Bachelorarbeit, 2022
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definitionen: Demokratie und Staatsbürgerschaft
3 Die Staatsbürgerrolle bei John Rawls
3.1 Der Urzustand und Gerechtigkeit als Fairness
3.2 Pluralismus und übergreifender Konsens
3.3 Der öffentliche Vernunftgebrauch
3.4 Das liberale Legitimitätsprinzip
3.5 Die politische Konzeption der Person
3.6 Zwischenfazit
4 Die Staatsbürgerrolle bei Chantal Mouffe
4.1 Die Logik der Äquivalenz und der Differenz
4.2 A(nta)gonistik, das Politische und der Diskurs
4.3 Die Hegemonietheorie
4.4 Agonistischer Pluralismus
4.5 Radikaldemokratische Staatsbürgerschaft
4.6 Zwischenfazit
5 Rawls und Mouffe im Vergleich
6 Kritische Betrachtung
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das unterschiedliche Verständnis der Staatsbürgerrolle in den politischen Theorien von John Rawls und Chantal Mouffe. Das primäre Ziel ist es, die jeweilige demokratische Rahmung zu analysieren, um zu klären, welche Aufgaben, Rechte und Pflichten sich daraus für Bürgerinnen und Bürger in modernen liberalen Demokratien ableiten lassen.
3.1 Der Urzustand und Gerechtigkeit als Fairness
Die beiden elementaren Konzeptionen von der „Gerechtigkeit als Fairness“ und vom „Urzustand“ geben zunächst Aufschluss darüber, in welchem grundlegenden Verhältnis das staatsbürgerliche Zusammenleben stattfindet und welche Bedingungen nach rawlsschem Verständnis daran geknüpft sind. Die Grundidee von Rawls kontraktualistischer Konzeption ist dabei, dass die freien und gleichberechtigten Mitglieder einer Gesellschaft die Bedingungen eines fairen und gerechten Zusammenlebens in einer fiktiven Vertragssituation selbst bestimmen, was den Konsens über diese normative Basis des Zusammenlebens gleichzeitig legitimiert.
So ist die Idee der Gerechtigkeit als Fairness eine „[…] Neufassung der Lehre vom Gesellschaftsvertrag […]“ (Rawls 1998, S. 90), die somit an die kontraktualistischen Vorstellungen früherer gesellschaftstheoretischer Theorien, wie denen von Hobbes, Locke oder Rousseau anknüpft, sich aber dennoch von diesen unterscheidet. Wie sich Rawls Konzeption von denen früherer Autoren unterscheidet, kann im Umfang dieser Arbeit nicht geklärt werden, vielmehr sollen hier einige Aspekte vorgestellt werden, welche wesentlich für die Entwicklung einer Staatsbürgerrolle sind.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Dilemma staatsbürgerlicher Identität durch Globalisierungsprozesse ein und begründet das Auswahlverfahren für den Vergleich zwischen Rawls und Mouffe.
2 Definitionen: Demokratie und Staatsbürgerschaft: Es erfolgt eine theoretische Einordnung der Begriffe Demokratie und Staatsbürgerschaft im modernen Kontext, um die Grundlage für die anschließenden Analysen zu bilden.
3 Die Staatsbürgerrolle bei John Rawls: Dieses Kapitel erläutert Rawls Konzepte des Urzustands, des übergreifenden Konsenses und des öffentlichen Vernunftgebrauchs als Grundlage für ein liberales Staatsbürgerideal.
4 Die Staatsbürgerrolle bei Chantal Mouffe: Hier werden Mouffes Thesen zur Hegemonie, zum agonistischen Pluralismus und zur radikaldemokratischen Staatsbürgerschaft als Gegenentwurf dargestellt.
5 Rawls und Mouffe im Vergleich: Die beiden theoretischen Positionen werden gegenübergestellt, wobei insbesondere der Unterschied zwischen rationalem Konsens und agonistischem Konflikt hervorgehoben wird.
6 Kritische Betrachtung: Es erfolgt eine kritische Überprüfung der Argumente beider Autoren, wobei der Fokus auf den Schwachstellen ihrer jeweiligen Staatsbürgermodelle liegt.
7 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass beide Autoren die Staatsbürgerrolle essenziell mit der Institutionenlehre verknüpfen, jedoch grundlegend verschiedene Wege der Partizipation und Konfliktaustragung vorschlagen.
Staatsbürgerschaft, John Rawls, Chantal Mouffe, Politischer Liberalismus, Radikale Demokratie, Urzustand, Agonistischer Pluralismus, Öffentliche Vernunft, Gerechtigkeit als Fairness, Identitätsbildung, Hegemonie, Politische Theorie, Demokratie.
Die Arbeit vergleicht die Ansätze der Philosophen John Rawls und Chantal Mouffe zur Staatsbürgerrolle in modernen liberalen Demokratien.
Im Zentrum stehen Konzepte wie politische Gerechtigkeit, die Rolle des Pluralismus, der Umgang mit Konflikten und das Verständnis von politischer Identität.
Ziel ist es, die theoretischen Rahmungen beider Autoren gegenüberzustellen, um aufzuzeigen, wie sie jeweils definieren, was einen „guten“ Staatsbürger ausmacht.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse der politischen Theorie, indem sie Rawls’ und Mouffes Werke deskriptiv darstellt und anschließend kritisch vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Rawls’ Modell (Urzustand, öffentlicher Vernunftgebrauch) und Mouffes Modell (Hegemonie, Agonismus) sowie einen systematischen Vergleich.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Staatsbürgerschaft, Hegemonie, radikale Demokratie, Gerechtigkeit als Fairness und agonistischer Pluralismus definiert.
Während Rawls einen rationalen Konsens anstrebt, um Stabilität zu sichern, fordert Mouffe die Anerkennung dauerhafter Konflikte und radikaler Demokratie.
Beide Autoren messen Institutionen eine zentrale Rolle bei, bewerten jedoch deren Funktion bei der Konfliktschlichtung völlig unterschiedlich.
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