Magisterarbeit, 2008
112 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Allgemeines zur Wortart Adverb
1.2. Zur Bestimmung der Wortart
1.3. Das Adverb in den Sprachen der Welt
1.4. Zur Entstehung von Adverbien
1.4.1. Adverbien aus Substantiven und Adjektiven
1.4.2. Adverbien aus Verben
1.5. Zur Entstehung von Adpositionen aus Adverbien
2. Die Situation im Urindogermanischen
2.1. Allgemeines zum Kasussystem
2.2. Die adverbialen Funktionen der Kasus im Urindogermanischen
2.2.1. Die adverbialen Funktionen des Akkusativs
2.2.2. Die Funktionen des Ablativs
2.2.3. Die Funktionen des Instrumentals
2.2.4. Die Funktionen des Lokativs
2.3. Weitere Funktionen
2.3.1. Der Akkusativ der Beziehung
2.3.2. Der Genitiv in seiner Funktion als Partitiv
2.3.3. Der Dativ in adverbialer Verwendung
2.4. Adverbien im Urindogermanischen
2.4.1. Adverbien aus erstarrten Kasusformen
2.4.2. Adverbbildung durch Suffigierung
2.4.3. Adverbien aus dem Akkusativ Singular Neutrum des Adjektivs
3. Zum Kasussystem und den Adverbien in ausgewählten idg. Tochtersprachen
3.1. Griechisch
3.1.1. Allgemeines zum Kasussystem
3.1.2. Die adverbialen Funktionen der Kasus im Griechischen
3.1.2.1. Die adverbialen Funktionen des Akkusativs
3.1.2.2. Die adverbialen Funktionen des Genitivs
3.1.2.3. Die adverbialen Funktionen des Dativs
3.1.3. Weitere Funktionen
3.1.3.1. Relevante Funktionen des Akkusativs
3.1.3.2. Der Genitiv in seiner Funktion als Partitiv
3.1.4. Das Adverb im Griechischen
3.1.4.1. Adverbien aus erstarrten Kasusformen
3.1.4.2. Ererbte Adverbien
3.1.4.3. Adverbbildung durch Suffigierung
3.1.4.4. Adverbien aus und in Komposita
3.1.4.5. Adverbien aus dem Akkusativ Singular Neutrum des Adjektivs
3.2. Altindisch
3.2.1. Allgemeines zum Kasussystem
3.2.2. Die adverbialen Funktionen der Kasus
3.2.2.1. Die adverbiale Funktion des Nominativs
3.2.2.2. Die adverbialen Funktionen des Akkusativs
3.2.2.3. Die Funktionen des Ablativs
3.2.2.4. Die Funktionen des Instrumentals
3.2.2.5. Die Funktionen des Lokativs
3.2.3. Weitere Funktionen
3.2.3.1. Der doppelte Akkusativ
3.2.3.2. Der Genitiv in seiner Funktion als Partitiv
3.2.4. Das Adverb im Altindischen
3.2.4.1. Adverbien aus erstarrten Kasusformen
3.2.4.2. Ererbte Adverbien
3.2.4.3. Adverbbildung durch Suffigierung
3.2.4.4. Ableitung von Adverbien mittels Akzentverschiebung
3.2.4.5. Adverbien aus und in Komposita
3.2.4.6. Adverbien aus dem Akkusativ Singular Neutrum des Adjektivs
3.3. Lateinisch
3.3.1. Allgemeines zum Kasussystem
3.3.2. Die adverbialen Funktionen der Kasus im Lateinischen
3.3.2.1. Die adverbialen Funktionen des Akkusativs
3.3.2.2. Die Funktionen des Ablativs
3.3.3. Weitere Funktionen
3.3.3.1. Relevante Funktionen des Akkusativs
3.3.3.2. Der Genitiv in seiner Funktion als Partitiv
3.3.3.3. Eine relevante Funktion des Dativs
3.3.4. Das Adverb im Lateinischen
3.3.4.1. Adverbien aus erstarrten Kasusformen
3.3.4.2. Ererbte Adverbien
3.3.4.3. Adverbbildung durch Suffigierung
3.3.4.4. Adverbien aus und in Komposita
3.3.4.5. Adverbien aus dem Akkusativ Singular Neutrum des Adjektivs
3.4. Hethitisch
3.4.1. Allgemeines zum Kasussystem
3.4.2. Die adverbialen Funktionen der Kasus im Hethitischen
3.4.2.1. Die adverbialen Funktionen des Akkusativs
3.4.2.2. Die Funktionen des Ablativs
3.4.2.3. Die Funktionen des Instrumentals
3.4.2.4. Die adverbialen Funktionen des Dativ-Lokativs
3.4.2.5. Die Funktion des endungslosen Lokativs im Althethitischen
3.4.2.6. Die Funktion des Direktivs
3.4.3. Weitere Funktionen
3.4.4. Das Adverb im Hethitischen
3.4.4.1. Adverbien aus erstarrten Kasusformen
3.4.4.2. Ererbte Adverbien
3.4.4.3. Adverbbildung durch Suffigierung
3.4.4.4. Adverbien in Komposita
3.4.4.5. Adverbien aus dem Akkusativ Singular Neutrum des Adjektivs
3.5. Zusammenfassung und Auswertung
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Kasussystem und der Wortart Adverb im Urindogermanischen sowie in ausgewählten Tochtersprachen (Griechisch, Altindisch, Latein und Hethitisch). Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie sich Adverbien aus Kasusformen durch Erstarrungsprozesse entwickelten und in welcher Beziehung sie zu den entsprechenden grammatikalischen Kasusfunktionen stehen.
1.1. Allgemeines zur Wortart Adverb
Der Begriff Adverb geht auf lat. adverbium „Beiwort, das zum Verb gehörige“ zurück, das seinerseits eine Lehnübersetzung des griechischen Begriffs Epirrhma „das Dazugesagte, das dem Verb Hinzugefügte“ darstellt.
Die Wortart Adverb dient dazu, Verben, Adjektive, Adverbiale oder Sätze semantisch zu modifizieren. Synchron werden Adverbien üblicherweise zusammen mit Präpositionen / Postpositionen und Konjunktionen zu den Partikeln gezählt, da sie wie diese nicht flektiert werden. Nur wenige Adverbien sind komparierbar. Wo dies möglich ist, werden häufig suppletive Formen gebraucht, wie beim deutschen Adverb bald mit dem Komparativ eher und dem Superlativ am ehesten.
Die Wortart selbst kann in sich weiter untergliedert werden. Je nach angelegtem Kriterium ergeben sich dabei Subtypen.
Eine Gliederung nach syntaktischen Kriterien liefert eine erste Unterteilung in freie Adverbien und Pronominaladverbien, die stellvertretend für Adpositionalobjekte oder Adverbiale stehen können.
1. Einleitung: Definiert die Wortart Adverb, diskutiert Klassifizierungsprobleme und skizziert die Entstehung von Adverbien aus anderen Wortarten sowie Adpositionen.
2. Die Situation im Urindogermanischen: Untersucht die adverbialen Funktionen der Kasus (Ablativ, Instrumental, Lokativ) und die frühen Adverbien im rekonstruierten Grundsystem.
3. Zum Kasussystem und den Adverbien in ausgewählten idg. Tochtersprachen: Analysiert detailliert die Entwicklungen in Griechisch, Altindisch, Latein und Hethitisch hinsichtlich Kasusabbau und Adverbbildung.
4. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle des Adverbs bei der Transformation vom synthetischen zum analytischen Sprachtyp.
Indogermanisch, Adverb, Kasussystem, Kasussynkretismus, Erstarrung, Sprachwandel, Adposition, Griechisch, Altindisch, Latein, Hethitisch, Morphologie, Syntax, Derivation, Komposition.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Wortart Adverb in indogermanischen Sprachen, insbesondere den Übergang von Kasusformen zu erstarrten Adverbien.
Neben dem rekonstruierten Urindogermanischen werden Griechisch, Altindisch, Latein und Hethitisch als repräsentative Tochtersprachen analysiert.
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen dem Kasussystem und der Wortart Adverb und analysiert, wie sich adverbiale Funktionen im Laufe der Sprachentwicklung verlagert haben.
Es handelt sich um eine diachrone sprachwissenschaftliche Untersuchung, die auf einem Vergleich der morphologischen und syntaktischen Entwicklung der untersuchten Sprachen basiert.
Der Hauptteil behandelt die Kasusfunktionen (Ablativ, Instrumental, Lokativ, Akkusativ) und die Mechanismen der Adverbbildung wie Suffigierung, Komposition und Erstarrung.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Indogermanistik, Adverbien, Kasussystem, Erstarrung (Isolierung) und Grammatikalisierung.
Der Zusammenfall von Kasus im Griechischen führte dazu, dass adverbiale Funktionen oft nicht mehr durch einfache Kasusformen ausgedrückt werden konnten, was den Ausbau von Adverbien und Adpositionen forcierte.
Das Hethitische zeigt ein simpleres Kategoriensystem als andere indogermanische Sprachen, was Fragen zur Rekonstruktion des Urindogermanischen aufwirft.
Erstarrung bezeichnet einen diachronen Prozess, bei dem eine ehemals flektierte Kasusform ihre syntaktische Flexibilität verliert und zu einem festen Adverb wird.
Das Altindische bewahrt das urindogermanische Kasussystem sehr gut, weshalb der reine Kasus dort noch häufiger adverbiale Funktionen direkt übernimmt als in den anderen untersuchten Sprachen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

