Masterarbeit, 2021
119 Seiten, Note: 5.0
1. Einleitung
1.1 Forschungsgegenstand
1.2 Methodik
1.3 Ausgangslage
2. Begriffliche Aspekte
2.1 Souveränität
3. Innenpolitische und kulturelle Implikationen
3.1 Historische Entwicklung
3.2 Politisches Sytem
3.2.1 Monarchie
3.2.2 Parteien & Kommunikationskultur
3.2.3 Landtag
3.2.4 Regierung
3.3 Aussenpolitische Entwicklung
3.3.1 Historische Grundpfeiler
3.3.2 Nachbarschaftliche Beziehungen zu Österreich
3.3.3 Nachbarschaftliche Beziehungen zur Schweiz
3.3.4 Multilaterales Engagement
4. Der Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum
4.1 Hintergrund
4.2 Beratungen
4.2.1 Verhandlungsebene
4.2.2 Innerstaatliche Ebene
4.2.3 Konflikt um Abstimmungstermin
4.3 Abstimmungsvorgang
4.3.1 Diskurs im Vorfeld der Schweizer Abstimmung
4.3.2 EWR‐Abstimmung in der Schweiz vom 6. Dezember 1992
4.3.3 EWR‐Abstimmung in Liechtenstein vom 13. Dezember 1992
4.3.4 Sozio‐demographische Merkmale
4.3.5 Nachverhandlungen nach dem Schweizer Nein
4.3.6 Abstimmung zum revidierten EWR‐ und Zollabkommen vom 9. April 1995
5. Politische Implikationen
5.1 Innenpolitische Debatte
5.2 Aussenpolitik
5.2.1 Europapolitik
5.2.2 Beziehungen zur Schweiz
Die vorliegende Masterarbeit analysiert den Beitritt des Fürstentums Liechtenstein zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und dessen Auswirkungen auf die liechtensteinische Aussenpolitik. Dabei wird untersucht, inwiefern Souveränität, die traditionell enge Anbindung an die Schweiz und innenpolitische sowie kulturelle Besonderheiten den EWR-Beitrittsprozess prägten und den Handlungsspielraum des Kleinstaats beeinflussten.
1.1 Forschungsgegenstand
Der Beitritt Liechtensteins zum Europäischen Wirtschaftsraum, nachfolgend «EWR» genannt, eröffnete einen längeren Prozess nachbarschaftlicher Kooperation. Als weitreichender Schritt in der Landesgeschichte fasziniert der EWR-Beitritt des Fürstentums eine Vielzahl von Personen aus der Forschung, der Politik oder der Wirtschaft. Die damit verbundene Frage der Souveränität bzw. des Handlungsspielraums der liechtensteinischen Aussenpolitik entstammt dabei bereits früheren Zeiten, als der Kleinstaat sowohl Mitglied des Deutschen Bundes nach den napoleonischen Kriegen war, als auch mit Österreich-Ungarn bis ins Jahr 1918 eine vertiefte Nachbarschaftspolitik pflegte. Die anschließende Integration Liechtensteins in den schweizerischen Rechts- und Wirtschaftsraum ab dem Ende des Ersten Weltkriegs galt fortan nicht nur als alternativlos, sondern auch als unbestrittenes Erfolgsmodell.
1. Einleitung: Stellt das Thema sowie die zentralen Forschungsfragen rund um den Beitritt zum EWR und dessen Auswirkungen auf die Aussenpolitik vor.
2. Begriffliche Aspekte: Definiert den Souveränitätsbegriff im historischen Kontext und erörtert seine Bedeutung für Kleinstaaten und deren Handlungsspielraum.
3. Innenpolitische und kulturelle Implikationen: Beleuchtet die historische Entwicklung des Fürstentums, das politische System und die traditionell engen Beziehungen zu den Nachbarstaaten.
4. Der Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum: Beschreibt den Prozess der Verhandlungen, die nationalen Debatten und die Abstimmungen zum EWR und Zollabkommen.
5. Politische Implikationen: Analysiert, welche Auswirkungen der EWR-Beitritt auf die Innenpolitik und die aussenpolitische Strategie sowie das Verhältnis zur Schweiz hatte.
Liechtenstein, EWR-Beitritt, Europäische Integration, Aussenpolitik, Souveränität, Schweiz, Zollabkommen, Kleinstaat, Europäischer Wirtschaftsraum, politische Geschichte, bilaterale Beziehungen, Landtag, Monarchie.
Die Arbeit befasst sich mit dem Beitritt Liechtensteins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und den daraus resultierenden Veränderungen in der Aussenpolitik des Landes gegenüber Europa und der Schweiz.
Zentral sind die Themenfelder Souveränität, die historisch gewachsenen Beziehungen zu den Nachbarstaaten, das innenpolitische System sowie die Einbindung in europäische Strukturen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der EWR-Beitritt auf den nationalen Handlungsspielraum Liechtensteins ausgewirkt hat und wie sich das Fürstentum als souveräner Kleinstaat in multilateralen Gremien positioniert.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Analyse von Regierungsberichten, historischen Quellen, Medienberichten sowie Fachliteratur, ergänzt durch Experteninterviews, um eine valide Bestandsaufnahme der liechtensteinischen Politik vor und nach dem EWR-Beitritt zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der innenpolitischen und kulturellen Rahmenbedingungen, den Prozess der EWR-Beitrittsverhandlungen sowie die anschließende Bewertung der politischen Implikationen.
Die Monarchie nimmt eine dominante Rolle ein. Der Landesfürst übt massgeblichen Einfluss auf aussenpolitische Prioritäten aus, wie unter anderem die Initiierung des UNO-Beitritts oder das Engagement in den EWR-Verhandlungen zeigen.
Da Liechtenstein seit fast 100 Jahren stark in den schweizerischen Wirtschafts- und Rechtsraum integriert ist, dient die Schweiz als wesentlicher Vergleichsmaßstab, um die aussenpolitischen Autonomieverluste und Zugewinne durch den EWR-Beitritt zu verdeutlichen.
Der Zollvertrag ist ein zentraler Grundpfeiler, der zwar einen hohen Grad an wirtschaftlicher Sicherheit garantiert, aber gleichzeitig eine tiefgreifende Delegation hoheitlicher Rechte an Schweizer Behörden mit sich bringt.
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