Masterarbeit, 2020
98 Seiten, Note: 1,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwiefern der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Recruiting zu automatisierter Diskriminierung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) führen kann. Ziel ist es, die rechtlichen und ethischen Herausforderungen des Einsatzes von KI im Recruiting zu analysieren und Lösungsansätze zur Vermeidung von Diskriminierung aufzuzeigen.
Die Einleitung stellt die Problematik der Diskriminierung im Recruiting durch KI dar und erläutert die Relevanz des Themas. Kapitel 1 definiert den Begriff der KI im Recruiting und beleuchtet die ethischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-gestützter Personalauswahl stellen. Kapitel 2 analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen des Einsatzes von KI im Recruiting, insbesondere das AGG und die DS-GVO. Darüber hinaus werden die Regulierung von KI-Systemen und die Rechtsprechung zum Einsatz von KI im Recruiting betrachtet. Kapitel 3 beleuchtet die Praxis des Einsatzes von KI im Recruiting, die Funktionsweise von People Analytics-Tools und die damit verbundenen Risiken und Chancen. Kapitel 4 stellt Lösungsansätze zur Vermeidung von Diskriminierung im Recruiting durch KI vor, wie Transparenz und Kontrolle, Algorithmen-Audit und -Zertifizierung sowie die Sensibilisierung von Personalverantwortlichen. Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Künstliche Intelligenz (KI), Recruiting, Diskriminierung, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO), People Analytics-Tools, Algorithmen-Audit, Transparenz, Kontrolle, Ethische Aspekte, Rechtsprechung.
KI hat das Potenzial, menschliche Voreingenommenheit zu reduzieren. Es besteht jedoch das Risiko, dass Algorithmen bestehende Diskriminierungen aus historischen Daten erlernen und somit automatisiert fortführen.
Zentral sind das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zum Schutz vor Diskriminierung sowie die Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) bezüglich der Verarbeitung personenbezogener Daten.
Nach aktueller Rechtslage haftet primär der Arbeitgeber für Diskriminierungen im Recruiting-Prozess, auch wenn diese durch eine Software verursacht wurden. Ein Regress gegenüber dem Software-Entwickler ist rechtlich komplex.
Ein Algorithmen-Audit ist ein Prüfverfahren, bei dem KI-Systeme auf Transparenz, Fairness und die Einhaltung rechtlicher Normen untersucht werden, um Diskriminierungsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Dies sind datengestützte Werkzeuge, die mithilfe von KI Bewerberprofile analysieren, um Vorhersagen über die Eignung und den Erfolg von Kandidaten in einem Unternehmen zu treffen.
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