Bachelorarbeit, 2022
70 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Trends auf dem Arbeitsmarkt
3 Employer Branding
3.1 Begriffsdefinition
3.2 Selbst- und Fremdbild der Arbeitgebermarke
3.3 Die Rolle der Unternehmenswerte
3.4 Internal Branding
3.5 Brand Behavior
3.6 Zielgruppen
3.6.1 Externe Zielgruppen
3.6.2 Interne Zielgruppen
4 Corporate Influencer
4.1 Grundlagen
4.1.1 Begriffsklärung
4.1.2 Abgrenzung zu anderen Multiplikatoren
4.2 Vorteile durch den Einsatz von für Corporate Influencern
4.3 Suche und Identifikation unternehmensinterner Markenbotschafter
4.4 Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz von Corporate Influencer
4.4.1 Unternehmenskultur
4.4.2 Unternehmensinterne Hilfestellungen
4.4.3 Rechtlicher Rahmenbedingungen
4.5 Strategiefindung
4.6 Formate und Plattformen
4.7 Erfolgsmessung und Monitoring
5 Best Practice Beispiel: Markenbotschafter Programm OTTO
5.1 Strategie und Suche
5.2 Rahmenbedingungen
5.3 Plattformen und Formate
5.4 Kennzahlen und Monitoring
5.5 Ergebnis
6 Chancen und Risiken von Corporate Influencer Programmen
7 Schlußbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit ein zielgerichteter Einsatz von Corporate Influencern den Aufbau einer attraktiven und erfolgsversprechenden Arbeitgebermarke unterstützen kann, um im aktuellen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu bestehen.
Corporate Influencer
Treten Mitarbeiter aktiv als Markenbotschafter in Erscheinung, vertreten sie die Botschaft des Unternehmens nach außen, leben dessen Werte und verkörpern dessen Image. Als so genannte Corporate Influencer sind sie die lebende Visitenkarte des Unternehmens und machen dessen Werte, Ziele und Emotionen erlebbar.142 Ihr Einsatz erfreut sich aktuell großer Beliebtheit. Immer mehr Unternehmen finden es spannend das Potential der eigenen Mitarbeitenden zu nutzen und aus Ihnen Corporate Influencer zu machen.143 Denn sie sind es die die das Unternehmen, die Produkte, Dienstleistungen und Kunden am besten kennen.144
Laut dem „Trendreport 2019“ der dpa-Tochter „news aktuell“ setzt bereits nahezu jeder zweite Befragte aus der Unternehmenskommunikation auf Corporate Influencer (49 Prozent).145 Dabei haben sich auch schon einige deutsche Markenbotschafter einen Namen gemacht. So sind etwa Magdalena Rogl (Microsoft), Stephanie Tönjes (Deutsche Telekom), Sascha Pallenberg (Daimler), Stefan Keuchel (Tesla) und Pawel Dillinger (Deutsche Telekom) auf Twitter zu einem bedeutenden Sprachrohr ihres Unternehmens geworden.146 Ein entscheidendes Kriterium für ihren Einsatz ist ihre Glaubwürdigkeit. Aus dem Edelman Trust Barometer geht hervor, dass Menschen Mitarbeiter bezüglich Aussagen über ihren Arbeitgeber als besonders vertrauenswürdig halten.147 Auch Esch betont, dass die eigenen Mitarbeiter zu den bedeutendsten Botschaftern einer Marke gehören: „Die unvergesslichsten Erlebnisse mit einer Marke werden durch den aktiven Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter geschaffen.“148
1 Einleitung: Die Ausgangssituation des Arbeitsmarktes wird durch Fachkräftemangel und digitalen Wandel als Ausgangspunkt für die Relevanz der Arbeit thematisiert.
2 Trends auf dem Arbeitsmarkt: Es werden der demografische Wandel, der Fachkräftemangel sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt analysiert.
3 Employer Branding: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Employer Brandings, die Rolle der Unternehmenswerte, Internal Branding sowie die psychologischen Komponenten von Brand Behavior und Zielgruppen.
4 Corporate Influencer: Fokus auf die Definition, Vorteile, Suche, Identifikation, Strategie, Plattformen und rechtliche Aspekte von Corporate Influencer-Programmen.
5 Best Practice Beispiel: Markenbotschafter Programm OTTO: Vorstellung des Praxisbeispiels OTTO zur Verdeutlichung der erfolgreichen programmatischen Umsetzung inklusive der spezifischen Profile und Ergebnisse.
6 Chancen und Risiken von Corporate Influencer Programmen: Analyse der Fallstricke und Vorteile bei der Implementierung, insbesondere im Hinblick auf Authentizität und Freiwilligkeit.
7 Schlußbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale für die Arbeitgebermarke und ein Fazit zur strategischen Notwendigkeit von Corporate Influencern.
Corporate Influencer, Employer Branding, Arbeitgebermarke, Personalmarketing, Markenbotschafter, Recruiting, Social Media, Unternehmenskultur, Employee Advocacy, Personal Brand, Fachkräftemangel, Arbeitnehmermarkt, Employer Value Proposition, Digitalisierung, Online-Kommunikation
Die Arbeit beleuchtet das ungenutzte Potential eigener Mitarbeiter, um als "Corporate Influencer" aktiv zum Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke beizutragen.
Die Schwerpunkte liegen auf Employer Branding, dem Wandel der Arbeitswelt durch demografische und digitale Faktoren sowie der strategischen Implementierung von Markenbotschafter-Programmen.
Es wird untersucht, inwieweit ein zielgerichteter Einsatz von Mitarbeitern als Markenbotschafter den Prozess der Personalbeschaffung und die Arbeitgebermarkenbildung unterstützen kann.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und veranschaulicht die theoretischen Konzepte anhand eines Best-Practice-Beispiels des Unternehmens OTTO.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Employer Brandings, definiert die Rolle des Corporate Influencers, erarbeitet Erfolgsfaktoren (wie Unternehmenskultur) und adressiert operative Aspekte wie Strategie, Plattformwahl und rechtliche Rahmenbedingungen.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Corporate Influencer, Employer Branding, Markenbotschafter und Recruiting definieren.
Im Gegensatz zu externen Testimonials wie Prominenten, die für eine Marke werben, sind Corporate Influencer feste Bestandteile der Belegschaft, deren Glaubwürdigkeit aus ihrer realen Tätigkeit und ihrer freiwilligen, authentischen Motivation resultiert.
Ohne eine vertrauensvolle, auf Wertschätzung basierende Kultur wird die notwendige Authentizität der Botschafter gefährdet; die Mitarbeiter müssen sich innerlich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, um dies glaubhaft nach außen tragen zu können.
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