Examensarbeit, 2008
140 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Geschichte und Entwicklung der Kriminalliteratur in England und Spanien
1.1 Die Kriminalliteratur im Englischsprachigen Raum
1.2 Die Spanische Kriminalliteratur
2. Das Genre „Kriminalliteratur“
2.1 Kriminalliteratur vs. Verbrechensliteratur- eine Begriffsabgrenzung
2.2 Detektivroman vs. Kriminalroman
2.3 Fazit der Unterscheidung Detektivroman vs. Kriminalroman
2.4 Der Detektivroman- ein analytischer Roman
2.5 Die Spielregeln des Detektivromans
2.5.1 Der Spielregeln des Aufbaus
2.5.2 Regeln für das Schreiben von Detektivgeschichten – S.S. Van Dine
2.5.3 Spielregeln für die Grundelemente des Genres
2.6 Der Detektiv- Die Hauptfigur des Detektivromans
2.6.1 Einleitung
2.6.2 Der Detektiv- eine Charakterisierungsversuch
2.6.3 Die Weiterentwicklung der Prototypen Dupin und Holmes
2.6.4 Der Begleiter/ Freund des Detektivs
2.6.5 Weitere Personen im Detektivroman
3. Zwei Krimiautoren und ihre Werke- Sir Arthur Conan Doyle und Manuel Vázquez Montalbán
3.1 Arthur Conan Doyle
3.2 Die Sherlock Holmes Serie
3.2.1 Ein kurzer Überblick
3.2.2 Der Aufbau der Holmes Geschichten
3.2.3 Sherlock Holmes- der Meisterdetektiv
3.2.3.1 Einleitung
3.2.4 Watson und seine Funktion für die Geschichten
3.2.5 Weitere Personen der Sherlock Holmes Serie
3.2.5 London und die Baker Street als die zentralen Schauplätze der Serie
3.3 Manuel Vázquez Montalbán
3.4 Die Serie Carvalho
3.4.1 Einleitung
3.4.2 Der Beginn der Serie
3.4.2 Pepe Carvalho- eine Charakterisierung
3.4.3 Weitere Personen: Biscuter und Charo
3.4.4 Barcelona als zentraler Schauplatz der Carvalho Geschichten
3.4.5 Die Funktion Carvalhos
3.5 Vergleich der Detektive
4. Zur Rolle der Literatur im Fremdsprachenunterricht
4.1 Einleitung
4.2 Unterhaltungsliteratur- ein motivierendes Genre
5. Warum gerade mit Krimis im Unterricht arbeiten? – Die didaktische Relevanz des Genres
5.1 Der Krimi- ein vertrautes Genres
5.2 Die detective short story als zusätzlicher Motivationsfaktor
5.3 Der Krimi als „lesefördernde“ Lektüre
5.4 Der Krimi als Vermittler von landeskundlichem Wissen und als Förderer des Fremdverstehens
5.5 Argumente gegen den Einsatz von Krimis im Fremdsprachenunterricht
5.6 Mögliche Lehr- und Lernziele bei der Arbeit mit Krimis
5.7 Kriminalliteratur als Möglichkeit für die Gestaltung eines fächerübergreifenden Projektes
6. Vorschläge für die Arbeit mit Krimis im Unterricht
6.1 Die drei Phasen der Textarbeit – Übersicht
6.1.1 Pre- Reading Phase/activities
6.1.2 While- Reading Phase/ activities
6.1.3 Permanent Tasks
6.1.4 Post- Reading Phase/ activities
6.2 Der Einsatz von Film/Hörbuch oder Comic zur Unterstützung der Lektürearbeit
6.3 Fazit
7. Förderung Interkultureller Kompetenzen im Fremdsprachenunterricht
7.1 Interkulturelle Kommunikation
7.2 Interkulturelle Kompetenz – allgemein
7.3 Förderung Interkultureller Kompetenz in der Schule
8. Unterrichtssequenz „Kriminalliteratur“ : The Red- Headed League und El barco fantasma
8.1 Kurzbeschreibung des Projektes
8.1.1 The Red- Headed League (Sir Arthur Conan Doyle)
8.1.2 El barco fantasma (Manuel Vázquez Montalbán)
8.2 Stundenentwürfe
8.2.1 The Red- Headed League
8.2.1.1 Pre- Reading Phase
8.2.1.2 While- Reading Phase
8.2.1.3 Post- Reading Phase
8.2.2 El barco fantasma
8.2.2.1 Vorbemerkungen zum Einsatz einer Ganzschrift im Spanischunterricht
8.2.2.2 Pre- Reading Phase
8.2.2.3 While- Reading Phase
8.2.2.4 Landeskundlich- kulturelle Aspekte
8.2.2.5 Post- Reading Phase
8.2.3 Vergleich der beiden Werke
8.2.4 Fazit – Überprüfung der Ziele
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das didaktische Potenzial der Kriminalliteratur für den Englisch- und Spanischunterricht zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch den Einsatz von Detektivgeschichten Lesekompetenz, interkulturelles Lernen und die Motivation von Schülern gezielt gefördert werden können.
3.2 Die Sherlock Holmes Serie
Wirft man einen Blick auf die Entstehung der Sherlock Holmes Serie, so stellt man fest, dass die Geschichten sich aus zwei verschiedenen literarischen Modellen zusammensetzen. Die Serie basiert, worauf Doyle selbst in seinen Memoiren hinweist, auf seinen Vorbildern Poe und Gaboriau:
I felt now that I was capable of something fresher and crisper and more workmanlike. Gaboriau had rather attracted me by the neat dove- tailing of his plots, and Poe’s masterful detective, M. Dupin, had from boyhood been one of my heroes. (Doyle in Schulz- Buschhaus 1975:43)23
Schulz- Buschhaus greift die Aussage Doyles auf und stellt heraus, dass die Reihenfolge in der Doyle die beiden Autoren nennt, sich auch in seiner Detektivserie widerspiegelt. Er macht deutlich, dass die Holmes- Serie als eine Imitation Gaboriaus beginnt und dann zunehmend durch die Nachahmung Poes verdrängt und ersetzt wird. (vgl. Schulz- Buschhaus 1975: 43)
Wie schon anfangs erwähnt orientiert sich Doyle in den ersten, längeren Holmes Erzählungen (A Study in Scarlet, The Sign of Four (1890) und The Valley of Fear an dem zweigeteilten „kunstlosen Schema“ Gaboriaus. Dies führt dazu, dass Sherlock Holmes in A Study in Scarlet, wie sein Vorbild Lecocq, lediglich im Teil der Rahmenerzählung auftritt.
1. Geschichte und Entwicklung der Kriminalliteratur in England und Spanien: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Genres von Edgar Allan Poe bis hin zur modernen spanischen novela negra nach.
2. Das Genre „Kriminalliteratur“: Hier werden Definitionen und Abgrenzungen zwischen Detektivroman und Thriller erarbeitet sowie die zentralen Spielregeln des Genres festgelegt.
3. Zwei Krimiautoren und ihre Werke- Sir Arthur Conan Doyle und Manuel Vázquez Montalbán: Dieser Hauptteil analysiert biographische Hintergründe und die literarischen Detektivfiguren Sherlock Holmes und Pepe Carvalho.
4. Zur Rolle der Literatur im Fremdsprachenunterricht: Ein theoretischer Exkurs über die motivierende Wirkung von Unterhaltungsliteratur im schulischen Kontext.
5. Warum gerade mit Krimis im Unterricht arbeiten? – Die didaktische Relevanz des Genres: Das Kapitel erläutert die didaktischen Vorteile von Kriminalliteratur, insbesondere in Bezug auf Lesemotivation und Fremdverstehen.
6. Vorschläge für die Arbeit mit Krimis im Unterricht: Praktische methodische Ansätze zur Strukturierung von Unterrichtssequenzen durch pre-, while- und post-reading activities.
7. Förderung Interkultureller Kompetenzen im Fremdsprachenunterricht: Theoretische Grundlagen zur Vermittlung interkultureller Fähigkeiten durch den Umgang mit Literatur.
8. Unterrichtssequenz „Kriminalliteratur“ : The Red- Headed League und El barco fantasma: Ein konkreter Entwurf für ein fächerübergreifendes Lektüreprojekt in der Oberstufe.
Kriminalliteratur, Detektivroman, Sherlock Holmes, Pepe Carvalho, Fremdsprachenunterricht, Lesemotivation, Interkulturelle Kompetenz, Didaktik, Novela negra, Hard-boiled school, Textanalyse, Unterrichtssequenz, Fremdverstehen, Literaturdidaktik, Genretheorie
Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Kriminalliteratur im Englisch- und Spanischunterricht und entwirft ein fächerübergreifendes Lektüreprojekt.
Die zentralen Themen sind die historische Gattungsentwicklung, die Analyse der Detektivfiguren Doyle und Montalbán sowie methodische Ansätze zur Förderung von Lesekompetenz.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von Kriminalliteratur für die Motivationssteigerung und das interkulturelle Lernen im schulischen Fremdsprachenunterricht aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Theorieanalyse der Gattung Kriminalliteratur und kombiniert diese mit fachdidaktischen Konzepten zur Unterrichtsplanung.
Der Hauptteil widmet sich der Biografie der beiden Autoren, einer detaillierten Charakterisierung ihrer Detektive sowie dem Vergleich der gattungsspezifischen Unterschiede.
Wesentliche Begriffe sind Kriminalliteratur, Detektivroman, interkulturelle Kompetenz, Lesemotivation, Didaktik und die Analyse spezifischer Kurzgeschichten und Romane.
Er dient als Prototyp des klassischen Detektivs und bildet die Grundlage für die erste Phase des Lektüreprojekts sowie für den Vergleich mit späteren Detektivfiguren.
Die Einbeziehung spanischer Autoren ermöglicht eine interkulturelle Perspektive und den Vergleich zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kontexten der Krimi-Produktion.
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