Magisterarbeit, 2008
132 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Zur Definition von Terrorismus
3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Terrorismus
3.1 Analyseebenen
3.2 Variablenkategorien
4. Strukturelle Erklärungsmodelle
4.1 Die Ebene der Wirtschaft
4.1.1 Statische Faktoren
4.1.2 Dynamische Faktoren
4.1.3 Ermöglichungsfaktoren
4.2 Die Ebene der Kultur
4.2.1 Statische Faktoren
4.2.2 Dynamische Faktoren
4.2.3 Ermöglichungfaktoren
4.3 Die Ebene der Politik
4.3.1 Statische Faktoren
4.3.2 Dynamische Faktoren
4.3.3 Ermöglichungfaktoren
4.4 Die gesellschaftliche Ebene
4.5 Die transnationale Ebene
5. Akteurszentrierte Erklärungsmodelle
5.1 Psychologische Ansätze
5.1.1 Die Ebene des Individuums
5.1.2 Die Ebene der Gruppe
5.1.3 Die Ebene der Organisation
5.2 Der rationalistische Ansatz
5.2.1 Die Ebene des Individuums
5.2.2 Die Ebene der Gruppe
5.2.3 Die Ebene der Organisation
6. Synthetische Erklärungsmodelle
7. Die Rezeption des 11. September 2001 in der sozialwissenschaftlichen Literatur
7.1 Die gesellschaftliche Strukturebene
7.2 Die transnationale Strukturebene
7.3 Die Akteurseebene
8. Schlussfolgerungen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die bestehende sozialwissenschaftliche Literatur zur Entstehung von Terrorismus systematisch zu ordnen und in einen übergreifenden theoretischen Rahmen zu integrieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche strukturellen und akteurszentrierten Erklärungsmodelle existieren und wie diese zur Analyse der terroristischen Anschläge vom 11. September 2001 herangezogen werden können.
3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Terrorismus
Obwohl inzwischen eine Fülle wissenschaftlicher Arbeiten zu den Ursachen von Terrorismus existiert, hat es bis dato erstaunlich wenige Versuche gegeben, die vohandenen Ansätze schematisch zu ordnen und in einen übergreifenden Theorierahmen zu integrieren: „A number of scholars have stressed the need for a multi-level approach at the etiology of terrorism..., but few have attempted to conceptualize such an approach in more or less formal models“ (Moghadam 2006:83-84).
Einige der (wenigen, aber äußerst hilfreichen) Literaturübersichten zu diesem Thema suchten einen Lösungsansatz darin, die bestehenden Ansätze zu Meta-Theorien zusammenzufassen, womit sich das analytische Dickicht der terroristischen Ursachenforschung allerdings noch verdichtete, da aus den dort verwendeten Theoriebezeichnungen keine Hierarchie von Analyseebenen ersichtlich wird. So stehen Ansätze wie die „World System Theory“ und die „Blowback Theory“ (Bergesen und Lizardo 2004) bislang unkommentiert neben einer „Marxist Theory“, der „Theory of the Unbalance of the Social System“ (Ferracuti 1982), der „Psychopathological Theory“, der „Rational Choice Theory“ und soziologischen Theorien wie der „Social Learning Theory“ oder der „Opression Theory“ (Victoroff 2005).
In dieser Arbeit soll eine Schematisierung der existierenden Erklärungsansätze daher nicht entlang der von den einschlägigen Autoren zugeordneten Bezeichnungen unternommen werden, sondern anhand der Unterscheidung von Analyseebenen und Variablenkategorien, die den genannten Theorien zugrundeliegen. Wie zu zeigen sein wird, ergibt sich aus dieser Vorgehensweise ein recht überschaubarer analytischer Bezugsrahmen zur Systematisierung der Ursachen von Terrorismus.
1. Einleitung: Beschreibt die historische Entwicklung der Terrorismusforschung und konstatiert ein Defizit an systematischer Theoriebildung.
2. Zur Definition von Terrorismus: Erarbeitet auf Basis existierender Literatur eine angemessene Arbeitsdefinition des Terrorismusbegriffs.
3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Terrorismus: Führt Analyseebenen und Variablenkategorien als neuen Bezugsrahmen für die Terrorismusforschung ein.
4. Strukturelle Erklärungsmodelle: Untersucht wirtschaftliche, kulturelle und politische Rahmenbedingungen, die Terrorismus begünstigen können.
5. Akteurszentrierte Erklärungsmodelle: Analysiert psychologische und rationalistische Beweggründe von Akteuren, die terroristische Handlungen wählen.
6. Synthetische Erklärungsmodelle: Gibt einen Überblick über bisherige Versuche, verschiedene theoretische Stränge der Terrorismusforschung zu synthetisieren.
7. Die Rezeption des 11. September 2001 in der sozialwissenschaftlichen Literatur: Wendet den entwickelten theoretischen Analyserahmen auf die Ereignisse des 11. September 2001 an.
8. Schlussfolgerungen: Fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und ordnet die Arbeit dem konstruktivistischen Paradigma zu.
Terrorismusforschung, Terrorismusdefinition, Strukturelle Erklärungsmodelle, Akteurszentrierte Ansätze, Analyseebenen, Variablenkategorien, 11. September 2001, Modernisierung, Relative Deprivation, Politische Legitimität, Rational Choice, Psychologische Faktoren, Transnationaler Terrorismus, Sozialwissenschaftliche Literatur, Theoriebildung.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Ordnung und Integration existierender sozialwissenschaftlicher Ansätze zur Erklärung der Ursachen von Terrorismus, um ein besseres Verständnis des Phänomens zu ermöglichen.
Die zentralen Themen sind die Definition von Terrorismus, die Unterscheidung zwischen strukturellen Rahmenbedingungen und akteursbezogenen Entscheidungsmodellen sowie die Anwendung dieser Theorien auf den 11. September 2001.
Ziel ist es, ein konsistentes, analytisches Raster zu entwickeln, das die oft fragmentierte und wenig hierarchische Literatur zum Terrorismus in eine verständliche Kausalkette integriert.
Es wird eine Literaturanalyse (Literature Review) durchgeführt, wobei bestehende Definitionen und Theorieansätze schematisch geordnet und kritisch diskutiert werden, um einen neuen, synthetischen Bezugsrahmen zu schaffen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung struktureller Faktoren (Wirtschaft, Kultur, Politik) und akteurszentrierter Faktoren (Psychologie, rationale Entscheidung) sowie deren Synthese.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Terrorismusforschung, strukturelle Erklärungsmodelle, akteurszentrierte Modelle, Kausalität, Legitimität und eine kritische Auseinandersetzung mit der Literatur zum 11. September 2001.
Strukturelle Ursachen beziehen sich auf Rahmenbedingungen (Wirtschaft, Kultur, politische Systeme), die den Nährboden bilden, während akteurszentrierte Ursachen untersuchen, warum sich spezifische Individuen oder Gruppen rational oder psychologisch motiviert für terroristische Taten entscheiden.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der entwickelte Analyserahmen hilfreich zur Einordnung der Literatur zum 11. September 2001 ist, warnt jedoch vor pauschalen "Rooted-in-Poverty"-Erklärungen, da die Ursachen weit komplexer sind und strukturelle Asymmetrien sowie politische Legitimitätskrisen eine zentrale Rolle spielen.
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