Diplomarbeit, 2007
115 Seiten, Note: 1,5
Diese Diplomarbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Holocaust-Erinnerung und dem arabisch-israelischen Konflikt in der israelischen Öffentlichkeit zwischen 2000 und 2006. Ziel ist es, die Rolle der Holocaust-Erinnerung in der Konstruktion und Dynamik kollektiver israelischer Identität zu analysieren.
Die Einleitung führt in die Thematik ein. Kapitel I behandelt theoretische Grundlagen zu kollektiver Erinnerung und Identität, sowie die Beziehung zwischen Geschichte und Gedächtnis. Kapitel II analysiert die Entwicklung der Shoah-Erinnerung in Israel, unterteilt in verschiedene Phasen, und beleuchtet die Perspektiven der „Neuen Historiker“. Kapitel III beschreibt die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Zeitungsanalyse der Jerusalem Post, fokussiert auf die Darstellung des Konflikts und die Verwendung von Holocaust-Vergleichen.
Holocaust-Erinnerung, arabisch-israelischer Konflikt, kollektive Identität, kollektives Gedächtnis, Sicherheitsdoktrin, „Neue Historiker“, Israel, Zeitungsanalyse, Erinnerungspolitik, Opfer-Identität.
Die Arbeit untersucht, wie Erinnerungen an den Holocaust zur Legitimation von sicherheitspolitischen Entscheidungen und zur Bildung einer kollektiven Opfer-Identität herangezogen werden.
Es handelt sich um eine Gruppe von Historikern, die offizielle Mythen der israelischen Staatsgründung kritisch hinterfragen und das Shoah-Tabu in der Geschichtsschreibung aufbrechen.
Assmann unterscheidet zwischen dem kurzfristigen kommunikativen Gedächtnis und dem langfristigen kulturellen Gedächtnis, das durch Mythen und Texte die Identität einer Nation stiftet.
Die Arbeit analysiert mittels einer Zeitungsanalyse der „Jerusalem Post“, wie tagespolitische Ereignisse durch Vergleiche mit der Shoah gerahmt und interpretiert werden.
Von einer frühen Phase des Schweigens über den Eichmann-Prozess bis hin zur heutigen Instrumentalisierung im Kontext des „Neuen Antisemitismus“ zeigt die Arbeit verschiedene Entwicklungsstufen auf.
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