Masterarbeit, 2021
119 Seiten, Note: 5.0
Diese Masterarbeit analysiert den Beitritt des Fürstentums Liechtenstein zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) im Hinblick auf die Veränderungen in der liechtensteinischen Aussenpolitik gegenüber Europa und der Europäischen Union. Die Arbeit betrachtet die gesellschaftlich-kulturellen Implikationen des Landes, die die naturbedingte Abhängigkeit des Kleinstaates von seinen Nachbarstaaten hervorheben. Die Analyse fokussiert auf die Bedeutung des Narrativs der Souveränität, das für den EWR-Beitritt eine differenzierte Interpretation erfordert.
Die Einleitung stellt den Forschungsgegenstand, die Methodik und die Ausgangslage der Arbeit vor. Das zweite Kapitel beleuchtet den Begriff der Souveränität und seine Relevanz für die liechtensteinische Aussenpolitik. Im dritten Kapitel werden die innenpolitischen und kulturellen Implikationen Liechtensteins dargestellt, wobei historische Entwicklungen, das politische System und die Aussenpolitik im Fokus stehen.
Das vierte Kapitel behandelt den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum mit Fokus auf den Abstimmungsvorgang und seine Folgen. Das fünfte Kapitel befasst sich mit den politischen Implikationen des EWR-Beitritts, insbesondere mit der innenpolitischen Debatte und den Veränderungen in der Aussenpolitik.
Liechtenstein, EWR-Beitritt, Aussenpolitik, Souveränität, Schweiz, Europa, Integration, Kleinstaat, Nachbarschaftspolitik, historische Entwicklung, politische System, Abstimmung, Debatte, Implikationen.
Obwohl beide Länder eng verflochten sind, stimmte die liechtensteinische Bevölkerung 1992 für den EWR-Beitritt, während die Schweizer Stimmbürger das Abkommen ablehnten. Dies markierte einen Wendepunkt in der liechtensteinischen Außenpolitik und erforderte eine Neubewertung der Souveränität.
Souveränität ist ein zentrales Narrativ für den Kleinstaat. Die Arbeit analysiert, wie Liechtenstein seine Souveränität jenseits der Landesgrenzen vor und nach dem EWR-Beitritt geltend gemacht hat, insbesondere angesichts der Abhängigkeit von Nachbarstaaten.
Liechtenstein ist seit fast 100 Jahren stark in den schweizerischen Zoll-, Rechts- und Wirtschaftsraum integriert. Das "Nein" der Schweiz erforderte Nachverhandlungen und eine Anpassung des Zollvertrags, damit Liechtenstein 1995 dennoch dem EWR beitreten konnte.
Die Arbeit untersucht das politische System Liechtensteins (Monarchie, Landtag, Regierung) sowie die Kommunikationskultur und gesellschaftlich-kulturelle Implikationen, die zum erfolgreichen Abstimmungsausgang beigetragen haben.
Durch die EWR-Mitgliedschaft hat sich die Außenpolitik gegenüber Europa und der EU gewandelt. Liechtenstein agiert nun eigenständiger in europäischen Integrationsfragen, während es gleichzeitig die engen Beziehungen zur Schweiz aufrechterhält.
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