen Hypothesen zur Untersuchung der politischen Einstellungen in Südafrika formuliert.
5. Empirische Überprüfung: In diesem zentralen Teil werden die Afrobarometer-Daten deskriptiv und mittels multivariater Regressionsanalysen ausgewertet, um die Hypothesen empirisch zu prüfen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert deren Implikationen für die langfristige demokratische Konsolidierung Südafrikas.
Südafrika, Demokratisierung, Konsolidierung, Politische Unterstützung, Ethnizität, Apartheid, Afrobarometer, Regierungsperformanz, Demokratische Stabilität, Politische Kultur, Institutionen, Transformation, Politische Einstellungen, Identität, Systempersistenz.
Die Arbeit analysiert den Stand der demokratischen Konsolidierung in Südafrika auf Einstellungsebene und untersucht, wie die Bevölkerung die Demokratie und die Regierung wahrnimmt.
Zentrale Themen sind politische Unterstützung, der Einfluss von Ethnizität auf politische Einstellungen und die Bedeutung der Regierungsleistung in einer jungen Demokratie.
Das Ziel ist es, durch eine empirische Datenanalyse zu ermitteln, ob und wie die südafrikanische Demokratie von der Bevölkerung unterstützt wird und welche Faktoren – insbesondere ethnische Identität – dabei eine Rolle spielen.
Die Arbeit nutzt die Daten des Afrobarometer und führt deskriptive Analysen sowie multivariate Regressionsanalysen durch, um Hypothesen zu testen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die Beschreibung des Fallbeispiels Südafrika, die Formulierung der Hypothesen sowie die detaillierte empirische Überprüfung der Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie demokratische Konsolidierung, Politische Unterstützung, Ethnizität, Südafrika, Apartheid und Regierungsperformanz charakterisieren.
Die Analyse zeigt, dass weiße Südafrikaner aufgrund ihrer Rolle als ehemalige Machthaber und ihrer jetzigen Minderheitenposition dem System gegenüber skeptischer sind als die schwarze Mehrheitsbevölkerung.
Das Apartheidsystem wirkt durch die ethnische Spaltung und das Erleben von Privilegien oder Benachteiligung bis heute auf die Einstellung zum politischen System nach.
Die empirischen Befunde zeigen, dass die Vorstellung einer friedlichen, multi-ethnischen "Rainbow Nation" zwar als Ideal existiert, jedoch durch gegenwärtige Einstellungsmuster der Bevölkerung und bestehende soziale Spannungen konterkariert wird.
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