Bachelorarbeit, 2015
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Was ist Stress?
2.1 Stressoren und Stressreaktionen
2.2 Stressentstehung im Gehirn
2.2.1 Erkenntnisse aus der Psychoneuroendokrinologie
2.2.2 Die zwei Achsen der Stressreaktion
2.3 Stressbedingte Veränderungen im Gehirn
2.4 Körperliche Auswirkungen von Stress
2.5 Ausgewählte Stressmodelle
2.5.1 Allgemeines Adaptationssyndrom nach Hans Selye
2.5.2 Die klassisch kognitiv-transaktionale Stresstheorie von Richard S. Lazarus
3. Stressbewältigung durch Joggen
3.1 Joggen als langsamer Dauerlauf
3.2 Vorsorgeuntersuchung und Setting des langsamen Dauerlaufs
3.3 Gesundheitliche Auswirkungen des Joggens
3.3.1 Ausgewählte körperliche Auswirkungen
3.3.2 Auswirkungen auf die Psyche
3.4 Theorien zur Erklärung der psychischen Auswirkungen des Laufens
3.4.1 Endocannabinoidhypothese
3.4.2 Transiente Hypofrontalitätshypothese (THH)
4. Anwendung des langsamen Dauerlaufs im Kontext der Sozialen Arbeit
4.1 Laufen und Joggen in der Schulsozialarbeit
4.2 Laufen mit Asylbewerbern und unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen
4.3 Laufen bei Kindern mit einer ADHS
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob Joggen als Methode zur Stressbewältigung im Bereich der Sozialen Arbeit bisher unterschätzt wird. Ziel ist es, die neurobiologischen und psychologischen Grundlagen sowie die Anwendbarkeit des langsamen Dauerlaufs für spezifische Zielgruppen wie Schüler, Flüchtlinge und Kinder mit ADHS aufzuzeigen.
3.1 Joggen als langsamer Dauerlauf
Wenn in dieser Arbeit die Rede von Laufen oder Joggen ist, dann ist damit der sanfte, langsame Dauerlauf gemeint, der ohne Sauerstoffschuld im aeroben Bereich stattfindet und bei dem der Läufer noch in der Lage ist, sich zu unterhalten. Im Sinne einer Lauftherapie wird das Laufen so zum Schöpfen neuer Kräfte und der Stressbewältigung eingesetzt, wodurch der Läufer befähigt wird, selbst an seiner Ausgeglichenheit zu arbeiten. Dies kann alleine geschehen oder am Anfang durch einen ausgebildeten Lauftherapeuten in einer Laufgruppe, wobei sich die professionelle Anleitung eher an einer therapeutischen oder pädagogischen Zielsetzung orientiert.
Die Idee der Lauftherapie stammt von Alexander Weber, für den der Mensch aus entwicklungsbiologischer Sicht ein „Bewegungstier“ ist, für das das Laufen als die am leichtesten zu erlernende Ausdauerübung einen Wesenszug darstellt.
Teilweise wird Joggen in der Literatur auch als Psychotherapie dargestellt, da es durch seine positiven Auswirkungen auf die Psyche in manchen Belangen einer Psychotherapie ähnele. Bartmann meint dazu: „Laufen wirkt, für sich allein genommen, über den Körper auf Körper und Psyche und kann daher keine Psychotherapie, sondern nur eine Körpertherapie sein.“ Im Sinne der Intention der Sozialen Arbeit, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, wird das Laufen und Joggen hier als Eigeninitiative zur Stressbewältigung gesehen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Stressbelastung, insbesondere bei jungen Menschen, und die Relevanz von Bewegung als Methode zur Stressbewältigung.
2. Was ist Stress?: Erläuterung der neurobiologischen Grundlagen des Stresses, der Stressreaktionen im Körper und zentraler theoretischer Modelle.
3. Stressbewältigung durch Joggen: Analyse des langsamen Dauerlaufs als Form der sportlichen Aktivität, dessen Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche sowie die theoretischen Hintergründe.
4. Anwendung des langsamen Dauerlaufs im Kontext der Sozialen Arbeit: Konkrete Vorschläge zur Umsetzung von Laufprojekten in der Schulsozialarbeit, der Flüchtlingshilfe und bei der Behandlung von ADHS.
5. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse mit dem Schluss, dass der langsame Dauerlauf eine wirksame, aber oft unterschätzte Methode in der Praxis der Sozialen Arbeit darstellt.
Stressbewältigung, Joggen, langsamer Dauerlauf, Soziale Arbeit, Stresstheorie, Lauftherapie, Stressprävention, körperliche Auswirkungen, psychische Gesundheit, transaktionales Stressmodell, Schulsozialarbeit, Flüchtlingshilfe, ADHS, Coping, Körpererfahrung
Die Arbeit untersucht das Potenzial des langsamen Dauerlaufs als effektive und oft unterschätzte Methode zur Stressbewältigung innerhalb verschiedener Handlungsfelder der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Stressforschung, der Sportmedizin und der Psychologie, um den Nutzen von Laufen für verschiedene Zielgruppen theoretisch und praktisch zu begründen.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des langsamen Dauerlaufs für das Stressmanagement hervorzuheben und konkrete Ansätze für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit zu liefern.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literatur- und Theorieanalyse sowie auf praktischen Erfahrungen des Autors aus der Soziale-Arbeit-Praxis.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen von Stress (Lazarus, Selye) erläutert, danach die gesundheitlichen und psychischen Effekte des Joggens sowie Theorien zu dessen Wirkung (z.B. Endocannabinoidhypothese) dargelegt.
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Stressbewältigung, Lauftherapie, Prävention, Soziale Arbeit, Gesundheit und psychosoziale Belastung.
Laufprojekte bieten eine Möglichkeit, Schülern eine gesundheitsförderliche Lebensweise zu vermitteln und durch das Vermeiden von Notendruck ein positives, motivierendes Setting zu schaffen, das besonders bildungsschwache Familien erreicht.
Laufgruppen können kostenlos zur Tagesstruktur, sozialen Integration und zur Kompensation von psychischen Belastungen durch Kriegs- oder Fluchterfahrungen beitragen.
Als kostengünstige, nebenwirkungsfreie und aktive Maßnahme kann der Lauf-Dauerlauf helfen, die Symptomatik von ADHS bei Kindern zu reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit zu fördern.
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