Diplomarbeit, 2004
130 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 ZUM THEMA DER ARBEIT
1.2 VORGEHENSWEISE UND AUFBAU DER ARBEIT
2. PROBLEME DER GLÜCKSBESTIMMUNG
3. FORMEN DES GLÜCKS
3.1 DAS ARISTOTELISCHE KONZEPT DER EUDAIMONIA
3.2 EPIKURS THEORIE DES GLÜCKS
3.3 DIE STOA` - TUGEND ALS WEG ZUR GLÜCKSELIGKEIT
3.4 THOMAS VON AQUINS THEORIE DES GLÜCKS
3.5 KANT UND DIE WÜRDIGKEIT ZUM GLÜCK
3.6 DIE THEORIE DES GLÜCKS IM KLASSISCHEN UTILITARISMUS
3.7 FLOW
4. KONKRETISIERUNG DER FRAGESTELLUNG
4.1 INTENTIONEN
4.2 GRUNDLAGEN DER ANALYSE
4.3 SACHDIMENSION
4.4 METHODISCH-DIDAKTISCHE DIMENSION
4.5 FUNKTION FÜR DIE PLANUNG DES UNTERRICHTS
4.6 ANALYSERASTER
5. KLETT VERLAG
5.1 GESTALTUNG DER SCHULBÜCHER „LEBEN LEBEN“
5.2 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „LEBEN LEBEN 7/8“
5.3 LEBEN LEBEN 9/10
5.3.1 Sachdimension im Schulbuch
5.3.2 Methodisch-didaktische Dimension
5.3.3 Funktion in der Planung für den Unterricht
5.4 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „HORIZONTE PRAKTISCHER PHILOSOPHIE“
5.5 KOMMENTAR
6. VERLAG VOLK & WISSEN
6.1 GESTALTUNG DER SCHULBÜCHER „ICH BIN GEFRAGT“
6.2 „ICH BIN GEFRAGT 7/8“
6.2.1 Sachdimension
6.2.2 Methodisch-didaktische Dimension
6.2.3 Funktion für die Planung des Unterrichts
6.3 „ICH BIN GEFRAGT 9/10“
6.3.1 Sachdimension
6.3.2 Methodisch-didaktische Dimension
6.3.3 Funktion für die Planung des Unterrichts
6.4 KOMMENTAR
7. BAYERISCHER SCHULBUCHVERLAG
7.1 VORSTELLUNG DER SCHULBÜCHER „ETHIK“
7.2 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „ETHIK 7“
7.3 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „ETHIK 8“
7.4 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „ETHIK 9“
7.5 „SEHEN – WERTEN – HANDELN“
7.5.1 Gestaltung
7.5.2 Sachdimension
7.5.3 Methodisch-didaktische Dimension
7.5.4 Funktion für die Planung des Unterrichts
7.6 KOMMENTAR
8. MILITZKE VERLAG
8.1 VORSTELLUNG DER SCHULBÜCHER
8.2 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „ETHIK 7/8“
8.3 „ETHIK 9/10“
8.3.1 Sachdimension
8.3.2 Methodisch-didaktische Dimension
8.3.3 Funktion für die Planung des Unterrichts
8.4 „DAS LEBEN HAT VIELE GESICHTER 7/8“
8.4.1 Sachdimension
8.4.2 Methodisch-didaktische Dimension
8.4.3 Funktion für die Planung des Unterrichts
8.5 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „ETHIK/ PHILOSOPHIE 9/10“
8.6 KOMMENTAR
9. CORNELSEN VERLAG
9.1 GESTALTUNG DER SCHULBÜCHER
9.2 DARSTELLUNG DES THEMAS IN „ETHIK 7/8“
9.3 „ETHIK 9/10“
9.3.1 Sachdimension
9.3.2 Methodisch-didaktische Dimension
9.3.3 Funktion für die Planung des Unterrichts
9.4 KOMMENTAR
10. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Schulbücher für den Ethikunterricht in der Sekundarstufe I hinsichtlich ihrer didaktischen und inhaltlichen Konzeption zum Themenbereich "Glück" zu untersuchen und zu bewerten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das Motiv Glück in den zugelassenen Lehrwerken manifest oder latent dargestellt wird und welche methodischen Möglichkeiten zur Erschließung dieses Themenkomplexes geboten werden.
3.1 Das Aristotelische Konzept der Eudaimonia
„Alle Menschen wollen, dass ihr Leben gelingt. ... Alle Menschen wollen letzten Endes um dieses Zieles willen alles andere. ... Die Richtigkeit und Verkehrtheit menschlicher Handlungen lassen sich beurteilen, ob sie geeignet sind, dieses Ziel zu fördern oder nicht.“ Die drei Thesen sind markant und zentral in der antiken griechischen Philosophie, innerhalb derer der Grundstein für die Überlegungen über das Glück des Menschen im Zusammenhang mit dessen Handeln gelegt wird. Die antike Ethik insgesamt ist eudaimonistisch geprägt. Dem Menschen wird die Fähigkeit zugesprochen, Glück zu finden. Im weiteren Sinne versteht man unter Eudaimonismus die Theorie, dass das Ziel allen menschlichen Handelns im Glück liegt. Im engeren Sinne ist darunter das Ziel des moralischen Handelns zu verstehen. Aristoteles, 384 – 322 v. Chr., setzt bei seinen Überlegungen die Natur des Menschen, die vor allem dadurch gekennzeichnet ist, einerseits durch die Vernunft gelenkt zu sein und andererseits die Fähigkeit zur Ausbildung einer politischen Gemeinschaft zu besitzen, in den Mittelpunkt.
Aristoteles unterscheidet zwischen zwei wesentlichen Zielen menschlichen Handelns. Das eine ist das Tätigsein, der Prozess; das andere ist das Werk, also das Ergebnis des Tätigseins. Das Handeln im Sinne von Tätigsein muss um willen eines Zieles ausgeführt werden, während es diesem auch untergeordnet wird. Daraus resultieren wiederum neue Ziele und dementsprechend neue Handlungen, deren endgültiges Ziel das Endziel ist. Resultierend daraus muss geschlussfolgert werden, dass es sich bei der Existenz nur eines wirklichen Endzieles um das vollkommenste - das höchste Gut handelt.
Welches aber ist das vollkommenste Ziel? Es ist jenes, welches ausschließlich für sich selbst gewählt wird und niemals zu einem anderen Zweck. In diesem Sinne wird das vollkommenste Gut als das Glück bezeichnet, das nur um seiner selbst willen und niemals zu einem darüber hinausliegenden Zweck angestrebt wird.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz des Schulbuchs als zentrales Unterrichtsmedium und stellt das Ziel der vorliegenden Arbeit dar, das Thema "Glück" in verschiedenen Schulbüchern ethisch und didaktisch zu analysieren.
2. PROBLEME DER GLÜCKSBESTIMMUNG: Dieses Kapitel thematisiert die Vieldeutigkeit des Glücksbegriffs im Alltag und in der Philosophie, indem zwischen "Glück haben" (Zufallsglück) und "glücklich sein" (Lebensglück) differenziert wird.
3. FORMEN DES GLÜCKS: Hier werden zentrale philosophische Glückstheorien, von der antiken Eudaimonie bis hin zum modernen Flow-Konzept, fachwissenschaftlich fundiert dargestellt und erläutert.
4. KONKRETISIERUNG DER FRAGESTELLUNG: Es wird das methodische Analyseraster entwickelt, das die Untersuchung der Schulbücher in die Kategorien Sachdimension, Methodisch-didaktische Dimension und Funktion für die Unterrichtsplanung unterteilt.
5. KLETT VERLAG: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse der Klett-Schulbuchreihe "Leben leben" und vergleicht sie mit "Horizonte Praktischer Philosophie" hinsichtlich ihrer methodischen Struktur.
6. VERLAG VOLK & WISSEN: Die Reihe "Ich bin gefragt" wird auf ihre inhaltliche und didaktische Eignung hin untersucht, insbesondere unter dem Aspekt der schülerorientierten Themenaufbereitung.
7. BAYERISCHER SCHULBUCHVERLAG: Analyse der Reihe "ethik" und des Werkes "sehen – werten – handeln" im Hinblick auf deren Möglichkeiten zur Erschließung des Themenkomplexes Glück.
8. MILITZKE VERLAG: Untersuchung der Schulbuchreihen "Ethik" und "Ethik/Philosophie" mit besonderem Augenmerk auf die methodische Strukturierung und die Verwendung von Quellentexten.
9. CORNELSEN VERLAG: Evaluation der Reihe "Ethik" unter Berücksichtigung der Herausforderungen bei der Planung von Unterrichtseinheiten zum Thema Glück.
10. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Synthese der Ergebnisse, in der die Stärken und Schwächen der analysierten Schulbücher vergleichend gegenübergestellt werden.
Ethikunterricht, Glück, Schulbuchanalyse, Eudaimonie, Hedonismus, Utilitarismus, Flow-Erfahrung, Didaktik, Sachdimension, Schülerorientierung, Lebensglück, Tugendethik, Moral, Unterrichtsplanung, Philosophie.
Die Arbeit analysiert die inhaltliche und didaktische Konzeption von zugelassenen Schulbüchern für den Ethikunterricht in Sachsen-Anhalt unter dem spezifischen Fokus auf das Thema „Glück“.
Neben der Untersuchung der Schulbücher bilden ethisch-philosophische Grundbegriffe und Theorien zum Thema Glück (wie Eudaimonie, Hedonismus und Utilitarismus) die thematischen Pfeiler.
Das primäre Ziel ist es, ein Kriteriensystem für die Analyse von Schulbüchern zu entwickeln und zu zeigen, welche Exemplare inhaltlich und didaktisch besonders empfehlenswert für den Ethikunterricht sind.
Es wird eine kriterienorientierte, teils qualitative, teils quantitative Schulbuchanalyse nach einem entwickelten Analyseraster (Salzburger Raster) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Fundierung zum Glück und eine detaillierte Analyse der Schulbücher verschiedener Verlage, unterteilt in Sachdimension, Methodik und Planungsrelevanz.
Die zentralen Begriffe sind Schulbuchanalyse, Ethikunterricht, Glückskonzeptionen, Didaktik und fachwissenschaftliche Fundierung.
Das Lehrerhandbuch ist ein entscheidender Faktor für die „Funktion für die Planung des Unterrichts“; ein strukturiertes Begleitmaterial erhöht die Note, da es dem Lehrenden die methodische Umsetzung erleichtert.
Viele Bücher benennen "Glück" nicht explizit. Die Arbeit zeigt, dass die Analyse solcher latenten Bezüge, etwa durch die Interpretation von Lebensentwürfen oder Freundschaftsthemen, dennoch philosophisch fruchtbar gemacht werden kann.
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