Diplomarbeit, 2003
72 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Gang der Untersuchung
2 Wesensbestimmung und Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände
2.1 Begriffliche Abgrenzung immaterieller Vermögensgegenstände
2.2 Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände
2.3 Arten immaterieller Vermögensgegenstände
3 Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach HGB, IAS und US-GAAP
3.1 HGB
3.1.1 Grundlagen und Ziele der Rechnungslegung nach HGB
3.1.2 Ansatzvorschriften
3.1.2.1 Differenzierung zwischen abstrakter und konkreter Aktivierungsfähigkeit
3.1.2.2 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit
3.1.2.3 Konkrete Aktivierungsfähigkeit
3.1.3 Bewertungsvorschriften
3.1.3.1 Bewertung beim Zugang
3.1.3.2 Folgebewertung
3.1.4 Ausweisvorschriften
3.1.5 Bilanzierung ausgewählter immaterieller Vermögensgegenstände
3.1.5.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte
3.1.5.2 Geschäfts- oder Firmenwert
3.1.5.3 Rein wirtschaftliche Vorteile
3.2 IAS
3.2.1 Grundlagen und Ziele der Rechnungslegung nach IAS
3.2.2 Ansatzvorschriften
3.2.2.1 Definition immaterieller Vermögensgegenstände nach IAS 38
3.2.2.2 Allgemeine Ansatzkriterien für immaterielle Vermögensgegenstände
3.2.2.3 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände
3.2.3 Bewertungsvorschriften
3.2.3.1 Bewertung beim Zugang
3.2.3.2 Folgebewertung
3.2.4 Ausweisvorschriften
3.2.5 Bilanzierung ausgewählter immaterieller Vermögensgegenstände
3.2.5.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen
3.2.5.2 Geschäfts- oder Firmenwert
3.2.5.3 Rein wirtschaftliche Vorteile
3.3 US-GAAP
3.3.1 Grundlagen und Ziele der Rechnungslegung nach US-GAAP
3.3.2 Ansatzvorschriften
3.3.2.1 Ansatzvorschriften für Vermögensgegenstände nach dem Conceptual Framework
3.3.2.2 Ansatzvorschriften für immaterielle Vermögensgegenstände
3.3.3 Bewertungsvorschriften
3.3.3.1 Bewertung beim Zugang
3.3.3.2 Folgebewertung
3.3.3.2.1 Begrenzte Nutzungsdauer
3.3.3.2.2 Unbestimmbare Nutzungsdauer
3.3.4 Ausweisvorschriften
3.3.5 Bilanzierung ausgewählter immaterieller Vermögensgegenstände
3.3.5.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen
3.3.5.2 Geschäfts- oder Firmenwert
3.3.5.3 Rein wirtschaftliche Vorteile
3.4 Synoptische Darstellung
4 Schlußbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände für Unternehmen und analysiert vergleichend die Bilanzierungsvorschriften nach HGB, IAS und US-GAAP, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
2.1 Begriffliche Abgrenzung immaterieller Vermögensgegenstände
Um in Kapitel 3 auf die Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen eingehen zu können, ist es nötig, eine klare begriffliche Abgrenzung der immateriellen Vermögensgegenstände von anderen Vermögensgegenständen vorzunehmen. Es stellt sich die Frage, wann ein Vermögensgegenstand als immateriell einzuordnen ist. Nach dem Bilanzgliederungsschema des § 266 Abs. 2 HGB läßt sich zwischen materiellen, finanziellen und immateriellen Vermögensgegenständen unterscheiden. Die Abgrenzung zwischen finanziellen und immateriellen Vermögensgegenstände verursacht keine wesentlichen Probleme. Immaterielle Vermögensgegenstände unterscheiden sich von finanziellen Vermögensgegenständen durch das Merkmal der Monetarität. Vermögensgegenstände sind monetär, wenn sie dem Unternehmen nicht im operativen, sondern im finanziellen Bereich dienen.
Die Abgrenzung zwischen materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen gestaltet sich dagegen schwieriger. Immaterielle Vermögensgegenstände unterscheiden sich von materiellen Vermögensgegenständen hauptsächlich durch ihre fehlende körperliche Substanz. Eine genaue Abgrenzung anhand des Kriteriums der Körperlichkeit ist jedoch nicht möglich, da die meisten Vermögensgegenstände sowohl aus körperlicher, als auch aus unkörperlicher Substanz bestehen. Fast jeder materielle Vermögensgegenstand ist auf eine geistige Leistung zurückzuführen und umgekehrt muß jeder immaterielle Vermögensgegenstand auch in irgendeiner Form dokumentiert werden. In der Literatur werden verschiedene Kriterien zur Abgrenzung zwischen materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen herangezogen. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Funktion der körperlichen Komponente. Wenn der körperliche Bestandteil nur als Träger zum Festhalten des geistigen Inhalts dient, dann gilt der Vermögensgegenstand als immateriell.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz immaterieller Vermögensgegenstände im Zuge der wirtschaftlichen Transformation zur Dienstleistungsgesellschaft und die Notwendigkeit internationaler Harmonisierung.
2 Wesensbestimmung und Bedeutung immaterieller Vermögensgegenstände: Definiert die Abgrenzung zu anderen Vermögenswerten und analysiert deren quantitative Bedeutung bei verschiedenen Unternehmenstypen.
3 Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach HGB, IAS und US-GAAP: Detaillierte Untersuchung der Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften in den drei Rechnungslegungssystemen.
4 Schlußbetrachtung: Fasst die Bilanzierungsunterschiede zusammen und gibt einen Ausblick auf die Harmonisierungstendenzen.
Immaterielle Vermögensgegenstände, HGB, IAS, US-GAAP, Bilanzierung, Geschäfts- oder Firmenwert, Ansatzvorschriften, Bewertung, Nutzungsdauer, Impairment Test, Konzessionen, Schutzrechte, Konzernabschluss, Harmonisierung, Anlagevermögen
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von immateriellen Vermögensgegenständen in drei verschiedenen Rechnungslegungssystemen: HGB, IAS und US-GAAP.
Im Fokus stehen die Abgrenzung immaterieller Werte, ihre Bedeutung in der modernen Industriegesellschaft sowie die Unterschiede in der Bilanzierung zwischen den genannten Standards.
Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Bilanzierungsvorschriften für immaterielle Vermögensgegenstände bei deutschen und internationalen Standards sowie bei den US-GAAP vergleichend gegenüberzustellen.
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf der Auswertung von Konzernabschlüssen ausgewählter Unternehmen (DAX und Neuer Markt) sowie auf einer vergleichenden Literatur- und Normenanalyse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der HGB-, IAS- und US-GAAP-Vorschriften, wobei jeweils Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisregeln sowie spezifische Kategorien (z. B. Geschäfts- oder Firmenwert) erläutert werden.
Schlüsselwörter sind unter anderem immaterielle Vermögensgegenstände, Bilanzierung, Konzernabschluss, Geschäfts- oder Firmenwert und internationale Rechnungslegung.
Die Unterschiede resultieren vor allem aus den verschiedenen Zielsetzungen der Rechnungslegung: Während im HGB der Gläubigerschutz und das Vorsichtsprinzip (Aktivierungsverbote) dominieren, stehen bei IAS und US-GAAP die Entscheidungsrelevanz für Investoren und eine faire Darstellung der wirtschaftlichen Lage im Vordergrund.
Er nimmt eine zentrale Rolle ein, da er bei Unternehmenszusammenschlüssen oft den dominierenden Teil des immateriellen Vermögens darstellt und bei seiner Bewertung (planmäßige Abschreibung vs. Impairment Test) signifikante Unterschiede zwischen den Systemen bestehen.
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