Masterarbeit, 2022
116 Seiten, Note: 2,7
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Schlüsselbegriffe und Definitionen
2.1.1 Motiv und Affekt
2.1.2 Bedürfnisse, implizite und explizite Motive
2.1.3 Motivation
2.1.4 Intrinsische und extrinsische Motivation
2.2 Theorien und Modelle
2.2.1 Maslow’s Bedürfnispyramide
2.2.2 Rubikonmodell der Handlungsphasen
2.2.3 Selbstbestimmungstheorie der Motivation
2.2.4 Dualistisches Modell der Leidenschaft
2.2.5 Beeinflussung von Social Media auf die Kaufentscheidung
2.3 Aktueller Forschungsstand
2.3.1 Studie - #StatusofMind
2.3.2 Studie - Germany in Motion
2.3.3 Motivations- & Leidenschaftsstudie von Berg, Forest und Stenseng
2.3.3.1 Motivationen zum Engagement für körperliche Aktivität
2.3.3.2 Motivationen für Bewegung und emotionale Ergebnisse
2.3.3.3 Methodik
2.3.3.4 Ergebnisse
3 METHODIK
3.1 Auswahl der Teilnehmer
3.2 Vorstellung der Teilnehmer
3.3 Vorbereitung und Durchführung der Interviews
3.4 Auswertung der Interviews
4 ERGEBNISSE
5 DISKUSSION
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Limitation der Forschung
5.3 Empfehlung für weiterführende Forschung
6 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss sozialer Netzwerke auf das Sport- und Fitnessverhalten junger Erwachsener zu identifizieren, zu erklären und die Art der Beeinflussung durch soziale Medien zu analysieren. Dabei wird der Forschungsfrage nachgegangen, ob Social Media das Sport- und Fitnesstreiben dieser Zielgruppe begünstigt oder einschränkt.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Einst lebten wir auf dem Land, dann in Städten und von jetzt an im Netz.“ Mark Zuckerberg, Gründer der Firma Facebook (*1984).
Seit geraumer Zeit sind die sozialen Medien nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Sie sorgen für einen schnellstmöglichen, ortsunabhängigen Informationsaustausch und revolutionierten somit die Art und Weise der Kommunikation. Jegliche Unternehmen nutzen sie für Marketingzwecke, Angebotspräsentationen oder Kundengenerierungen. Privatpersonen möchten hauptsächlich sich selbst über Social Media zum Ausdruck bringen. Statusmeldungen, Bilder und Videoclips werden meist veröffentlicht oder geteilt. Doch welche Bereiche sind für Social Media Nutzer eigentlich von wirklichem Interesse? Die Jugendstudie „Insta ungeschminkt“ aus dem Jahr 2019 hat herausgefunden, dass von 100 befragten Personen im Face-to-Face Verfahren,50% der Zielgruppe von 14 bis 22 Jahre alten Personen, sich ausschließlich für Sport und Fitness interessieren, dicht gefolgt vom Bereich Lifestyle mit 49%. Anlässlich des großen medialen Interesses an Sport und Fitnessbeiträgen, stellte sich die Frage, ob man sich nicht nur über Social Media für Sport und Fitness interessieren kann, sondern sich sogar durch Social Media zum Sport- und Fitnesstreiben beeinflussen lässt. Mithilfe der Studie „GIM - Germany in Motion“ aus dem Jahr 2018, untersuchte Blau (2018, S.4) die fünf verschiedenen Motive, die zum Sport treiben anregen. Hierbei werden fünf Bedürfnisbasierte Typen identifiziert, die sich auf unterschiedliche Dimensionen beziehen - die Motivation zur Gesundheit, die Leistungsmotivation oder die Außenwirkung. Diese beziehen sich nicht nur auf eine bestimmte Zielgruppe, sondern auf die Allgemeinheit. Im Rahmen der GIM-Studie wurde festgehalten, dass die größten Barrieren Sport zu treiben entweder der Zeitfaktor oder die Motivation ist Hierzu wurden 980 Online-Befragungen durchgeführt. Herausgekommen ist, dass 62% der befragten Leute mindestens einmal die Woche Sport treiben (Blau, 2018, S.11). Aufgrund dieser Resultate, soll der Frage nachgegangen werden, ob Social Media das Sport- und Fitnesstreiben von jungen Erwachsenen begünstigt oder einschränkt. Da es zu vielen unterschiedlichen Dimensionen an Beeinflussungen kommen kann, liegt der Fokus dieser Forschung auf den positiven und negativen
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problemstellung des Einflusses von Social Media auf das Sportverhalten, unterlegt mit Studien und der Zielsetzung der Forschungsarbeit.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Detaillierte Auseinandersetzung mit Motivationsbegriffen, etablierten Theorien (Maslow, Rubikonmodell) und dem aktuellen Forschungsstand zur Rolle sozialer Medien.
3 METHODIK: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Experteninterviews mit sechs Teilnehmern, der biografischen MAP-Visualisierung und des Kodierleitfadens zur Datenauswertung.
4 ERGEBNISSE: Präsentation und Einordnung der aus den Interviews gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der positiven und negativen Beeinflussungsdimensionen.
5 DISKUSSION: Kritische Interpretation der Ergebnisse im Kontext der theoretischen Arbeiten sowie Reflexion der Forschungsgrenzen und Ausblick auf zukünftige Studien.
6 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, die bestätigt, dass Social Media bei korrekter Nutzung einen wesentlichen Mehrwert im Sport- und Fitnesstreiben bietet.
Social Media, Sport, Fitness, Motivation, Demotivation, qualitative Interviewstudie, Fitnessstudiogänger, Selbstbild, Gesundheitsförderung, digitale Transformation, Leidenschaft, Training, Influencer, Inhaltsanalyse, junge Erwachsene.
Die Master-Thesis befasst sich mit der Untersuchung, wie soziale Medien das Sport- und Fitnessverhalten von jungen Erwachsenen nachhaltig beeinflussen.
Zentrale Themen sind die psychologische Steuerung durch digitale Inhalte, das Nutzungsverhalten auf Plattformen wie Instagram und YouTube sowie die Auswirkungen auf die Motivation und das Training im Fitnessstudio.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit soziale Medien das Sport- und Fitnesstreiben von jungen Erwachsenen begünstigen oder einschränken.
Der Autor führt eine qualitative Expertenbefragung mittels narrativer Interviews durch, die im Anschluss durch eine strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Motivationstheorien, die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes sowie eine methodische Aufarbeitung der geführten Interviews und deren Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Sport- und Fitnessaktivitäten, Motivation, Social Media, qualitative Interviewstudie und digitale Einflussfaktoren.
Die Untersuchung zeigt, dass visuelle Plattformen wie Instagram stark das Körperbild beeinflussen, während YouTube häufiger zur Aneignung konkreten Trainingswissens genutzt wird.
Influencer dienen oft als Ankerbeispiele für Motivation und Inspiration, können aber bei Diskrepanzen zwischen Wunschideal und Realität zu Demotivation und psychischem Druck führen.
Die Studie deutet an, dass männliche Teilnehmer den Einfluss eher als rein motivierend wahrnehmen, während weibliche Teilnehmer vermehrt psychische Aspekte wie Unsicherheit bezüglich des Körperideals reflektieren.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die positiven Einflüsse (Motivation, Wissensaneignung) zwar dominieren, der Einfluss jedoch stark von der reflektierten Nutzungsweise der Person abhängt.
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