Diplomarbeit, 2009
131 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1. Gegenstand
1.2. Motivation
1.3. Aufbau
2. Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente nach IFRS
2.1. Wesentliche Standards
2.2. Grundbegriffe
2.3. Bilanzielle Behandlung von Finanzinstrumenten nach IFRS
2.4. Der Begriff des strukturierten Finanzinstruments
2.5. Prüfung der Abspaltungspflicht eingebetteter Derivate
2.5.1. Einführung
2.5.2. Voraussetzungen
2.5.3. Mehrere eingebettete Derivate
2.5.4. Zeitpunkt der Beurteilung eingebetteter Derivate
2.6. Bilanzielle Konsequenzen
2.6.1. Einheitliche Bilanzierung
2.6.2. Getrennte Bilanzierung
2.6.3. Anwendung der Fair Value-Option
2.6.4. Ausweis und Anhangangaben
2.7. Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente beim Emittenten
2.7.1. Einführung
2.7.2. Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IAS 32
2.7.2.1. Eigenkapitalinstrument
2.7.2.2. Zahlungsverpflichtungen und finanzielle Verbindlichkeit
2.7.3. Bilanzielle Konsequenzen für strukturierte Finanzinstrumente
2.7.4. Ausweis und Anhangangaben
2.8. Aktuelle Entwicklungen: Neue Umklassifizierungsmöglichkeiten nach IAS 39.50
2.9. Fazit
3. Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente nach HGB unter Berücksichtigung des IDW ERS HFA 22 und des RegE BilMoG
3.1. Wesentliche Vorschriften und rechtlicher Hintergrund
3.2. Bilanzielle Behandlung von Finanzinstrumenten nach HGB
3.3. Derivative Finanzinstrumente und der Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte
3.4. Der Begriff des strukturierten Finanzinstruments
3.5. Prüfung der Abspaltungspflicht eingebetteter Derivate
3.5.1. Grundsatz der einheitlichen Bilanzierung
3.5.2. Getrennte Bilanzierung
3.5.3. Einheitliche Bilanzierung zur Erzielung einer zutreffenden Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
3.5.3.1. Überblick
3.5.3.2. Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert
3.5.3.3. Erwerb zu Handelszwecken
3.5.3.4. Bestehen einer vertraglich vereinbarten unbedingten Kapitalgarantie
3.5.4. Zeitpunkt der Beurteilung eingebetteter Derivate
3.6. Bilanzielle Konsequenzen
3.6.1. Einheitliche Bilanzierung
3.6.2. Getrennte Bilanzierung
3.6.3. Ausweis und Anhangangaben
3.7. Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente beim Emittenten
3.7.1. Einführung
3.7.2. Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach HGB
3.7.3. Bilanzielle Konsequenzen
3.8. Fazit
4. Gegenüberstellung der Grundsätze nach IFRS und HGB
4.1. Begriff und Anwendungsbereich
4.2. Trennungskonzeption
4.3. Ansatz und Bewertung
4.4. Bilanzierung beim Emittenten
5. Fallstudie: Bilanzierung einer Aktienanleihe
5.1. Grundlagen
5.2. Ausgangsdaten
5.3. Basisfall
5.3.1. Einführung
5.3.2. Bilanzierung nach IFRS
5.3.3. Bilanzierung nach HGB
5.3.4. Bilanzierung beim Emittenten
5.3.5. Ergebnis
5.4. Variationen des Basisfalls
5.4.1. Variation 1: Einheitliche Bilanzierung durch Nutzung von Wahlrechten
5.4.2. Variation 2: Erwerb zu Handelszwecken
5.4.3. Variation 3: Nutzung neuer Umklassifizierungsmöglichkeiten (nur IFRS)
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die grundlegende Erläuterung der bilanziellen Behandlung strukturierter Finanzinstrumente sowohl nach IFRS als auch nach HGB, wobei der Fokus auf der Analyse der Trennungskonzeption liegt, um festzustellen, unter welchen Voraussetzungen eingebettete Derivate bilanziell vom Trägerinstrument abzuspalten sind.
1.1. Gegenstand
Die wesentliche Bedeutung strukturierter Finanzinstrumente für die Kapitalmärkte ist spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise unbestritten, gelten sie doch in ihrer Funktion als Mittel zur Übertragung von Kreditrisiken auf (unwissende) Dritte in Form von ABS- bzw. CDO-Verbriefungsgeschäften als Haupturheber der massiven Turbulenzen an den Finanzmärkten (‚finanzielle Massenvernichtungswaffen‘).
Allgemein handelt es sich bei einem strukturierten Produkt um die rechtlich untrennbare Kombination eines Kassainstruments (Basisvertrag; z.B. festverzinsliche Anleihe) mit einem eingebetteten Derivat (z.B. Aktienoption). Die Geschäfte, mittels derer der Investor vor dem Hintergrund konkreter Markterwartungen zusätzliche Erträge erzielen kann, zeichnen sich dadurch aus, dass die eingebettete derivative Komponente die Zahlungsströme des Gesamtinstruments u.U. substanziell beeinflusst, sodass im Vergleich zur Ursprungssituation des isoliert betrachteten Basisvertrags ein vollkommen verändertes Rendite-Risiko-Profil gegeben sein kann.
Die ggf. im Rahmen von OTC-Transaktionen auf spezifische Kundenwünsche zugeschnittenen strukturierten Produkte entstehen gewissermaßen durch Kombination zweier oder mehrerer klassischer einfacher Geschäfte zu einem neuen, komplexen Instrument, das sich durch besondere Ausstattungsmerkmale bzgl. Laufzeit, Rückzahlungskurs, Verzinsung, etc. zeichnet. I.R.d. Financial Engineering sind diesbezüglich der Phantasie keine Grenzen gesetzt, eine unendliche Anzahl sowohl verständlicher und transparenter als auch hoch komplizierter und kaum fassbarer Produktvarianten ist denkbar. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente, die im Folgenden untersucht wird.
1. Einführung: Grundlagen und Problemstellung zur Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente werden erläutert.
2. Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente nach IFRS: Detaillierte Analyse der IFRS-Vorgaben, inklusive Standards, Bewertungskategorien und der Abspaltungspflicht für eingebettete Derivate.
3. Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente nach HGB unter Berücksichtigung des IDW ERS HFA 22 und des RegE BilMoG: Darstellung der handelsrechtlichen Bilanzierung unter Einbeziehung des IDW-Standards und des BilMoG.
4. Gegenüberstellung der Grundsätze nach IFRS und HGB: Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Rechnungslegungssystemen.
5. Fallstudie: Bilanzierung einer Aktienanleihe: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ein konkretes Beispiel einer Aktienanleihe in verschiedenen Szenarien.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Würdigung und Ausblick auf künftige Entwicklungen in der Rechnungslegung.
Strukturierte Finanzinstrumente, IFRS, HGB, eingebettete Derivate, Abspaltungspflicht, Fair Value, Bilanzierung, Emittent, Investor, IDW ERS HFA 22, IAS 39, BilMoG, Aktienanleihe, Trennungskonzeption, Rechnungslegung
Die Arbeit behandelt die komplexe bilanzielle Behandlung von strukturierten Finanzinstrumenten sowohl nach IFRS- als auch nach HGB-Standards.
Im Zentrum stehen die Trennungskonzeption (Split Accounting), die Abspaltungspflicht eingebetteter Derivate und die spezifischen Bewertungsansätze für strukturierte Produkte.
Das Ziel ist zu klären, unter welchen Voraussetzungen ein eingebettetes Derivat trotz rechtlicher Verbundenheit vom Basisvertrag bilanziell abzuspalten ist und welche Konsequenzen dies für den Abschluss hat.
Es erfolgt eine detaillierte Analyse der relevanten Rechnungslegungsstandards (IAS 32, IAS 39) sowie der handelsrechtlichen Vorschriften und IDW-Stellungnahmen, unterstützt durch eine angewandte Fallstudie.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der IFRS- und HGB-Bilanzierung, gefolgt von einer kritischen Gegenüberstellung beider Systeme.
Strukturierte Finanzinstrumente, Abspaltungspflicht, Fair Value, HGB, IFRS, Aktienanleihe, Trennungskonzeption.
Während IFRS stark auf den Fair Value und eine risikoorientierte Abspaltung fokussiert, stützt sich die HGB-Bilanzierung auf die GoB und spezifische IDW-Stellungnahmen (HFA 22), wobei das Imparitätsprinzip eine zentrale Rolle spielt.
Aktienanleihen dienen als Praxisbeispiel, um die unterschiedlichen bilanziellen Auswirkungen von Trennung und einheitlicher Bewertung nach IFRS und HGB zu veranschaulichen.
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