Diplomarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 1
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Themenfeld der Behavioral Finance und analysiert das Anlegerverhalten unter Berücksichtigung psychologischer Faktoren. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Annahmen der traditionellen Kapitalmarkttheorie zu hinterfragen und die Bedeutung von psychologischen Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten aufzuzeigen. Die Arbeit soll zudem einen Beitrag zur empirischen Forschung im Bereich der Behavioral Finance leisten, indem sie den Dispositionseffekt anhand einer eigenen Studie untersucht.
Die Einleitung führt in die Thematik der Behavioral Finance ein und erläutert die Problematik und Abgrenzung des Themas. Sie definiert die Zielsetzung der Arbeit und skizziert die Vorgehensweise. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Abgrenzung der Behavioral Finance zur traditionellen Kapitalmarkttheorie. Es werden die Grundannahmen der Kapitalmarkttheorie, wie die Markteffizienzhypothese und die Theorie der rationalen Entscheidung, vorgestellt und kritisch beleuchtet. Zudem werden Kapitalmarktanomalien, die die Gültigkeit der traditionellen Theorie in Frage stellen, diskutiert.
Das dritte Kapitel widmet sich dem Kernbereich der Behavioral Finance. Es werden die wichtigsten psychologischen Einflussfaktoren auf das Anlageverhalten vorgestellt, wie die Prospect Theorie, die Loss Aversion, der Framing- Effekt, das Mental Accounting und der Dispositionseffekt. Darüber hinaus werden Entscheidungshemmungsphänomene und die Rolle der Informationsverarbeitung und -wahrnehmung im Anlageprozess beleuchtet.
Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Studie zum Dispositionseffekt. Die Studie untersucht anhand eines Fragebogens, inwieweit Anleger von psychologischen Faktoren, wie dem Sunk-cost Effekt, der Loss Aversion und dem Framing- Effekt, beeinflusst werden. Die Ergebnisse der Studie werden analysiert und interpretiert.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Behavioral Finance, Anlegerverhalten, Kapitalmarkttheorie, Prospect Theorie, Loss Aversion, Framing- Effekt, Mental Accounting, Dispositionseffekt, Entscheidungshemmung, Informationsverarbeitung, Heuristiken, Overconfidence, Überoptimismus, Kapitalmarktanomalien, empirische Studie.
Behavioral Finance ist ein Forschungszweig der Finanzwirtschaft, der psychologische Erkenntnisse nutzt, um das Verhalten von Anlegern und Marktanomalien zu erklären, die mit klassischen Theorien nicht begründbar sind.
Die Markteffizienzhypothese unterstellt, dass alle verfügbaren Informationen bereits in den Kursen eingepreist sind und alle Marktteilnehmer rational handeln (Homo Oeconomicus).
Der Dispositionseffekt beschreibt die Neigung von Anlegern, Gewinneraktien zu früh zu verkaufen und an Verlustbringern zu lange festzuhalten.
Die Prospect Theorie von Kahneman und Tversky erklärt, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko treffen, wobei Verluste psychologisch stärker gewichtet werden als Gewinne (Verlustaversion).
Heuristiken sind mentale Abkürzungen oder Faustregeln, die Anleger nutzen, um komplexe Informationen schneller zu verarbeiten, was jedoch oft zu systematischen Fehlentscheidungen führt.
Overconfidence bezeichnet die Selbstüberschätzung von Anlegern bezüglich ihrer eigenen Fähigkeiten und der Präzision ihrer Informationen.
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