Diplomarbeit, 2008
223 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Grundlagen des Web 2.0
2.1 Herkunft und Bedeutung des Begriffes Web 2.0
2.2 Wesentliche Merkmale des Web 2.0
2.2.1 Grundprinzipien nach O’Reilly
2.2.2 Veränderte Rahmenbedingungen
2.2.3 Neues Nutzerverständnis
2.2.4 Neue Anwendungen durch Social Software
2.3 Implikationen für die Net Economy
2.3.1 Herausbildung neuer Geschäftsmodelle
2.3.2 Erhöhte Investitionsbereitschaft
2.4 Kritische Betrachtung
3 StudiVZ - Social Networking im Web 2.0 als Geschäftsmodell
3.1 Social Networks im Web 2.0
3.1.1 Begriffsklärung und Abgrenzung
3.1.2 Marktüberblick
3.2 Das Unternehmen studiVZ Ltd.
3.2.1 Unternehmensgeschichte
3.2.2 Übernahme durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck
3.2.3 Die Plattformen studiVZ, schülerVZ und meinVZ
3.3 Geschäftsmodell von studiVZ
3.3.1 Value Proposition
3.3.2 Wertschöpfungsarchitektur
3.3.3 Ertragsmodell
3.3.4 Einordnung des Geschäftsmodells in das 4C-Modell
4 Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren von studiVZ
4.1 Branchenspezifische Erfolgsfaktoren
4.1.1 Etablierung des Internets als Massenmedium
4.1.2 Markteintritt und Wettbewerbsumfeld
4.1.3 Kritische Masse und Netzwerkeffekte
4.2 Unternehmensspezifische Erfolgsfaktoren
4.2.1 Management
4.2.2 Investoren und Finanzierung
4.3 Produktspezifische Erfolgsfaktoren
4.3.1 Marketing
4.3.2 Innovationsgrad und Mehrwert
4.3.3 Usability
4.3.4 Stickiness und Partizipation
4.4 Zusammenfassung
5 Situationsanalyse und Perspektiven von studiVZ
5.1 Umweltanalyse
5.1.1 Umfeldanalyse
5.1.1.1 Technisches Umfeld
5.1.1.2 Regulatives Umfeld
5.1.1.3 Soziokulturelles Umfeld
5.1.2 Branchen- und Marktanalyse
5.1.2.1 Werbemarkt
5.1.2.2 Rezipientenmarkt
5.1.3 Wettbewerbsanalyse
5.2 Unternehmensanalyse
5.2.1 Analysefeld Unternehmen
5.2.2 Analysefeld Produkt
5.3 Stärken-Schwächen-Analyse
5.3.1 Analysefeld Unternehmen
5.3.2 Analysefeld Produkt
5.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.4 Chancen-Risiken Analyse
5.5 SWOT-Analyse
5.6 Perspektiven von studiVZ
5.6.1 Zukünftige strategische Handlungsfelder
5.6.1.1 Weiterentwicklung der Plattformen
5.6.1.2 Nutzergewinnung
5.6.1.3 Nutzerbindung
5.6.1.4 Diversifikation der Erlöse
5.6.1.5 Zusammenfassung
5.6.2 Zukunftsszenarien
6 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende Untersuchung des Web 2.0-Geschäftsmodells "Social Networking" am Beispiel des deutschen Netzwerks studiVZ. Die Arbeit analysiert dabei, welche Faktoren den Erfolg auf dem Markt maßgeblich beeinflusst haben, und bewertet unter Berücksichtigung des aktuellen Unternehmensumfelds die zukünftigen Chancen, Risiken und Perspektiven für den Eigentümer Holtzbrinck.
2.2.1 Grundprinzipien nach O’Reilly
Die von O’Reilly beschriebenen Charakteristika haben die Entwicklung des Web 2.0 entscheidend geprägt. Sie fanden sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis hohe Beachtung. In Anlehnung an das Begriffsverständnis von O’Reilly lassen sich dabei die nachfolgenden Grundprinzipien mit dem Web 2.0 in Verbindung bringen:
Globale Vernetzung: Das Internet stellt zunehmend eine Plattform von wiederverwendbaren Diensten und Daten dar, wodurch es Nutzern und Unternehmen durch Verwendung offener Standards ermöglicht wird, bei der Lösung eigener Aufgaben auf die Leistungen anderer zurückzugreifen. Erfolgreiche Unternehmen sind darauf ausgerichtet, Daten auf globaler Ebene zu sammeln, anzubieten und auszutauschen.
Kollektive Intelligenz: Die Entstehung offener Systeme ermöglicht eine kooperative Erstellung von Inhalten. Dadurch ist eine Webkultur entstanden, die sich durch die aktive Partizipation der Nutzer auszeichnet. Anstelle der Inhaltspflege tritt aus Sicht der Plattformbetreiber das Vertrauen in die Nutzergemeinschaft, deren kollektive Intelligenz die benötigte Informationsqualität sicherstellt. Dabei steigt die Qualität des Angebotes mit der Anzahl der Nutzer. Die Nutzung kollektiver Intelligenz führt dazu, dass die Gesellschaft über größeres Wissen verfügt, wenn die Informationen so weit wie möglich verbreitet werden, statt nur für wenige Personen zugänglich zu bleiben.
Datengetriebene Plattformen: Im Mittelpunkt der elektronischen Wertschöpfungsprozesse im Web 2.0 stehen Datenbanken, deren Daten wichtiger als die Anwendungen sind. Hierbei geht es für die Unternehmen um den Aufbau einzigartiger Datenbanken mit geographischen, persönlichen und produktspezifischen Informationen, welche den Nutzern als Kern- oder Nebenleistung zur Verfügung gestellt werden.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext des Web 2.0-Booms und der Übernahme von studiVZ durch Holtzbrinck.
2 Grundlagen des Web 2.0: Erläutert die Herkunft, die technischen und soziokulturellen Merkmale des Web 2.0 sowie dessen Auswirkungen auf die Internetökonomie.
3 StudiVZ - Social Networking im Web 2.0 als Geschäftsmodell: Analysiert das Geschäftsmodell von studiVZ, inklusive Nutzenversprechen, Architektur und Einordnung in das 4C-Modell.
4 Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren von studiVZ: Identifiziert branchen-, unternehmens- und produktspezifische Faktoren, die zum Erfolg von studiVZ führten, wie Netzwerkeffekte und virales Marketing.
5 Situationsanalyse und Perspektiven von studiVZ: Führt eine tiefgehende Situationsanalyse durch, bewertet Wettbewerber wie Facebook und wer-kennt-wen und leitet mittels SWOT-Analyse strategische Perspektiven ab.
6 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Monetarisierung.
Web 2.0, Social Networking, studiVZ, Holtzbrinck, Social Software, Netzwerkeffekte, Virales Marketing, Geschäftsmodell, Online-Werbung, First-Mover-Advantage, Usability, Monetarisierung, Social Media, Internetökonomie, Wettbewerbsanalyse.
Die Diplomarbeit untersucht das Geschäftsmodell des sozialen Netzwerks studiVZ im Kontext des Web 2.0 und bewertet dessen wirtschaftliche Erfolgsaussichten sowie strategische Perspektiven nach der Übernahme durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Web 2.0, die Analyse von Social-Networking-Plattformen, Identifikation von Erfolgsfaktoren in der Net Economy, sowie eine strategische Situationsanalyse des deutschen Wettbewerbsumfelds.
Das Ziel ist die Analyse vergangener und zukünftiger Erfolgskriterien, Chancen und Risiken für das Geschäftsmodell von studiVZ, unter besonderer Berücksichtigung der Eigentümerperspektive Holtzbrinck.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Studienanalyse, kombiniert mit einer praxisnahen Betrachtung (inklusive eines Praktikums des Autors bei studiVZ) sowie einer strategischen Situationsanalyse (SWOT-Analyse).
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren (z. B. kritische Masse, virales Marketing) und eine umfassende Situationsanalyse inklusive Wettbewerbsvergleich mit Facebook und wer-kennt-wen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Web 2.0, Social Networking, Netzwerkeffekte, Virales Marketing, Geschäftsmodell, Monetarisierung und Wettbewerbsstrategie geprägt.
Das "Gruscheln" fungiert als virales und emotionales Bindungselement, das maßgeblich zur hohen Stickiness (Nutzerbindung) und zum Bekanntheitsgrad der Plattform beigetragen hat.
Die Übernahme wird differenziert betrachtet: Strategisch wird sie als Chance zur Marktführerschaft und zum Zugriff auf eine junge Zielgruppe gesehen, finanziell jedoch als riskant eingestuft, da die Monetarisierung sich als schwierig erweist.
Sie waren als Multiplikatoren und freiwillige Helfer entscheidend für den Markteintritt und die schnelle Verbreitung von studiVZ an den Universitäten, indem sie die Plattform lokal bekannt machten.
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