Masterarbeit, 2022
132 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Voraussetzungen für eine effektive Wortschatzüberprüfung
2.1 Wortschatzerwerb und Verfügen über Wortschatz
2.1.1 Die verschiedenen Komponenten eines Wortes kennen
2.1.2 Die Förderung der verschiedenen Wortschatzarten
2.2 Berücksichtigung der Ordnungsprinzipien des mentalen Lexikons
2.2.1 Das mentale Lexikon: Definition und Forschung
2.2.2 Struktur und Organisation des mentalen Lexikons
2.2.3 Das fremdsprachliche mentale Lexikon und der Zugriff auf dieses
2.2.4 Zwischenfazit und Implikationen für den Fremdsprachenunterricht
2.3 Berücksichtigung der Aspekte, die das (Wörter-)Lernen beeinflussen und Implikationen für den Fremdsprachenunterricht
2.4 Kohärente und phasenverknüpfende Vorbereitung auf die Wortschatzüberprüfung
2.4.1 Phase I: Semantisierungsphase
2.4.2 Phase II: Einprägungs- und Übungsphase
2.4.3 Phase III: Transfer- und Festigungsphase
2.4.4 Phase IV: Wortschatzüberprüfung
2.4.5 Zwischenfazit und Bedeutung der vorangegangenen Phasen für die Wortschatzüberprüfung
3 Die Wortschatzüberprüfung
3.1 Funktionen der Wortschatzüberprüfung
3.2 Kriterien für die Konzeption einer Wortschatzüberprüfung
3.3 Alternative Formen der Wortschatzüberprüfung
3.4 Korrektur und Bewertung
4 Empiriegestützte Konzipierung einer Wortschatzüberprüfung
4.1 Das Studienprojekt: Empirische Untersuchung der Semantisierungsphase in der Unterrichtspraxis
4.1.1 Hauptergebnisse der Untersuchung
4.1.2 Beispiel einer ‚typischen‘ Wortschatzüberprüfung
4.1.3 Fazit zum Studienprojekt
4.2 Konzipierung alternativer Wortschatzüberprüfungen
4.2.1 Wortschatzüberprüfung zum Thema mi región
4.2.2 Musterlösung zur Wortschatzüberprüfung mi región
4.2.3 Analyse und Reflexion der alternativen Wortschatzüberprüfung
4.2.4 Wortschatzüberprüfung zum Thema actividades del tiempo libre
4.2.5 Mögliche Lösungen zur Wortschatzüberprüfung actividades del tiempo libre
4.2.6 Analyse und Reflexion der alternativen Wortschatzüberprüfung
4.2.7 Wortschatzüberprüfung zum Thema la ropa
4.2.8 Musterlösung zur Wortschatzüberprüfung la ropa
4.2.9 Analyse und Reflexion der alternativen Wortschatzüberprüfung
5 Gesamtfazit und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Konzepte für eine effektive, kohärente und den Erkenntnissen der Psycholinguistik gerecht werdende Wortschatzüberprüfung im Spanischunterricht zu entwickeln, um das veraltete und oft ineffektive Format klassischer Vokabeltests zu überwinden.
2.2 Berücksichtigung der Ordnungsprinzipien des mentalen Lexikons
Auch wenn Fremdsprachenlernende über einen weitaus geringeren Wortschatz verfügen als Muttersprachler*innen, stellen sich dennoch die Fragen, wie die Vielzahl an Wörtern im Gehirn gespeichert wird und welche Rolle die Organisationsprinzipien des L1-Wortschatzes beim Erwerb des L2-Wortschatzes spielen. Bevor diesen Fragen nachgegangen wird, wird im Folgenden zunächst erläutert, was unter dem Begriff mentales Lexikon zu verstehen ist.
Der gesamte Wortschatz eines Menschen ist im so genannten mentalen Lexikon gespeichert (Neveling, 2017a, S. 250). „Das mentale Lexikon ist derjenige Teil des Langzeitgedächtnisses, in dem der gesamte Wortschatz eines Menschen geordnet gespeichert ist“ (Thaler, 2013, S. 15). Der Begriff mentales Lexikon ist als Metapher zu verstehen (vgl. Aitchison, 1997, S. 301). Anders als in einem Wörterbuch sind die Wörter im mentalen Lexikon nämlich nicht alphabetisch geordnet, sondern netzwerkartig miteinander verbunden (vgl. Neveling, 2004, S. 23; Fäcke, 2011, S. 139). Somit ist die Organisation des mentalen Lexikons deutlich komplexer als die von Wörterbüchern (vgl. Aitchison, 1997, S. 14). Aufgrund der hoch komplizierten Ordnungen müsste „[d]as ‚mentale Lexikon‘ […] im Grunde treffender ‚mentales Wörternetz‘ genannt werden“ (Neveling, 2004, S. 23).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung der Wortschatzarbeit im Spanischunterricht und formuliert das Ziel, effektive Methoden jenseits des klassischen Vokabeltests zu implementieren.
2 Voraussetzungen für eine effektive Wortschatzüberprüfung: Dieses Kapitel definiert theoretische Anforderungen an den Wortschatzerwerb, das mentale Lexikon und die kohärente Verknüpfung der Unterrichtsphasen.
3 Die Wortschatzüberprüfung: Hier werden unterschiedliche Funktionen von Prüfungen, Kriterien für ihre Gestaltung sowie alternative, kontextgebundene Aufgabenformate und Bewertungsaspekte vorgestellt.
4 Empiriegestützte Konzipierung einer Wortschatzüberprüfung: Auf Basis einer empirischen Untersuchung werden konkrete Wortschatzüberprüfungen konzipiert, analysiert und reflektiert.
5 Gesamtfazit und Ausblick: Eine Zusammenfassung der Ergebnisse schließt die Arbeit ab und gibt Anregungen für weiterführende Forschung im Bereich des Fremdsprachenunterrichts.
Wortschatzarbeit, Spanischunterricht, mentales Lexikon, Wortschatzüberprüfung, Semantisierung, Fremdsprachendidaktik, kognitive Vernetzung, Lernerautonomie, Leistungsbewertung, Wortschatzbreite, Wortschatztiefe, Lernstrategien, Mnemotechniken, Kontextualisierung.
Die Arbeit untersucht, wie Wortschatzarbeit im Spanischunterricht kohärent gestaltet werden kann und wie effektive, zeitgemäße Methoden zur Überprüfung des Wortschatzes aussehen sollten.
Die Autorin kritisiert die in der Praxis verbreitete Methode des mechanischen Abfragens isolierter Wörter („Klassische Wortschatzüberprüfung“) als ineffektiv und versucht, Alternativen aufzuzeigen.
Das Ziel ist es, auf Basis psycholinguistischer Erkenntnisse Wortschatzüberprüfungen zu konzipieren, die besser auf die Funktionsweise des mentalen Lexikons und die vorangegangenen Semantisierungsphasen abgestimmt sind.
Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Teil mit einer empirischen Untersuchung, bei der die Semantisierungsverfahren einer Lehrkraft über zehn Wochen beobachtet und dokumentiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Voraussetzungen für effektives (Wörter-)Lernen, die Analyse des mentalen Lexikons und Strategien zur Gestaltung von Wortschatzüberprüfungen, die dann praktisch auf drei Themenfelder angewendet werden.
Zentrale Begriffe sind Wortschatzarbeit, mentales Lexikon, Konzipierung von Alternativformaten, Semantisierung und die Abgrenzung von der simplen Paar-Assoziationsmethode.
Digitale Tools wie H5P oder der Visual Thesaurus werden als hilfreiche Ressourcen zur Förderung von Vernetzung und Wiedererkennungseffekten diskutiert, ohne den Fokus der Arbeit von analogen Formaten zu verschieben.
Individualisierung ermöglicht es den Lernenden, eigenen Wortschatz einzubringen, was die Motivation steigert und dem konstruktivistischen Verständnis von Lernen als individuellem Autonomieprozess entspricht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

