Diplomarbeit, 2000
75 Seiten, Note: 1,5
0 Abkürzungen
1 Einführung
1.1 Historische Entwicklung
1.2 Aktuelle Problematik
1.2.1 Automatisierung
1.2.2 Kognitive Assistenzsysteme
2 Definitionen und Bewertungskriterien
2.1 Definitionen
2.2 Bewertungskriterien
3 Darstellung und Analyse der Unfälle
3.1 Vorgehensweise
3.2 Unfall-Hergänge, Analysen und Schlussfolgerungen
3.2.1 Aeroperu Flight 603 am 02.10.96
3.2.2 Lufthansa Flight 2904 am 14.9.1993
3.2.3 American Airlines Flight 965 am 20.12.95
3.2.4 Aeroflot Flight SU593 am 22.3.1994
3.2.5 Avianca Airlines Flight 052 am 25.01.1990
3.2.6 Birgen Air Charterflug am 6.2.1996
3.2.7 British Midland Airways am 8.1.1989
3.2.8 China Airlines Flight 006 am 19.2.1985
3.2.9 China Airlines Flight 140 am 26.4.1994
3.2.10 Korean Air Flight 801 am 6.8.1997
4 Geforderte Funktionalitäten
4.1 Auswertung der Flugunfallanalysen
4.2 Erläuterungen und Ergänzungen zu den geforderten Funktionalitäten
4.2.1 Gruppe 1: Hilfe bei Fehlersuche und –behebung
4.2.2 Gruppe 2: Hilfe bei Erfüllung der Flugaufgabe
4.2.3 Gruppe 3: Erweiterte Notfallautomatiken
5 Schematisches Assistenzsystem
5.1 CAMA
5.2 Entwicklung des schematischen Assistenzsystems
5.2.1 Komponenten
5.2.2 Gesamtsystem
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht Flugunfälle und schwere Störungen im Flugbetrieb von Verkehrsflugzeugen, um die fehlerverursachenden Fehlerketten zu identifizieren und daraus Anforderungen an ein kognitives Pilotenassistenzsystem abzuleiten, das den Piloten in Notlagen optimal unterstützt.
3.2.1 Aeroperu Flight 603 am 02.10.96
Ort: Lima/Peru – Santiago/Chile Datum: 02.10.1996
Typ: Boeing 757 Airline: Aeroperu
Folge: Absturz Tote/Verletzte(gesamt): 70/0 (70)
Wichtige technische Details:
3-fach redundantes Pitot-Static-System vorhanden.
Unfall-Hergang:
30 Minuten nach dem Start verschwindet das Flugzeug von den Radarschirmen. In einem Times-Bericht heißt es, der Pilot sei sich mehrfach seiner Höhe, seiner Lage und der Bedeutung von Cockpit-Warnungen nicht bewusst gewesen. Erste Meldungen des peruanischen Verkehrsministeriums sprechen von Computerproblemen und mechanischen Problemen.
Vorab veröffentlichte Auszüge aus dem CVR-Transskript zeigen, dass der Pilot ein Ground Proximity Warning erhielt, da der Höhenmesser aber 9000ft anzeigte, trotzdem einen Sinkflug einleitete. Um wie viel tiefer das Flugzeug wirklich flog ist unbekannt. Der Sinkflug jedenfalls endete im Meer.
Ursachen, Fehler:
An einem geborgenen Teil der linken Rumpfes wurde festgestellt, dass die Sonde des Pitot-Static-Systems abgeklebt waren. Eine wichtige Information, die jedoch nicht zur Verfügung steht, wäre, ob alle drei Pitot-Static-Rohre abgeklebt waren, oder nur dies eine. In diesem Fall hätte der Pilot einfach zum RADC wechseln können und hätte wieder korrekte Anzeigen gehabt.
Der Pilot war sich offenbar kurzfristig des Problems mit der Höhenmessung bewußt, denn er forderte den Tower auf, ihm in regelmäßigen Abständen seine Höhe mitzuteilen. Dabei wurde jedoch vergessen, daß die Höhe, die beim Lotsen auf dem Radarschirm auftaucht, aus dem Transponder an Bord des Flugzeuges stammt und damit auch von dem fehlerhaften Pitot-Static-System stammt.
1 Einführung: Historischer Überblick über Flugunfälle, Automatisierungstrends und die Einleitung in das Konzept kognitiver Assistenzsysteme.
2 Definitionen und Bewertungskriterien: Definition zentraler Begriffe wie Unfall und schwere Störung sowie Darstellung der IATA-Klassifizierung zur Fehlerauswertung.
3 Darstellung und Analyse der Unfälle: Detaillierte Untersuchung von zehn ausgewählten Flugunfällen zur Ermittlung von Fehlerketten und ersten Anforderungen.
4 Geforderte Funktionalitäten: Zusammenführung und Verallgemeinerung der aus den Unfällen abgeleiteten Funktionalitäten in drei logische Gruppen.
5 Schematisches Assistenzsystem: Vorstellung der Systemarchitektur anhand des Beispiels CAMA und Zuordnung der Funktionalitäten zu Systemkomponenten.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der erarbeiteten Ergebnisse und Einschätzung zur Wirksamkeit kognitiver Assistenzsysteme in der kommerziellen Luftfahrt.
Flugunfälle, Fehlerketten, Pilotenassistenzsystem, Situationsanalyse, Kognitive Assistenz, Flugsicherheit, IATA-Klassifizierung, Automatisierung, CAMA, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Data-Link, Cockpit, Notfallmanagement, Flugführung, Fehlersuche
Es geht um die Untersuchung von Flugunfällen und schweren Störungen, um daraus Anforderungen für ein intelligentes, kognitives Pilotenassistenzsystem abzuleiten, das Piloten in kritischen Situationen unterstützt.
Die zentralen Themen sind Unfallanalyse, Fehlerketten in der Luftfahrt, Mensch-Maschine-Interaktion im Cockpit sowie die Entwicklung von Systemfunktionalitäten zur Vermeidung von Unfällen durch Automatisierung.
Das primäre Ziel ist die Gewinnung von Funktionalitäten aus vergangenen Flugunfällen, um die Sicherheit in zukünftigen, mit einem solchen Assistenzsystem ausgerüsteten Flugzeugen zu erhöhen.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse von Flugunfallberichten und deren Fehlerketten, die in systematisierte Klassifizierungen (IATA) überführt und schließlich zu funktionalen Modulanforderungen verallgemeinert werden.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse zehn spezifischer Flugunfälle, der Gruppierung der resultierenden Anforderungen sowie dem Entwurf einer schematischen Systemarchitektur.
Die wichtigsten Begriffe sind Fehlerketten, Pilotenassistenz, Kognitive Assistenzsysteme, Situationsbewusstsein, Flugsicherheit und Mensch-Maschine-Schnittstelle.
Das System könnte durch einen automatischen Crosscheck redundanter Instrumente Diskrepanzen erkennen, das defekte Gerät identifizieren und dem Piloten eine Umschaltung auf eine fehlerfreie Quelle (RADC) empfehlen.
Im Gegensatz zum klassischen Autopiloten agiert das kognitive Assistenzsystem wie ein "virtueller Kopilot", der über eine Interpretationskomponente verfügt, die Absichten erkennt und bei Notsituationen aktiv unterstützt, anstatt nur reine Steuerungsaufgaben zu übernehmen.
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