Diplomarbeit, 1998
110 Seiten, Note: 1,3
VORBETRACHTUNG
Forschungsstand
Zum Begriff "Frauen- und Männerbild"
Die Macht der Medien - Wechselwirkung von Leitbild und Realität
Die Untersuchungsthese
A) ALLTAGSREALITÄT
A 1 Westliche Besatzungszonen / BRD
A 1.1 Die Ausgangslage
Soziale Verhältnisse 1945-49
Frau und Familie
"Arbeitseinsatz auf Widerruf"
Die Währungsreform
A 1.2 "Leitbilder und ihre Erhaltung"
Familienpolitik in der Adenauer-Ära 1949-63
Der Streit um die Gleichberechtigung der Frau
Arbeitskräftemangel: Die Frau im "Wirtschaftswunder" (1950-1963)
Schwierigkeiten mit dem Mutterschutz
Zusammenfassung
A 2 Sowjetische Besatzungszone / DDR
A 2.1 Ausgangslage
A 2.2 Die Frauenpolitik der SED (1946-1949)
Rechtliche Grundlagen
Organisierung und Einfluß
Frauenarbeit
A 2.3 Die Frauenpolitik der SED (1949-1956)
Das Mütter- und Kinderschutzgesetz (MKSchG)
Ideologische Beeinflussung
Frau und Familie
Familie und Erziehung
Zusammenfassung
A 3 Die Bedeutung der Arbeit der Frauen - als Lohnarbeiterinnen und Hausfrauen - in der Nachkriegszeit
A 3.1 Alles war möglich - verpaßte Chance?
A 3.2 "Hausarbeit als Überlebensarbeit. Krisenbewältigung auf Kosten der Frauen"
"Die psychische Seite der Überlebensarbeit: 'Behaglichkeit' im Chaos"
"Arbeitsüberlastung: Chance zur Rollenveränderung im 'Privat'bereich?"
Durchsetzung des "weiblichen" Prinzips im öffentlichen Bereich?
Kurzes Resümee
A 4 Zum Politikverständnis der Nachkriegszeit
B ZEITSCHRIFTENANALYSE
Informationen zu den Zeitschriften
B I) Welches Bild der Frau wird zwischen 1946 und 1950 vermittelt?
B I) 1 Die Welt der Frau
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Familie und Ehe
B I) 2 Der Regenbogen
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Ehe und Familie in der Hand der Frau
B I) 3 Die Frau von heute
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Familie und Ehe
B II) Das Bild zwischen 1950 und 1955
B II) 1 Die Welt der Frau
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit und Bildung
Beruf-Ehe-Familie
B II) 2 Der Regenbogen
Die Stellung der Frau in Politik und Gesellschaft
Ehe, Familie und Beruf?
B II) 3 Die Frau von heute
Politik und Gesellschaft
Berufstätigkeit-Familie-Haushalt
Die Diplomarbeit untersucht das Frauenbild in deutschen Frauenzeitschriften der Nachkriegszeit (1946-1955). Dabei geht es primär um die Frage, welche Tätigkeitsfelder, Rollenzuschreibungen und gesellschaftlichen Leitbilder durch diese Medien konstruiert und propagiert wurden, sowohl in der westlichen Besatzungszone/BRD als auch in der sowjetischen Besatzungszone/DDR.
Die Untersuchungsthese
Besonders für die unmittelbare Nachkriegszeit ist das Bild einer sozial engagierten, erwerbstätigen, von der Not stark gemachten Frau, die all ihre Kräfte dem Neuaufbau zur Verfügung stellt, zu erwarten.
Die Probleme und Nöte waren groß und vielschichtig, die Menschen aber durch die jahrelangen körperlichen und seelischen Belastungen erschöpft, apathisch und deprimiert. Die Frauen waren besonders in den ersten Jahren weitgehend auf sich allein gestellt, und mit der Rückkehr der Männer tauchten neuartige Probleme auf.
Die Aufgabe der Zeitschriften mußte es demnach sein, die Frauen aufzurichten, anzuspornen und ihnen Horizonte zu eröffnen. Daher werden sie auch das Bild der politisch interessierten und engagierten Frau entwerfen.
VORBETRACHTUNG: Einleitung in die Thematik, Forschungsstand und Erläuterung der Begriffe sowie der methodischen Herangehensweise.
A) ALLTAGSREALITÄT: Darstellung der sozialen Lebensbedingungen in der westlichen Besatzungszone und der DDR, inklusive Wohnungsnot, Ernährungsproblematik und rechtlicher Rahmenbedingungen.
B ZEITSCHRIFTENANALYSE: Systematische Auswertung der Zeitschriften "Die Welt der Frau", "Der Regenbogen" und "Die Frau von heute" hinsichtlich ihrer Frauenbilder zwischen 1946 und 1955.
Nachkriegszeit, Frauenbild, Frauenzeitschriften, Geschlechterrollen, Alltagswirklichkeit, Frauenarbeit, Familienpolitik, Gleichberechtigung, BRD, DDR, Frauenbewegung, Leitbilder, Trümmerfrauen, Berufstätigkeit, Hausarbeit
Die Arbeit analysiert, wie ausgewählte deutsche Frauenzeitschriften zwischen 1946 und 1955 in verschiedenen Besatzungszonen das Frauenbild prägten und reflektierten.
Zentrale Themen sind die Rolle der Frau im Berufsleben, ihr Beitrag zum wirtschaftlichen Wiederaufbau, die Wahrnehmung von Familie und Ehe sowie die politischen Rahmenbedingungen in der BRD und DDR.
Die Arbeit fragt nach den konstruierten Leitbildern und der tatsächlichen Alltagsrealität der Frauen und wie die Zeitschriften zur Unterstützung oder Infragestellung dieser Rollenbilder beitrugen.
Die Autorin nutzt eine Zeitschriftenanalyse und setzt diese in den Kontext historischer Gegebenheiten, politischer Gesetzgebungen und frauengeschichtlicher Forschung.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst wird die Alltagswirklichkeit der Nachkriegszeit skizziert, dann folgt eine tiefgehende Analyse der Frauenbilder in drei spezifischen Zeitschriften über zwei Zeitperioden hinweg.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frauenbild, Nachkriegszeit, Geschlechterrollen, Frauenarbeit und Familienpolitik charakterisieren.
In der DDR wurde die werktätige Frau als Ideal gefördert, um den Staatsaufbau zu unterstützen, während in der BRD der Fokus stärker auf die traditionelle Rolle der Hausfrau und Mutter zurückkehrte.
Hausarbeit wurde zur "Überlebensarbeit", die ökonomisch entscheidend war, um das Überleben der Bevölkerung trotz Mangels und Zerstörung sicherzustellen, ohne dass ihr gesellschaftlicher Wert jedoch formal anerkannt wurde.
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