Bachelorarbeit, 2009
65 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 SUCHMASCHINENMARKETING
2.1 EXKURS: ABRECHNUNGSMETHODE BEI ONLINE-MARKETING
2.2 SUCHMASCHINENMARKETING-INSTRUMENTE
2.2.1 Suchmaschinen-Optimierung
2.2.2 Kontextuelle Bannerwerbung
2.2.3 Bezahlte Eintragung
2.2.4 Keyword-Advertising
3 DATENSCHUTZRECHTLICHE PROBLEME BEI SUCHMASCHINENMARKETING
3.1 INDIZIERUNG VON PERSONENBEZOGENEN INFORMATIONEN
3.2 ERHEBUNG UND AUSWERTUNG VON NUTZERDATEN
3.2.1 Cookies
3.2.2 Log-Dateien
3.3 DIE ÜBERMITTLUNG VON DATEN AUS DER EU IN DRITTLÄNDER
4 RELEVANTE DATENSCHUTZREGELUNGEN
4.1 EUROPÄISCHE RICHTLINIEN
4.2 ÖSTERREICHISCHE GESETZESGRUNDLAGEN
4.2.1 Datenschutzgesetz 2000
4.2.2 Telekommunikationsgesetz 2003
4.2.3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
4.3 RECHTLICHE BEURTEILUNG
4.3.1 Indizierung von personenbezogenen Informationen
4.3.2 Cookies
4.3.3 Log-Dateien
4.3.4 Die Übermittlung von Daten aus der EU in Drittländer
5 ALTERNATIVE LÖSUNGSANSÄTZE
5.1 DATENSCHUTZ DURCH SELBSTREGULIERUNG
5.2 SELBSTDATENSCHUTZ
6 FAZIT
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Suchmaschinenmarketing als effizientem Online-Marketing-Instrument und dem Schutz der Privatsphäre von Internetnutzern. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie die Erhebung personenbezogener Daten durch Suchmaschinenbetreiber rechtlich zu bewerten ist und welche Instrumente einen wirksamen Datenschutz in diesem Kontext gewährleisten können.
3.1 Indizierung von personenbezogenen Informationen
Als erstes datenschutzrechtliches Problem kommt der Internetnutzer als Suchobjekt in Betracht. Heute bestehen viele private Webseiten mit oder ohne eigene Domain im Internet, die vielleicht Informationen ausschließlich für den Familien- oder Freundeskreis erhalten und nicht veröffentlicht werden sollen, diese werden häufig ohne Kenntnis der Webseiteninhaber in den Index der Suchmaschinen automatisch aufgenommen. Andererseits kommen die personenbezogenen Informationen der durchschnittlichen Internetnutzer in Betracht. Viele Internetbenutzer sind heute bereits Teilnehmer an einem Online-Netzwerk wie Facebook, Studivz, Myspace, Youtube etc. und haben bereits Kommentare, Fotos etc. in einem Diskussionsforum oder auf irgendeine Webseite geschickt. Ein typisches Beispiel ist die in den Webseiten archivierte E-mail-Diskussion Liste oder Internet-News-Gruppen wie Usenet. Diese geposteten bzw. archivierten E-Mails, Nachrichten oder Inhalte enthalten meistens Name und/oder E-Mail der Autoren.
Diese Problematik wird am Beispiel der Abbildung 9 dargestellten Email-Diskussion-Liste veranschaulicht. Es ist daher durchaus möglich, Informationen über die Interessen, Gedanken und Aktivitäten der Personen aus diesen E-Mail-Listen oder Archiven dieser News-Gruppen durch Suchmaschinen zu erreichen. Auf dieser Art und Weise kann man kostengünstig und ohne erheblichen technischen Aufwand je nach dem Umfang der Netzaktivität der Zielperson recht detaillierte Persönlichkeitsprofile erstellen. Außerdem versuchen Suchmaschinen eine größtmögliche Anzahl von Informationen in ihren Index aufzunehmen, um von den Nutzern immer mehr angesurft zu werden und dadurch mittelbar die notwendigen Geldmittel über Werbung einzunehmen. Google beispielsweise behauptet, mehrere Milliarden Webseiten indexiert zu haben.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung und Geschichte von Suchmaschinen als zentrale Informationswerkzeuge sowie Erläuterung der Relevanz des Themas im wirtschaftlichen Kontext.
2 SUCHMASCHINENMARKETING: Detaillierte Darstellung verschiedener Marketing-Instrumente wie SEO und Keyword-Advertising, ergänzt um die gängigen Abrechnungsmodelle.
3 DATENSCHUTZRECHTLICHE PROBLEME BEI SUCHMASCHINENMARKETING: Analyse der Gefahren durch Indizierung, Nutzung von Cookies und Log-Dateien sowie der problematischen Datenübermittlung in Drittländer.
4 RELEVANTE DATENSCHUTZREGELUNGEN: Rechtliche Einordnung und Beurteilung anhand europäischer Richtlinien sowie österreichischer Gesetze wie DSG, TKG und UWG.
5 ALTERNATIVE LÖSUNGSANSÄTZE: Diskussion von Lösungsansätzen wie Selbstregulierung durch Gütesiegel oder technischer Selbstdatenschutz (z.B. P3P) zur Ergänzung staatlicher Regulierungen.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass eine effektive Lösung nur durch eine Kombination aus staatlichen Regeln, Selbstregulierung und Nutzeraufklärung sowie einer einheitlichen EU-Datenschutzregelung erreicht werden kann.
Suchmaschinenmarketing, Datenschutz, Nutzerprofile, Cookies, Log-Dateien, Selbstregulierung, Selbstdatenschutz, Datenschutzgesetz 2000, Keyword-Advertising, Privatsphäre, Informationsgesellschaft, Personenbezogene Daten
Die Arbeit behandelt die datenschutzrechtlichen Herausforderungen, die durch die Nutzung von Suchmaschinen und deren Marketing-Instrumente für die Privatsphäre der Nutzer entstehen.
Zu den Schwerpunkten gehören das Suchmaschinenmarketing, die rechtliche Analyse des Datenschutzes im Internet sowie alternative Ansätze zur Stärkung der Privatsphäre.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie personenbezogene Daten erhoben werden und inwiefern bestehende Gesetze ausreichen, um Nutzer effektiv zu schützen.
Die Arbeit verwendet eine rechtliche Analyse, die einschlägige europäische Richtlinien und nationale österreichische Gesetze auf die Praxis moderner Suchmaschinen anwendet.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den technischen Methoden der Datenerhebung (Cookies, Log-Dateien) und der rechtlichen Beurteilung dieser Vorgänge anhand des DSG und TKG.
Wichtige Begriffe sind Suchmaschinenmarketing, Datenschutz, Nutzerprofile, Cookies und der Selbstdatenschutz.
Cookies werden als Werkzeug zur Identifizierung und zum Tracking des Nutzerverhaltens beschrieben, was die Erstellung langfristiger Persönlichkeitsprofile ermöglicht.
Da viele Suchmaschinen ihren Sitz in den USA haben, ist die Durchsetzung europäischer Datenschutzstandards schwierig, da die USA aktuell über keinen gleichwertigen Schutzstandard verfügen.
Selbstregulierung wird als ergänzender Ansatz diskutiert, dessen Wirksamkeit jedoch stark vom Bewusstsein der Nutzer und der Bereitschaft der Unternehmen zu Mindeststandards abhängt.
P3P wird als technischer Ansatz zur Transparenz betrachtet, jedoch wegen des hohen Umsetzungsaufwands und der eingeschränkten Nutzung kritisch hinterfragt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

