Diplomarbeit, 2009
32 Seiten, Note: Sehr gut
Einleitung
1 Was ist Demenz?
1.1 Warnzeichen/Symptome
1.2 Diagnostik
1.3 Demenzformen
1.4 Verlauf der Demenz
1.4.1 Leichte Demenz/frühes Stadium
1.4.2 Mittelschwere Demenz/mittleres Stadium
1.4.3 Schwere Demenz/spätes Stadium
1.5 Therapie und Prognose
2 Verschiedene Eindrücke aus der Praxis
3 Die vermutliche Situation des Erkrankten
3.1 Studie zur Lebenswelt Demenzkranker
3.1.1 Die Situation der Frauen im Pflegeheim
3.1.2 Die Situation der Männer im Pflegeheim
3.1.3 Vertrauen
3.2 Ein Brief einer demenzkranken Frau
4 Biografie
5 Die Verständigung, die Sprache
5.1 Sprachstörungen und ihre Folgen
5.2 Die Kunst des Kommunizierens
5.3 Kommunikationstipps im Umgang mit dem Erkrankten
5.3.1 Die Erinnerung statt die Gegenwart im Blick haben
5.3.2 Der Leistungsmaßstab darf sich nicht an „Gesunden“ messen
5.3.3 Die Vergangenheit als Überbrückung in die Gegenwart verwenden
5.3.4 Anstelle von kritisieren, den Kranken loben
5.3.5 Zuhören und verschlüsselte Botschaften erkennen
5.4 Aggressives Verhalten
5.5 Wutausbrüche
5.6 Furcht und Beschuldigungen
6 Das Best-Friends-Modell
7 Wer sind die Experten?
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexe psychische Lebenssituation von an Demenz erkrankten Menschen zu beleuchten und daraus konkrete Ansätze für eine gelingende Kommunikation in der Pflege abzuleiten, um den Betroffenen mehr Lebensqualität und Geborgenheit zu ermöglichen.
Die vermutliche Situation des Erkrankten
Um den Erkrankten besser zu verstehen, wird im Folgenden darauf eingegangen, wie man sich die Welt des Erkrankten vorstellen könnte. Es hilft möglicherweise, etwas geduldiger und einfühlsamer zu sein und die Pflege darauf abzustimmen. – Alles, was der Demenzkranke tut, hat einen Auslöser und Sinn!
Die Erfahrung, an einer Alzheimer-Krankheit zu leiden, kann man vielleicht mit einer langen Reise in ein fremdes Land vergleichen. Die Leute versuchen, sich mit dem Reisenden zu unterhalten, aber die Sprache ist unverständlich. Das Bestellen im Restaurant erweist sich als schwierig. Wenn ein Reisender die Rechnung in einem Restaurant mit einer ungewohnten Währung bezahlt, befürchtet er vielleicht, zu wenig Wechselgeld zurückzubekommen, betrogen zu werden. Aufgaben, über die man zu Hause nicht nachdenkt, werden in einer fremden Umgebung zu großen Herausforderungen. Die Person mit der Alzheimer-Krankheit befindet sich ständig im fremden Land!
Häufige Gefühle, die entstehen, sind Verluste, Isolation und Einsamkeit, Traurigkeit, Verwirrung, Kummer und Sorgen, Frustration, Angst, Wut, Verlegenheit und vieles mehr (vgl. Bell 2004, S. 19). Trotzdem ist es oft sehr schwierig, verschiedene Verhaltensweisen zu akzeptieren. Eine weitere Schwierigkeit besteht auch noch darin, dass der Erkrankte zu unterschiedlichen Zeitpunkten auch anders reagiert. Es ist also nicht mehr leicht einzuschätzen, wie der Betreffende reagieren wird oder womit man ihm eine Freude machen kann. Warum ist das so?
Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin und die Relevanz einer einfühlsamen Betrachtung der psychischen Situation von Demenzkranken in der Pflege.
1 Was ist Demenz?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Demenz, benennt die Symptome sowie die wichtigsten Diagnoseverfahren und gibt einen Überblick über verschiedene Demenzformen und deren Verlauf.
2 Verschiedene Eindrücke aus der Praxis: Hier werden Beobachtungen aus dem Pflegealltag geschildert, die verdeutlichen, wie schwer verständlich das Verhalten von Demenzkranken ohne tieferes Verständnis für deren Innenwelt sein kann.
3 Die vermutliche Situation des Erkrankten: Das Kapitel analysiert die subjektive Lebenswelt Demenzkranker, inklusive einer Studie zur Situation im Pflegeheim und der Bedeutung von Vertrauen.
4 Biografie: Die Bedeutung der Biografiearbeit wird hervorgehoben, um die individuellen Hintergründe und Bedürfnisse der Patienten besser zu verstehen und Verhaltensweisen in der Krankheit einordnen zu können.
5 Die Verständigung, die Sprache: Dieser Abschnitt befasst sich mit den Sprachstörungen bei Demenz und bietet praktische Kommunikationstipps für den Pflegealltag, um den Zugang zum Patienten zu erleichtern.
6 Das Best-Friends-Modell: Das Best-Friends-Modell wird als Konzept vorgestellt, um durch eine freundschaftliche Beziehung die Lebensqualität und das Sicherheitsempfinden von Demenzkranken zu fördern.
7 Wer sind die Experten?: Das abschließende Kapitel betont, dass die Erkrankten selbst die Experten für ihr Leben sind und Pflegepersonal die Aufgabe hat, deren Selbstachtung und Lebenswürde zu bewahren.
Demenz, Alzheimer, Pflege, Biografiearbeit, Kommunikation, Best-Friends-Modell, Psychische Situation, Lebensqualität, Vertrauen, Angehörigenpflege, Krankheitsverlauf, Geriatrie, Empathie, Pflegequalität, Demenzformen.
Die Fachbereichsarbeit befasst sich mit der psychischen Situation von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, und bietet konkrete Empfehlungen für eine respektvolle Kommunikation und Pflege.
Die zentralen Felder sind das Verständnis der Demenzkrankheit, die Rolle der Biografie in der Pflege, Kommunikationstechniken bei Sprachstörungen sowie Modelle zur Beziehungsgestaltung.
Das primäre Ziel ist es, den Blick auf die Sichtweise des Erkrankten zu lenken, um die Pflegequalität zu verbessern und den Betroffenen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse von Fallstudien und persönlichen Beobachtungen aus der pflegerischen Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in medizinische Grundlagen, die Analyse der Lebenswelt von Demenzkranken, die Bedeutung der Biografie und praktische Tipps für den täglichen Umgang.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Demenz, Pflege, Biografiearbeit, Kommunikation und das Best-Friends-Modell.
Das Modell beschreibt einen Ansatz in der Pflege, bei dem der Demenzkranke nicht nur als Patient, sondern als „guter Freund“ betrachtet wird, um Stress zu reduzieren und positive Emotionen zu fördern.
Laut der Arbeit sollte man gelassen bleiben, keine Konfrontation suchen, versuchen den Auslöser der Angst zu beseitigen und den Erkrankten nach Möglichkeit behutsam abzulenken.
Sie gilt als entscheidender Schlüssel, um die Reaktionen des Kranken in den Kontext seines bisherigen Lebens zu setzen und seine individuellen Bedürfnisse besser zu respektieren.
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