Diplomarbeit, 2002
120 Seiten, Note: 2,0
A. Problemstellung und Gang der Untersuchung
B. Begriffserklärungen
I. Matrixorganisation
1. Primärorganisationen
a. Grundmodelle der Matrixorganisation
b. Instanzen und deren Funktionen
α. Matrix-Leitung
β. Matrix-Stellen
χ. Matrix-Schnittstellen
c. Kompetenzaufteilung
α. Gleichberechtigte Matrix-Stellen
β. Ungleichberechtigte Matrix-Stellen
d. Führung, Führungsstil und Instrumente
2. Sekundärorganisationen
a. Charakteristik und Abgrenzung zur Primärorganisation
b. Matrix-Funktionsmanagement
II. Die multinationale Unternehmung
C. Theorie der Matrixorganisation
I. Anwendungsbedingungen
II. Vorteile
III. Nachteile
IV. Auswirkungen der Multinationalität auf das Organisationskonzept
D. Empirische Analyse der DAX 30-Unternehmungen
I. Ablauf der Untersuchung
II. Ergebnisse der Untersuchung
III. Organisationskonzept der BASF AG
1. Unternehmung im Fokus
a. Eckdaten der Geschäftstätigkeit
b. Unternehmungsstrategie der BASF AG
c. Überprüfung der Einsatzbedingungen der Matrixorganisation
2. Organisatorische Entwicklung des Konzerns
3. Matrixorganisation
a. Aufbau der Matrix
α. Vorstand
β. Objektorientierte Dimension
χ. Regionalorientierte Dimension
δ. Matrix-Schnittstellen
b. Ausblick: Zukünftige Gestaltung der Matrixorganisation
4. Kompetenzverteilung, Führungsstil und Instrumente
5. Eigenschaften und Anforderungen an Führungskräfte
IV. Abkehr von der Matrix
1. Empirische Befunde
2. Reorganisationsmaßnahmen am Beispiel der Siemens AG
a. Organisationskonzept der Matrix
b. Gründe und Ausmaß der Reorganisation
E. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Matrixorganisation als ein mehrdimensionales Organisationskonzept für multinationale Unternehmungen. Im Fokus steht die Forschungsfrage, inwieweit die Matrixorganisation im heutigen Wirtschaftsumfeld, konkret bei DAX 30-Unternehmen, eine aktuelle und in der Praxis verbreitete Organisationsform darstellt, wobei insbesondere die Chancen und Grenzen dieses Konzepts kritisch gewürdigt werden.
b. Matrix-Funktionsmanagement
Das Matrix-Funktionsmanagement basiert auf einer eindimensionalen divisionalen Primärstruktur, welche von einer funktionsorientierten Sekundärstruktur überlagert wird.
Innerhalb der Unternehmung unterscheidet man einerseits die primären Funktionen der Leistungserstellungs- und Absatzprozesse mit den Teilfunktionen Produktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Materialwirtschaft. Andererseits gibt es sekundäre, übergreifende Funktionen (Controlling, Logistik und Personalwesen).
Nach dem Matrixmodell repräsentieren die Geschäftsbereiche die vertikale Dimension der Matrix (Linieninstanz) in Form von operativen Matrixeinheiten. Sie werden in die vorab beschriebenen primären und sekundären Teilfunktionen gegliedert. Die horizontale Dimension (Matrixinstanz) wird durch Zentralbereiche dargestellt. Die Anzahl der zentralen Matrixeinheiten ist abhängig von der Anzahl der sekundären Teilfunktionen. Beide Dimensionen besitzen annährend gleichgewichtige Kompetenzen im Fällen und Vorbereiten von Rahmenentscheidungen, Weisungsbefugnissen und disziplinarischen Maßnahmen.
A. Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Relevanz der Matrixorganisation angesichts zunehmender internationaler Wettbewerbsanforderungen.
B. Begriffserklärungen: Definition der organisatorischen Grundlagen der Matrixstruktur, Schlüsselstellen sowie die Abgrenzung zur multinationalen Unternehmung.
C. Theorie der Matrixorganisation: Untersuchung der notwendigen Anwendungsbedingungen sowie eine Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile dieses Organisationsmodells.
D. Empirische Analyse der DAX 30-Unternehmungen: Praxisorientierte Analyse zur Verbreitung des Matrixkonzepts unter den führenden deutschen Konzernen mit spezifischen Fallstudien zu BASF AG und Siemens AG.
E. Fazit: Kritische Würdigung der Matrixorganisation als komplexes Organisationskonzept, das aufgrund seiner hohen Anforderungen an die Kompetenzabgrenzung heute nur noch bedingt als Standardlösung fungiert.
Matrixorganisation, Multinationale Unternehmung, Organisationsstruktur, Primärorganisation, Sekundärorganisation, Matrix-Leitung, Matrix-Stellen, Matrix-Schnittstellen, DAX 30, BASF AG, Siemens AG, Kompetenzverteilung, Organisationsentwicklung, Reorganisation, Globalisierung.
Die Diplomarbeit analysiert die Eignung und praktische Anwendung der Matrixorganisation als Organisationskonzept für multinationale Unternehmen vor dem Hintergrund veränderter Wettbewerbsbedingungen.
Die Arbeit behandelt die theoretische Definition der Matrixstruktur, ihre theoretischen Anwendungsbedingungen, die Vorteile und Nachteile sowie die empirische Verbreitung dieser Organisationsform in deutschen Großunternehmen.
Das primäre Ziel ist es, die Aktualität und praktische Tauglichkeit der Matrixorganisation für multinationale Konzerne zu untersuchen und zu erörtern, ob sie den komplexen Anforderungen der heutigen Wirtschaft gerecht wird.
Die Autorin kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Auswertung der Geschäftsberichte der 30 DAX-Unternehmen sowie spezifischen qualitativen Fallstudien (BASF AG, Siemens AG) und Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Grundlagen, Bedingungen, Chancen/Risiken der Matrix) und einen empirischen Teil, der die organisatorische Praxis bei DAX-Unternehmen beleuchtet.
Zentrale Begriffe sind Matrixorganisation, multinationale Unternehmung, Kompetenzverteilung, Reorganisation und Organisationsentwicklung.
Die BASF AG nutzt die Matrixorganisation in Form einer Objekt-Regionalmatrix, wobei die operative Verantwortung klar zwischen Produkt- und Regionaldimension geteilt ist, unterstützt durch „Rolls of Responsibilities“.
Wie die Fallstudie der Siemens AG und der Hypo-Vereinsbank zeigt, führen oft Probleme wie Kompetenzüberschneidungen, hohe Koordinationskosten, langwierige Abstimmungsprozesse und Schwerfälligkeit in der Entscheidungsfindung zu Reorganisationen hin zu eindimensionalen divisionalen Strukturen.
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