Diplomarbeit, 2002
109 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Abgrenzung des Themas
2 Theoretische Aufarbeitung der Problemstellung
2.1 Kostenmanagement mit der Prozesskostenrechnung
2.1.1 Grundlagen des Kostenmanagements
2.1.2 Kostenermittlung und Kostenverteilung
2.1.2.1 Kostenermittlung mit der Kostenarten- und Kostenstellenrechnung
2.1.2.2 Kostenverteilung in der Leistungskalkulation
2.1.2.3 Systematisierung der Prozesskostenrechnung
2.1.3 Kostenanalyse und Kostengestaltung mit der Prozesskostenrechnung
2.2 Organisation
2.2.1 Aufbauorganisation - Gebildestruktur
2.2.1.1 Aufgabenanalyse
2.2.1.2 Aufgabensynthese
2.2.1.3 Organisationseinheiten
2.2.1.4 Organisationsformen
2.2.2 Ablauforganisation - Prozessstruktur
2.2.2.1 Arbeitsanalyse
2.2.2.2 Arbeitssynthese
2.2.2.3 Prozessorganisation
2.2.2.4 Organisationsformen
2.2.3 Zusammengefasste Darstellung der Organisationsformen der Aufbau- und Ablauforganisation
2.3 Interdependenzen zwischen Kostenmanagement und Organisation
2.3.1 Interdependenzen aus Sicht des Kostenmanagements
2.3.1.1 Einfluss der Kostenermittlung auf die Organisation
2.3.1.2 Zusammenhang zwischen der Kostenverteilung mit der Zuschlagsrechnung und der Organisation
2.3.1.3 Zusammenhang zwischen der Kostenverteilung mit der Prozesskostenrechnung und der Organisation
2.3.1.4 Kostenanalyse und Kostengestaltung mit der Prozesskostenrechnung in der Aufbauorganisation
2.3.2 Interdependenzen aus Sicht der Aufbauorganisation
2.3.2.1 Schnittstellenidentifikation mit dem Prozess-Organisations-Diagramm (PO-Diagramm)
2.3.2.2 Schnittstellenreduzierung mit dem Input-Process-Output-Diagramm (IPO-Diagramm)
2.3.3 Gegenüberstellung von Thesen zu den Interdependenzen aus der Literatur
2.3.4 Konsequenzen der Interdependenzen zwischen der Prozesskostenrechnung und der Aufbauorganisation
2.4 Prozessmanagement als Bindeglied zwischen Kostenrechnung und Organisation
2.4.1 Organisatorische Implementierung des Prozessmanagements
2.4.1.1 Organisationsformen im Prozessmanagement
2.4.1.2 Organisatorische Institutionen im Prozessmanagement
2.4.2 Stellgrößen eines aktiven Prozessmanagements
2.4.2.1 Kundenzufriedenheit
2.4.2.2 Prozesszeit und Termine
2.4.2.3 Prozessqualität
2.4.2.4 Prozesskosten
2.4.3 Prozesssteuerung
2.4.4 Widerstände bei Reorganisationen
2.5 Kriterienkatalog für die Beschreibung und Analyse des Untersuchungsgegenstands sowie die Gestaltungsempfehlung
2.5.1 Kriterien für die Beschreibung und Analyse des Untersuchungsgegenstands
2.5.2 Kriterien für die Gestaltungsempfehlung
3 Beschreibung und Analyse des Untersuchungsgegenstands
3.1 Vorstellung des Unternehmens Siemens Dematic AG
3.1.1 Kostenmanagement bei der SD EA
3.1.2 Organisation der SD EA
3.2 Die Beschaffung bei der SD EA
3.2.1 Kostenmanagement in der Beschaffung
3.2.1.1 Ermittlung und Verteilung der Beschaffungskosten
3.2.1.2 Analyse und Gestaltung der Beschaffungskosten
3.2.2 Organisation der Beschaffung
3.2.2.1 Die Gebildestruktur der Beschaffung
3.2.2.2 Die Prozessstruktur der Beschaffung
3.2.2.3 Zusammengefasste Darstellung der Organisation der Beschaffung
3.3 Analyse der Interdependenzen zwischen dem Kostenmanagement mit der Prozesskostenrechnung und der Aufbauorganisation in der Beschaffung
3.3.1 Interdependenzen aus Sicht des Kostenmanagements in der Beschaffung
3.3.2 Interdependenzen aus Sicht der Aufbauorganisation in der Beschaffung
3.3.2.1 Anwendung des PO-Diagramms auf die Beschaffung
3.3.2.2 Anwendung des IPO-Diagramms auf die Beschaffung
4 Gestaltungsempfehlung - Prozessmanagement in der Beschaffung
4.1 Schlussfolgerungen aus der Analyse des Untersuchungsgegenstands
4.1.1 Anpassungen im Kostenmanagement
4.1.2 Anpassung der Aufbauorganisation
4.2 Stellgrößen im Beschaffungsprozess – Prozessmanagement mit der Balanced Scorecard
4.2.1 Kundenorientierung und Zufriedenheit
4.2.2 Prozesszeit und Termine in der Beschaffung
4.2.3 Prozessqualität in der Beschaffung
4.2.4 Prozesskosten in der Beschaffung
4.2.5 Implementierung zusätzlicher Kennzahlen
5 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Prozesskostenrechnung auf die Aufbauorganisation in Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, die Prozesskostenrechnung als strategisches Instrument des Kostenmanagements darzustellen und die Interdependenzen zwischen Kostenmanagement und Organisation zu analysieren, um für einen ganzheitlichen Steuerungsansatz relevante Stellgrößen eines aktiven Prozessmanagements abzuleiten.
2.3.2.1 Schnittstellenidentifikation mit dem Prozess-Organisations-Diagramm (PO-Diagramm)
Eine Methode zur Analyse von Schnittstellen zwischen dem Aufbau und dem Prozessablauf in Organisationen, ist die Darstellung mittels dem PO-Diagramm. Das Diagramm zeigt alle am Prozess beteiligten Organisationseinheiten und stellt diese als interne und externe Kunden dar. Die Knotenpunkte, also Schnittstellen zwischen dem Prozess und der beteiligten Abteilung, werden durch leere bzw. ausgefüllte Kreise gekennzeichnet. Die leeren Kreise zeigen eine Beteiligung, die gefüllten Knotenpunkte die Verantwortung für den jeweiligen Teilprozess an. Mit dieser Matrix kann festgestellt werden, wie häufig die Verantwortung innerhalb eines gesamten Prozesses wechselt. In dem dargestellten Beispiel findet sich zusätzlich noch ein Teilprozess („Produktkonzept definieren“), für den zwei Abteilungen verantwortlich sind.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Dynamik der Umwelt und den Wettbewerbsdruck, die Unternehmen zu einer effizienteren Gemeinkostenverrechnung mittels Prozesskostenrechnung zwingen.
2 Theoretische Aufarbeitung der Problemstellung: Dieses Kapitel erörtert die Grundlagen des Kostenmanagements, der Aufbau- und Ablauforganisation sowie deren komplexe Interdependenzen und die Rolle des Prozessmanagements als Bindeglied.
3 Beschreibung und Analyse des Untersuchungsgegenstands: Hier wird das Unternehmen Siemens Dematic AG vorgestellt und die bestehende Kostenrechnung sowie die Aufbauorganisation in der Beschaffung detailliert analysiert.
4 Gestaltungsempfehlung - Prozessmanagement in der Beschaffung: Basierend auf den Analysen werden konkrete Anpassungen vorgeschlagen und ein Konzept zur Steuerung der Beschaffung durch eine Balanced Scorecard präsentiert.
5 Schlussbemerkung: Der Ausblick fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine prozessorientierte Ausrichtung der Aufbauorganisation für den Unternehmenserfolg entscheidend ist.
Prozesskostenrechnung, Aufbauorganisation, Kostenmanagement, Prozessmanagement, Beschaffung, Siemens Dematic AG, Balanced Scorecard, Schnittstellenidentifikation, Gemeinkosten, Prozessoptimierung, Unternehmensorganisation, Prozesssteuerung, Stellgrößen, Geschäftsprozesse
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Einführung der Prozesskostenrechnung als Kalkulationsmethode auf die Aufbauorganisation eines Unternehmens hat und wie diese Struktur gegebenenfalls angepasst werden muss.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von Kostenrechnung (Prozesskostenrechnung), Organisationslehre (Aufbau- und Ablauforganisation) und Controlling (Prozessmanagement/Kennzahlen).
Das Ziel ist die Darstellung der Prozesskostenrechnung als strategisches Instrument sowie die Aufzeigung ganzheitlicher Stellgrößen für ein aktives Prozessmanagement zur Überwindung funktionaler Silostrukturen.
Es werden methodische Instrumente wie das Analyse-Synthese-Konzept, das Prozess-Organisations-Diagramm (PO-Diagramm) zur Schnittstellenanalyse und das Input-Process-Output-Diagramm (IPO-Diagramm) zur Prozessoptimierung angewendet.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Zusammenhänge, beschreibt die Unternehmenssituation bei der Siemens Dematic AG und entwickelt daraus Gestaltungsempfehlungen für die Beschaffung.
Kernbegriffe sind Prozesskostenrechnung, Aufbauorganisation, Prozessmanagement, Balanced Scorecard, Gemeinkosten und Prozessoptimierung.
Sie werden als notwendige erste Maßnahme zur Überwindung von Barrieren gesehen, wobei jedoch kritisch auf die entstehenden Interessenskollisionen durch die Matrixstruktur hingewiesen wird.
Die Arbeit zeigt, dass rein monetäre Ziele (wie Stückkostensenkung im Einkauf) oft zu negativen Effekten in anderen Prozessbereichen (wie erhöhten Kapitalkosten im Lager) führen, weshalb zusätzlich Zeit- und Qualitätskennzahlen benötigt werden.
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