Examensarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 FÖRDERUNG DES KONZENTRATIONSVERHALTENS
2.1 DARSTELLUNG DES HANDLUNGSBEDARFS
2.2 LEGITIMATION ANHAND DER RICHTLINIEN UND LEHRPLÄNE DES LANDES NRW
3 KINESIOLOGIE
3.1 BEGRIFFSDEFINITIONEN
3.2 BRAIN-GYM®, ODER EDU-KINESTETIK
3.2.1 Bedeutung und Ziele
3.2.2 Methode
3.3 DIE DREI DIMENSIONEN DES LERNENS
3.3.1 Die Lateralität
3.3.2 Die Zentrierung
3.3.3 Die Fokussierung
4 METHODISCHE ENTWICKLUNG EINES KONZEPTS ZUR PRAKTISCHEN DURCHFÜHRUNG DER BRAIN-GYM®-ÜBUNGEN IN DER KLASSE 4A
4.1 DIE SENSIBILISIERUNGSPHASE ZUR BRAIN-GYM®
4.2 DIE HINFÜHRUNGSPHASE ZUR BRAIN-GYM®
4.3 DIE DURCHFÜHRUNGSPHASE ZUR BRAIN-GYM®
4.3.1 Zur Bedeutung der Transparenz der BRAIN-GYM®
4.3.2 Zur Erläuterung und Entstehung der BRAIN-GYM®-Übungen
4.3.3 Zur Bedeutung der Beurteilungen zur BRAIN-GYM®
4.4 DIE VERTIEFUNGSPHASE ZUR BRAIN-GYM®
5 REFLEKTIERTE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN AUSGEWÄHLTEN ÜBUNGEN
5.1 GESAMTAUSWERTUNG ZUR BEURTEILUNG DER BRAIN-GYM®
5.2 AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit von Grundschulkindern durch den Einsatz kinesiologischer Übungen (Edu-Kinestetik) im Unterricht, um Lernblockaden abzubauen und eine angstfreie Lernatmosphäre zu fördern.
3.3.1 Die Lateralität
Der Begriff ‚Lateralität’ beschreibt die Geteiltheit des menschlichen Körpers in eine rechte und eine linke Körperhälfte. Diese Teilung lässt sich auf das menschliche Gehirn übertragen. Dadurch ergeben sich bestimmte Möglichkeiten für das Handeln und besonders für die Kommunikation im auditiven, visuellen, handelnden und sprachlichen Bereich. Die Rechts/Links-Dimension ist grundlegend für die Organisation des menschlichen Organismus (vgl. DENNISON/DENNISON 2002, S. 10).
Einige Kinder nutzen oft nur eine Körperhälfte, dies zeigt beispielsweise die Links- oder Rechtshändigkeit. Beim Lernprozess greifen sie nur auf ihre ‚dominante’ beziehungsweise ‚führende’ Hirnhälfte zurück, da sie Probleme haben das laterale Mittelfeld zu überkreuzen. Sie können in diesem ‚Zustand’ zwar denken, lesen und schreiben, aber durch die fehlende Zusammenarbeit mit der anderen Gehirnhälfte gelingt es nicht, das geistige Potenzial voll auszuschöpfen und die Informationen vollständig umzusetzen. Oft werden diese Kinder als „lernbehindert“ oder „dyslektisch“ betitelt (DENNISON/DENNISON 2002, S. 10).
FÖRDER und KONEBERG (2007, S.42) fassen dies wie folgt zusammen: „Was über Augen und Ohren im Kopf ankommt, wird erst durch die Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte sinnvoll und verständlich“. Untersuchungen haben gezeigt, dass Blockaden zwischen der rechten und der linken Gehirnhälfte die häufigste Ursache für Lernstörungen sind, die sich in Schwierigkeiten bei Lese-, Schreib- und Rechenvorgängen der Kinder erkennen lassen (vgl. FÖRDER/KONEBERG 2007, S. 43).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Belastung von Kindern durch den Wandel der Gesellschaft und skizziert die Edu-Kinestetik als einen möglichen Weg zur Konzentrationsförderung.
2 FÖRDERUNG DES KONZENTRATIONSVERHALTENS: Dieses Kapitel beschreibt die Problemlage in der Klasse 4a hinsichtlich motorischer Unruhe und Konzentrationsschwäche und legitimiert den Einsatz kinesiologischer Maßnahmen durch die Richtlinien des Landes NRW.
3 KINESIOLOGIE: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Angewandten Kinesiologie, der Edu-Kinestetik und des Brain-Gym® sowie die Bedeutung der drei Lern-Dimensionen (Lateralität, Zentrierung, Fokussierung) dargelegt.
4 METHODISCHE ENTWICKLUNG EINES KONZEPTS ZUR PRAKTISCHEN DURCHFÜHRUNG DER BRAIN-GYM®-ÜBUNGEN IN DER KLASSE 4A: Dieser Teil beschreibt die konkrete Umsetzung und Durchführung der Übungen in vier Phasen, von der Sensibilisierung bis zur Vertiefung im Sport- und Klassenunterricht.
5 REFLEKTIERTE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN AUSGEWÄHLTEN ÜBUNGEN: Das abschließende Kapitel wertet die Erfahrungen aus dem Untersuchungszeitraum aus, diskutiert die Wirksamkeit der Übungen anhand von Daten und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Integration des Konzepts.
Kinesiologie, Edu-Kinestetik, Brain-Gym, Konzentrationsförderung, Grundschule, Lernblockaden, Lateralität, Zentrierung, Fokussierung, Bewegungsübungen, Schulpraxis, Lernfähigkeit, Motorik, Selbstregulation, Evaluation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie durch gezielte Entspannungs- und Bewegungsbalancen aus dem Bereich der Edu-Kinestetik die Konzentration und das Lernverhalten von Kindern einer 4. Klasse im Unterricht gefördert werden können.
Die zentralen Themen sind der Abbau von Lernstress und körperlicher Unruhe, die methodische Integration von Brain-Gym®-Übungen in den schulischen Alltag sowie die Bedeutung der Gehirnorganisation für das Lernen.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie durch den Einsatz von Brain-Gym®-Übungen eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bei Kindern erzielt werden kann und ob sich diese Methode für den allgemeinen Grundschulalltag eignet.
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturanalyse zur Kinesiologie und Lerntheorie eine empirische Beobachtung und Auswertung in einer spezifischen Schulklasse, wobei die Kinder ihre Erfahrungen mit den Übungen mittels Kriterienkärtchen selbst bewerteten.
Im Hauptteil werden das theoretische Fundament der drei Lerndimensionen, die methodische Einbettung der Übungen in den Unterrichtsalltag (Sensibilisierung, Hinführung, Durchführung, Vertiefung) sowie die Evaluation der Ergebnisse dargestellt.
Kinesiologie, Edu-Kinestetik, Brain-Gym®, Konzentration, Lernblockaden, Grundschule, Bewegungsbalancen.
Die Kinder zeigten sich laut Auswertung mehrheitlich positiv gegenüber den Übungen, empfanden diese als hilfreich und konnten sich gut daran erinnern, was zu einer Verbesserung des Klassenklimas beitrug.
Die Lateralität ist eine der drei Lerndimensionen und beschreibt die Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte; Blockaden in diesem Bereich sind laut Arbeit häufig für Lese-, Schreib- und Rechenschwierigkeiten verantwortlich.
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