Diplomarbeit, 2009
96 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Fundierungen
2.1 Kapitalstruktur
2.1.1 Kapitalstruktur in der Praxis deutscher Unternehmen
2.1.2 Irrelevanz der Kapitalstruktur nach Modigliani und Miller
2.1.3 Relevanz der Kapitalstruktur
2.1.3.1 Statistische Trade-Off-Theorie
2.1.3.2 Signalhypothese der Kapitalkosten
2.1.3.3 Pecking-Order-Theorie
2.1.3.4 Markt-Timing-Hypothese der Kapitalstruktur
2.2 Risikomanagement als Prozess
2.2.1 Begrifflichkeiten und Rahmenbedingungen
2.2.2 Risikoidentifikation
2.2.3 Risikomessung und -analyse
2.2.4 Risikosteuerung
2.2.5 Risikocontrolling
3 Kapitalkosten als gewichteter Durchschnitt der Kosten der Kapitalkomponenten
3.1 Weighted Average Cost of Capital (WACC)
3.2 Ermittlung der Kapitalkomponenten
3.3 Ermittlung der Kapitalkosten für Kapitalkomponenten
3.3.1 Kapitalkosten für Eigenkapital
3.3.1.1 Risikoprämienhypothese
3.3.1.2 Dividendenbarwertmodell
3.3.1.3 Capital Asset Pricing Model
3.3.2 Kapitalkosten für Fremdkapital
3.3.2.1 Vorbemerkungen
3.3.2.2 Anleihen
3.3.2.3 Bankkredite
3.3.3 Kapitalkosten von hybriden Finanzinstrumenten
3.3.4 Risikoadjustierte Kapitalkosten
4 Vergleichende Analyse ausgewählter Unternehmensbewertungsverfahren in der Praxis in Anlehnung an die Deutsche Telekom AG
4.1 Grundlagen der Unternehmensbewertung
4.2 Prämissen für die Unternehmensbewertungsverfahren in Anlehnung an die Deutsche Telekom AG
4.3 Discounted Cash Flow-Verfahren
4.3.1 Gesamtkapitalbewertungsansatz
4.3.1.1 Adjusted Present Value-Verfahren
4.3.1.2 WACC-Verfahren
4.3.1.2.1 Free-Cash-Flow-Verfahren
4.3.1.2.2 Total-Cash-Flow-Verfahren
4.3.2 Eigenkapitalbewertungsansatz / Flow-to-Equity-Verfahren
4.4 Multiplikatorverfahren
4.5 Gegenüberstellung der Bewertungsergebnisse
4.6 Sensitivitätstest
4.7 Kritische Würdigung
5 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss der Kapitalkosten auf den Unternehmenswert zu untersuchen und zu analysieren, ob Risikomanagement als Wertsteigerungsinstrument im Rahmen der Kapitalkostensteuerung einen integralen Zusammenhang zur Unternehmenssteuerung bildet.
2.1.2 Irrelevanz der Kapitalstruktur nach Modigliani und Miller
Modigliani und Miller haben in Ihren Artikeln über Kapitalkosten, Unternehmensbewertung und Kapitalstruktur unter den von Ihnen getroffenen Annahmen mittels eines Arbitragebeweises, unter dem „Gesetz des einheitliches Preises“ zweier homogener Güter, ermitteln können, dass „the market value of any firm is independent of its capital structure and is given by capitalizing its expected return at the rate ρ appropriate to its risk class“.
Vereinfacht ausgedrückt, die Methode der Finanzierung beeinflusst nicht den Unternehmenswert und ist daher irrelevant. In der Literatur findet man diese Ausführungen unter dem Begriff des Irrelevanztheorems nach Modigliani/Miller. Modigliani und Miller widersprochen somit der Existenz eines kapitalkostenabhängigen optimalen Verschuldungsgrades.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Einfluss der Kapitalkosten auf den Unternehmenswert und prüft, ob Risikomanagement als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung zur Wertsteigerung beitragen kann.
2 Theoretische Fundierungen: Dieses Kapitel erörtert Theorien zur Kapitalstruktur sowie Risikomanagement als Prozess, einschließlich Identifikation, Messung, Steuerung und Controlling von Risiken.
3 Kapitalkosten als gewichteter Durchschnitt der Kosten der Kapitalkomponenten: Hier wird das Konzept des Weighted Average Cost of Capital (WACC) eingeführt und die Ermittlung der Eigen- und Fremdkapitalkosten detailliert erläutert.
4 Vergleichende Analyse ausgewählter Unternehmensbewertungsverfahren in der Praxis in Anlehnung an die Deutsche Telekom AG: Anwendung der zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf die Deutsche Telekom AG, wobei verschiedene DCF-Verfahren und Multiplikatoransätze praktisch verglichen werden.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse, dass Kapitalkosten einen entscheidenden Wertfaktor darstellen und Risikomanagement als Steuerungsinstrument einen höheren Stellenwert einnehmen sollte.
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Die Arbeit analysiert den Einfluss der Kapitalkosten auf die Unternehmensbewertung und untersucht, wie Risikomanagement als Instrument zur Wertsteigerung eingesetzt werden kann.
Die Themen umfassen Kapitalstrukturtheorien, den Prozess des Risikomanagements, Verfahren zur Ermittlung der Kapitalkosten sowie verschiedene Unternehmensbewertungsverfahren wie DCF und Multiplikatoren.
Das Ziel ist es, zu zeigen, wie Kapitalkosten den Unternehmenswert beeinflussen und ob eine bewusste Kapitalkostensteuerung durch Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein sollte.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Finanzierungstheorien (z.B. Modigliani/Miller, Trade-Off-Theorie) und kombiniert diese mit einer praktischen Analyse der Unternehmensbewertungsverfahren am Beispiel der Deutschen Telekom AG.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Kapitalstruktur und Risikomanagement, die mathematische Herleitung der Kapitalkosten (WACC) und die empirische/praktische Anwendung von Bewertungsmodellen.
Die zentralen Schlagworte sind Unternehmenswert, Kapitalkosten, Risikomanagement, Kapitalstruktur und Unternehmensbewertungsverfahren.
Die Deutsche Telekom AG bietet eine gute Datenbasis für eine realitätsnahe Anwendung der Modelle, da ihr Geschäftsmodell nicht durch außergewöhnliche Einmaleffekte verzerrt ist, die die Vergleichbarkeit der Methoden erschweren würden.
Der Autor stellt fest, dass Veränderungen der Kapitalkosten (insbesondere deren Senkung) einen deutlich sensitiveren und stärkeren Effekt auf den Unternehmenswert haben als Veränderungen der Free Cash Flows.
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