Diplomarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Motivation und Überblick
1.2 Begriffsverständnis
2 Entwicklung und Inhalte der Feministischen Sprachwissenschaft
2.1 Die Neue Frauenbewegung
2.2 Feministische Wissenschaft
2.3 Feministische Sprachwissenschaft
2.3.1 Defizitkonzeption
2.3.2 Differenzkonzeption
2.3.3 Konstruktivistische Konzepte
2.4 Das Sprachsystem
2.4.1 Genus und Sexus
2.4.2 Personenbezeichnungen
2.4.3 Generisches Maskulinum
2.4.4 Richtlinien für eine geschlechtergerechte Sprache
2.4.5 Sprichwörter und Redensarten
3 Entstehung der Sprache
3.1 Evolution der Sprache
3.2 Spracherwerb
3.2.1 Nativismus
3.2.2 Kognitivismus
3.2.3 Behaviorismus
3.2.4 Interaktionismus
3.3 Geschlechtsspezifische Unterschiede
4 Zusammenhänge zwischen Sprache und Denken
4.1 Denken ohne Sprache
4.2 Wirkung der Sprache auf das Denken
4.3 Studien über die Wirkung verschiedener Sprachformen
5 Zusammenhänge zwischen Sprache und Handeln
6 Kultur und Gesellschaft
7 Macht der Sprache
8 Sprachwandel
9 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern geschlechtergerechte Sprache die Macht besitzt, Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Gesellschaft zu etablieren oder zu fördern, basierend auf der These, dass ein geschlechtergerechter Sprachgebrauch zu geschlechtergerechtem Denken und Handeln führt.
2.4.3 Generisches Maskulinum
Soll eine Aussage über Personen mit unbekanntem Geschlecht, eine Gruppe in der beide Geschlechter vertreten sind oder eine Person bei der das Geschlecht irrelevant ist getroffen werden, so wird das Maskulinum verwendet. Maskuline Personenbezeichnungen sollen in diesen Fällen Frauen und Männer in gleicher Weise repräsentieren. Das Maskulinum wird generisch, also verallgemeinernd und in seiner Wortbedeutung neutral eingesetzt. Die grammatische Grundlage für die Möglichkeit des generischen Einsatzes des Maskulinums ist die Annahme, dass jedes Wort eine Form und eine Bedeutung hat. Zwei Wörter mit gleicher Form, aber unterschiedlicher Bedeutung gelten als verschiedene Wörter.
Zu jeder geschlechtsneutralen Personenbezeichnung gibt es ein Wort in der gleichen Form mit einer geschlechtsspezifischen Bedeutung. „Der Arbeiter“ hat also in gleichbleibender Form zum einen die geschlechtsneutrale Bedeutung „Person, die arbeitet“ und zum anderen die geschlechtsspezifische Bedeutung „männliche Person, die arbeitet“. „Die Arbeiterin“ ist eine Movierung des geschlechtsspezifischen Wortes „der Arbeiter“ und ist grammatisch nur von diesem ableitbar; jedoch nicht von dem geschlechtsneutralen Begriff, da durch ihn kein Geschlecht zum Ausdruck gebracht wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation dar, geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob Sprache die Macht besitzt, Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.
2 Entwicklung und Inhalte der Feministischen Sprachwissenschaft: Das Kapitel beleuchtet den Ursprung der feministischen Sprachwissenschaft in der Frauenbewegung und analysiert kritisch das Sprachsystem sowie verschiedene Konzepte wie Defizit- und Differenzkonzeption.
3 Entstehung der Sprache: Es wird ein Überblick über Theorien zur Sprachevolution und zum Spracherwerb gegeben und mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Sprachentwicklung diskutiert.
4 Zusammenhänge zwischen Sprache und Denken: Dieses Kapitel erörtert, ob Denken ohne Sprache möglich ist und inwiefern die Sprache das Denken beeinflusst, gestützt durch Studien zu geschlechtergerechten Sprachformen.
5 Zusammenhänge zwischen Sprache und Handeln: Hier wird untersucht, wie Sprache als performative Handlung fungieren kann und inwiefern sprachliche Mittel Macht ausüben oder zu struktureller Gewalt führen können.
6 Kultur und Gesellschaft: Das Kapitel betrachtet Sprache als Trägerin kultureller Normen und untersucht, wie Sprachgebrauch soziale Rollenbilder und Kategorien konstruiert oder beeinflusst.
7 Macht der Sprache: Es wird analysiert, wie Sprache Machtverhältnisse schafft und festigt, wobei Mechanismen der Ausschließung nach Foucault diskutiert werden.
8 Sprachwandel: Hier werden Beispiele für sprachliche Veränderungen dargestellt, die durch feministische Sprachkritik und die Anwendung geschlechtergerechter Sprache angestoßen wurden.
9 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sprache soziale Realität mitgestaltet und geschlechtergerechte Sprache ein Instrument sein kann, um gesellschaftliche Ungleichheiten abzubauen.
Geschlechtergerechte Sprache, Feministische Sprachwissenschaft, Sprachsystem, Generisches Maskulinum, Geschlechtergerechtigkeit, Sprachwandel, Sprachliche Diskriminierung, Soziale Arbeit, Macht der Sprache, Sprachhandeln, Feminismus, Geschlechterrollen, Diskurs, Spracherwerb, Gender Mainstreaming.
Die Diplomarbeit untersucht die Macht der Sprache bei der Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Gesellschaft und die Wirkung einer geschlechtergerechten Sprache auf Denken und Handeln.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der feministischen Sprachwissenschaft, die Analyse des Sprachsystems, den kindlichen Spracherwerb, die Verknüpfung von Sprache mit Denken und Handeln sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel ist es zu beantworten, ob geschlechtergerechte Sprache die Macht besitzt, Geschlechtergerechtigkeit in Gesellschaft und Kultur herzustellen oder voranzutreiben.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Disziplinen wie Linguistik, Psychologie, Soziologie und Gender Studies sowie auf die Auswertung spezifischer Studien zur Wirkung von Sprachformen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-theoretische Herleitung feministischer Sprachkritik, eine Analyse des Sprachsystems, Studien zur Auswirkung von Sprache auf das Denken sowie die Betrachtung von Sprache als Machtmittel und Faktor für sozialen Wandel.
Zentrale Begriffe sind geschlechtergerechte Sprache, Feministische Sprachwissenschaft, generisches Maskulinum, Geschlechtergerechtigkeit, Macht der Sprache und sozialer Sprachwandel.
Die Autorin kritisiert das generische Maskulinum als sprachliches Machtmittel, das Frauen unsichtbar macht und männliche Identität als Norm definiert, was den gedanklichen Einbezug von Frauen erschwert.
Die Autorin betont, dass die Soziale Arbeit als Profession mit dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit eine Vorbildfunktion hat und geschlechtergerechte Sprache sowohl fördern als auch anwenden sollte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

