Bachelorarbeit, 2009
29 Seiten, Note: 1,5
0. Einleitung
1. Sergej Ejzenštejn
1.1 Biografie – Wer war Sergej Ejzenštejn?
1.2 Cinegrafie – Die künstlerischen Produkte Ejzenštejns
1.3 Sergej Ejzenštejns Montagetechniken
2. Die Walküre
2.1 Der Inhalt des Stückes von Richard Wagner und seine Einordnung in den Opern-Zyklus „Der Ring des Nibelungen“
2.2 Die ideologische Bedeutung des Nibelungenliedes
2.3 Die historisch-kulturelle Bedeutung des Nibelungenliedes
3. Sergej Ejzenštejns Walküre-Inszenierung
3.1 Politische und historische Entwicklungen zu Ejzenštejns Walküre
3.2 Ejzenštejns Interpretation des Nibelungenliedes
3.3 Nach der Walküre – Reaktionen auf Ejzenštejn Bühnenstück
4. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die politische und historische Brisanz der Inszenierung von Richard Wagners Oper „Die Walküre“ durch den sowjetischen Filmregisseur Sergej Ejzenštejn am Moskauer Bol’šoj-Theater im Jahr 1940. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Ejzenštejns künstlerisches Schaffen in den Kontext der zeitgenössischen politischen Spannungen und ideologischen Verstrickungen zwischen der Sowjetunion und Deutschland eingebettet war.
1.3 Sergej Ejzenštejns Montagetechniken
Als Filmschnitt wird das Zusammenfügen einzelner Bestandteile eines Films in Form der Rohmaterialien des Drehs zum Gesamtwerk Film verstanden. Der Schnitt als solcher ist der Wechsel der Bilder und Szenen in einem Film, der Wechsel von einer Einstellung zur nächsten. Die häufigste Schnittmethode ist dabei die Blende, die es in einigen verschiedenen Varianten ermöglicht, verschiedenartige Übergänge zwischen den Einstellungen zu erzeugen.
Für Sergej Ejzenštejn sollte der Schnitt nicht nur den Wechsel einer Einstellung oder einer Szene bedeuten. Neben dem harmonischen Schnitt, der fließend ein Bild in ein anderes überblenden lässt, faszinierte ihn die bewusst unharmonische und abrupte Methode der Montage.
In „Der Streik“ kam die Attraktionsmontage zum ersten Mal zum Einsatz, in der Schocksequenzen in einen völlig anderen Kontext gebracht wurden. Insgesamt verfasste er aber die Theorien über fünf verschiedene Montagemethoden.
In der metrischen Montage werden einzelne Filmsequenzen in einem gleichmäßigen Takt, beispielsweise zwei Sekunden, nacheinander abgespielt. Was in der vorgegebenen Zeit in den jeweiligen Filmsequenzen geschieht, ist unabhängig davon, dass alle Sequenzen nach der gleichen Zeit abbrechen und die nächste anfängt. Die Wirkung dieser Art der Montage soll sein, dass der Zuschauer durch die vielen schnell vergehenden Eindrücke emotional bewegt wird, in welche emotionale Richtung die Montage den Zuschauer auch leiten möchte. Diese Montageform ist die einfachste mit dem geringsten Produktionsaufwand.
Bei der rhythmischen Montage verhält es sich ähnlich wie bei der metrischen Montage. Allerdings ist der Takt kein fester, sondern ändert sich je nach Inhalt der eingeschnittenen Filmsequenz. Der Inhalt sowie die Länge der jeweiligen Szene sollen einen Rhythmus bilden und nacheinander wirken, aber sich auch aufeinander beziehen. Anders als bei der metrischen Montage haben die Filmsequenzen der rhythmischen Montage einen klaren Bezug zueinander.
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein und skizziert die Verbindung zwischen dem Filmregisseur Sergej Ejzenštejn und der Inszenierung von Wagners „Walküre“ im Kontext der sowjetisch-deutschen Beziehungen.
1. Sergej Ejzenštejn: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie, dem künstlerischen Werdegang und den wegweisenden Montagetechniken des bedeutenden sowjetischen Regisseurs.
2. Die Walküre: Hier werden der inhaltliche Aufbau von Wagners Oper sowie die ideologische und historisch-kulturelle Bedeutung des Nibelungenliedes und dessen Rezeption im Nationalsozialismus dargelegt.
3. Sergej Ejzenštejns Walküre-Inszenierung: Der Hauptteil analysiert die Umstände, die Interpretation und die öffentliche sowie politische Resonanz auf Ejzenštejns umstrittene Theaterarbeit.
4. Schlussbemerkung: Die abschließende Betrachtung resümiert das Scheitern dieses kulturellen Unterfangens als Symbol für die historischen Ungereimtheiten und Spannungen der damaligen Zeit.
Sergej Ejzenštejn, Die Walküre, Richard Wagner, Filmtheorie, Montagetechniken, Sowjetunion, Nationalsozialismus, Nibelungenlied, Kulturpolitik, Attraktionsmontage, Bol’šoj-Theater, Propaganda, Ideologie, Hitler-Stalin-Pakt, Theaterinszenierung
Die Arbeit untersucht die Hintergründe und die Bedeutung der Theaterinszenierung von Richard Wagners Oper „Die Walküre“ durch den bekannten sowjetischen Regisseur Sergej Ejzenštejn im Jahr 1940.
Die zentralen Themen umfassen die Biografie Ejzenštejns, seine innovativen Montagetheorien, die Einordnung des Nibelungenliedes in die Zeitgeschichte sowie die politisch-kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Sowjetunion.
Ziel ist es, die politischen Zusammenhänge und die künstlerische Herangehensweise Ejzenštejns bei diesem historisch ungewöhnlichen Projekt zu beleuchten und aufzuzeigen, wie das politische Klima jener Zeit das Projekt beeinflusste.
Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit, die auf einer umfassenden Analyse historischer Dokumente, zeitgenössischer Kritiken und der vorhandenen filmwissenschaftlichen sowie historischen Literatur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Regisseurs, die Analyse der Oper „Die Walküre“ und ihrer ideologischen Aufladung sowie die detaillierte Untersuchung der Inszenierung durch Ejzenštejn unter den Bedingungen des Hitler-Stalin-Paktes.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ejzenštejn, Montagetechniken, Kulturpolitik, Ideologie, Propaganda und die wechselseitige Beeinflussung von Kunst und Politik in der Sowjetunion und Deutschland geprägt.
Die Besetzung war deshalb so brisant, da Ejzenštejn primär als Filmregisseur und nicht als Theaterregisseur tätig war und zudem als Jude eine Persönlichkeit darstellte, die der NS-Rassenideologie fundamental widersprach.
Die Reaktionen waren gespalten; während Ejzenštejns Kreativität teilweise anerkannt wurde, gab es harsche Kritik an der technischen Umsetzung und eine starke politische Instrumentalisierung der Kontroverse in beiden beteiligten Ländern.
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