Diplomarbeit, 2008
91 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Zielsetzung und Vorgehen
2 Grundlagen zur inhaltlichen Gestaltung des Fragebogens
2.1 Zum Begriff der Arbeit
2.2 Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse
2.2.1 Das Normalarbeitsverhältnis
2.2.2 Atypische Beschäftigungsverhältnisse
2.2.2.1 Abweichungen von zeitlicher Normalität
2.2.2.2 Abweichungen von räumlicher Normalität
2.2.2.3 Abweichungen durch Beschränkungen bei Entgelt, Arbeitszeit und sozialer Absicherung
2.2.3 Überblick über die Entwicklung von Beschäftigungsverhältnissen
2.2.4 Das prekäre Beschäftigungsverhältnis
2.3 Motivation
2.3.1 Begriff
2.3.2 Motivation im Zielbereich der Arbeit
2.3.3 Motivationstheorien
2.3.3.1 Inhaltstheorien
2.3.3.2 Prozesstheorien
2.3.4 Motivationsdiagnostik
2.3.5 Schlussfolgerungen für die inhaltliche Gestaltung des Fragebogens
3 Grundlagen zur methodischen Umsetzung der Fragebogenkonstruktion
3.1 Datenerhebung durch die Befragungsmethode
3.2 Besonderheiten von Online – Befragungen
3.2.1 Definition
3.2.2 Planung
3.2.3 Durchführung
3.2.4 Auswertung
3.2.5 Chancen und Grenzen von Online - Befragungen
3.3 Anforderungen an den Fragebogen
3.3.1 Itemsammlung
3.3.2 Itemformulierung
3.3.3 Itemanalyse und –auswahl
3.3.4 Aufbau des Fragebogens
3.3.5 Gütekriterien
3.3.6 Datenauswertung und Interpretation
4 Fragebogenkonstruktion
4.1 Beschreibung des Vorgehens
4.2 Aufbau und Gestaltung des Fragebogens
4.3 Itemformulierung
4.4 Itemsammlung und -auswahl
4.5 Gütekriterien
4.6 Hinweise zur Datenauswertung und -interpretation
5 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konstruktion eines Online-Fragebogens, der speziell darauf ausgelegt ist, die Arbeitsmotivation von Erwerbstätigen in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu erfassen. Die Arbeit untersucht hierbei, wie sich verschiedene Formen atypischer Beschäftigung auf das Erleben und die Motivation der Betroffenen auswirken und wie diese durch ein valides Instrument messbar gemacht werden können.
2.2.4 Das prekäre Beschäftigungsverhältnis
Hinter jeder Beschäftigungsform können sich subjektiv verschiedene Wirklichkeiten der Arbeitswelt verbergen. Ein und dieselbe Arbeitsstelle mit vergleichbaren Merkmalen und institutionellen Rahmenbedingungen kann unterschiedlich bewertet werden, was zugleich von individuellen Erwartungshaltungen abhängig ist. Für die meisten Formen atypischer Beschäftigung gilt jedoch, dass sie ein prekäres Potential bergen, welches sich unter bestimmten Bedingungen entfalten kann. Um es am Beispiel einer geringfügigen Beschäftigung zu beschreiben: Sofern die betreffende Person z.B. durch eine stabile Partnerbeziehung abgesichert ist und die Tätigkeit gern und freiwillig für einen Hinzuverdienst oder als Abwechslung zur Hausarbeit eingeht, wird das prekäre Potenzial nicht geweckt. Ändern sich aber die Lebensumstände, z.B. aufgrund von Trennung oder Jobverlust des Partners verbunden mit dem Verlust einer finanziellen Sicherheit, dann entfaltet sich das prekäre Potential und die Bewertung der vormals erwünschten geringfügigen Beschäftigung ändert sich. Insofern befinden sich prekäre Arbeitsverhältnisse in einer eigentümlichen „Schwebelage“.
Die subjektive Relevanz wird bereits durch die Begriffsbestimmung von „prekär“ nahegelegt, was übersetzt aus dem lateinischen soviel heißt wie „durch Bitten erlangt und widerruflich“ sowie aus dem französischen „misslich, schwierig, heikel“. Unter „prekär“ fallen danach Arbeitsverhältnisse, die von den Betroffenen unfreiwillig eingegangen werden müssen bzw. deren Ausgestaltung von ihnen als problematisch oder nachteilig wahrgenommen wird. In jedem Falle handelt es sich bei Prekarität um ein mehrdimensionales Phänomen, welches objektive und subjektive Tätigkeitsmerkmale umfasst und in der Literatur je nach analytischer Perspektive unterschiedlich definiert und je nach Forschungszweck enger oder weiter gefasst wird.
1 Einführung: Diese Einleitung beschreibt die Problematik prekärer Beschäftigungsverhältnisse und formuliert das Ziel, ein Instrument zur Erfassung der Arbeitsmotivation in diesen Verhältnissen zu entwickeln.
2 Grundlagen zur inhaltlichen Gestaltung des Fragebogens: Hier werden zentrale Begriffe wie Arbeit und atypische Beschäftigung definiert sowie relevante Motivationstheorien für den Arbeitskontext dargestellt.
3 Grundlagen zur methodischen Umsetzung der Fragebogenkonstruktion: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Anforderungen an Online-Befragungen und die Kriterien für eine fundierte Fragebogenentwicklung.
4 Fragebogenkonstruktion: Hier erfolgt die praktische Entwicklung und detaillierte Beschreibung des Fragebogens FAME, inklusive der Operationalisierung von neun Motivationsdimensionen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst den Entwicklungsprozess des Fragebogens zusammen und resümiert die Eignung des Instruments für weiterführende empirische Studien.
Arbeitsmotivation, prekäre Beschäftigung, atypische Beschäftigungsverhältnisse, Online-Fragebogen, Fragebogenkonstruktion, Normalarbeitsverhältnis, Motivationsdiagnostik, Selbstregulation, Arbeitszufriedenheit, Prekarisierung, Selbstwirksamkeit, Berufsbezogene Motivation, Instrumentenentwicklung, Motivationstheorie, Online-Erhebung
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Konstruktion eines wissenschaftlich fundierten Online-Fragebogens, der die Arbeitsmotivation von Menschen in prekären oder atypischen Beschäftigungsverhältnissen systematisch erfassen soll.
Die zentralen Themen sind der Strukturwandel der Arbeitswelt mit Fokus auf atypische Erwerbsformen, die psychologischen Grundlagen der Motivation im Arbeitskontext sowie die methodischen Herausforderungen der Online-Fragebogenkonstruktion.
Das Ziel ist die Entwicklung des Instruments "FAME" (Fragebogen zur Arbeitssituation und Motivation von Erwerbstätigen), welches es ermöglichen soll, motivationale Tendenzen innerhalb heterogener Gruppen prekär Beschäftigter sichtbar zu machen und eine Einordnung in ein Klassifikationsraster vorzunehmen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Motivationstheorien und Beschäftigungsformen sowie einer methodisch orientierten Konstruktion nach den Standards der Testentwicklung, um ein standardisiertes Selbstbeurteilungsverfahren zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Arbeit und Motivation, eine methodische Auseinandersetzung mit Online-Befragungen sowie den konkreten Konstruktionsprozess des Fragebogens, inklusive der Item-Operationalisierung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitsmotivation, prekäre Beschäftigung, Online-Fragebogen, Motivationsdiagnostik und die theoretische Typologisierung von Arbeitsverhältnissen beschreiben.
Mit "Schwebelage" beschreibt die Autorin den Zustand, in dem eine Beschäftigungsform nur dann als prekär wahrgenommen wird, wenn sich die persönlichen Lebensumstände (z.B. Wegfall eines Zweitverdieners) verschlechtern, während sie unter günstigen Bedingungen durchaus als akzeptabel oder gewollt empfunden werden kann.
Da existierende Verfahren wie der ABB oder der JDS meist auf spezifische Indikationsbereiche oder Standardarbeitsverhältnisse zugeschnitten sind, ist keines der bestehenden Instrumente als alleinige Lösung für die heterogene Zielgruppe der prekär Beschäftigten angemessen, weshalb eine Neukonstruktion notwendig ist.
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