Forschungsarbeit, 2009
74 Seiten
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Diese Arbeit untersucht Diltheys Auffassung von Zeit und seine Kritik an Kants Zeitlehre. Ziel ist es, Diltheys Zeitanalyse darzustellen und zu verstehen, wie sich seine Konzeption von derjenigen Kants unterscheidet. Die Arbeit konzentriert sich auf die "gelebte Zeit" und ihre Abgrenzung von der physikalischen Zeitauffassung.
Die Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Wesen der Zeit und den unterschiedlichen philosophischen Ansätzen vor. Kapitel I analysiert Diltheys Zeitlehre, indem es die Zeitdimensionen (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft) und deren Interrelation untersucht. Der Fokus liegt auf der Zeitlichkeit des Lebens und der Unterscheidung zwischen konkreter und phänomenaler Zeit. Kapitel II skizziert Kants Zeitlehre, beleuchtet deren historische Einbettung und analysiert die zentralen Aspekte in seiner Dissertation und der Kritik der reinen Vernunft. Kapitel III widmet sich Diltheys Kritik an Kant, indem es seine Einwände gegen Kants Auffassung darlegt und die Bedeutung dieser Kritik im Kontext von Diltheys Gesamtwerk betrachtet.
Dilthey, Kant, Zeitlehre, Zeitphilosophie, gelebte Zeit, physikalische Zeit, Zeitdimensionen, Lebenswelt, Kritik der reinen Vernunft, Geisteswissenschaften.
Dilthey widerspricht Kants transzendentaler Zeitanalyse und setzt die Zeit stattdessen mit der inneren Erfahrung und dem Leben in Beziehung. Während Kant die Zeit abstrakt analysiert, betont Dilthey den Erlebnischarakter der Zeit.
Unter "gelebter Zeit" versteht Dilthey die wirkliche, qualitative Zeit, die dem menschlichen Leben und der inneren Erfahrung zukommt, im Gegensatz zur objektiven, messbaren Zeit der Naturwissenschaften.
Dilthey untersucht diese Dimensionen in ihrer Interrelation, um die Zeitlichkeit des Lebens zu begründen. Die Zeitlichkeit bildet für ihn die Grundlage der menschlichen Existenz und des geistigen Lebens.
Dilthey ist der Ansicht, dass Zeit nicht nur eine reine Form der Anschauung ist, sondern tief im Werden des Lebens und der Geschichte verwurzelt ist, weshalb er die rein mathematisch-quantitative Betrachtung ablehnt.
Er will das Reich des geistigen Lebens durch die innere Erfahrung der Zeit begründen und kritisiert eine rein naturwissenschaftliche Analyse, die den qualitativen Lebensaspekt der Zeit vernachlässigt.
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