Masterarbeit, 2021
93 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Werte und Normen
2.1.1. Werte und Normen in der Ethik
2.1.2. Entstehung von Werten und Normen
2.1.3. Werte und Normen in der Unternehmensethik
2.2. Diskursethik
2.2.1. Einführung in die Diskursethik
2.2.2. Diskursbedingungen
2.2.3. Die Diskursethik in der Kritik
2.2.4. Diskursethik im Wandel
2.2.5. Die Diskursethik im Kontext von Unternehmen
2.3. Zwischenfazit und Ausblick
3. Methodik
3.1. Übersicht
3.2. Systematische Literaturrecherche
3.3. Analyse des Instrumentariums
4. KI-Ethik
4.1. Einführung
4.1.1. Grundlagen der Künstlichen Intelligenz
4.1.2. KI-Ethik als Teilbereich der Corporate Digital Responsibility
4.2. KI-Ethik in der Praxis
4.2.1. Anlass einer KI-Ethik
4.2.2. Mehrwert für Unternehmen
4.3. Werte und Normen in der KI-Ethik
5. Herausforderung für die Implementierung von CDR
5.1. Dynamik
5.2. Komplexität
5.3. Normativität
5.4. Finanzierbarkeit
6. Das Instrumentarium zur Implementierung von KI-Ethik
6.1. Ethik-Training
6.2. Kodizes
6.3. Ethik Boards
6.4. Tools für Entwickler:innen
7. Diskussion
7.1. Interpretation der Ergebnisse
7.2. Limitationen und Ausblick
8. Fazit
Die Arbeit analysiert das Potenzial diskursiver Instrumente zur Implementierung von Corporate Digital Responsibility (CDR) und KI-Ethik in Unternehmen. Ziel ist es, unternehmensinterne Ansätze zu evaluieren, die es ermöglichen, Werte und Normen für ethische KI-Prozesse zu erarbeiten und moralisch korrektes Handeln in einem komplexen regulatorischen Umfeld zu fördern.
2.1.1. Werte und Normen in der Ethik
Ethik kann der praktischen Philosophie zugeordnet werden, welche sich, in Abgrenzung zur theoretischen Philosophie, in ihren Ausführungen auf das menschliche Handeln konzentriert (Thies, 2006, S. 12). Somit wird die Ethik als Lehre nach dem richtigen Handeln verstanden, beschäftigt sich also im Kern mit der Frage „Was soll ich tun?“ (Göbel, 2017, S. 26). Dem voraus geht der Umstand, dass Menschen frei sind diese Entscheidung für sich zu treffen, also nicht von inneren und äußeren Zwängen zu bestimmten Entscheidungen gedrängt werden (ebd., S. 25). Ethik gibt dabei keine pauschalen Antworten auf die Frage nach dem richtigen Handeln in spezifischen Entscheidungssituationen, da Handlungen immer vor dem Hintergrund der jeweiligen Umstände zu bewerten sind. Jedoch unterstützt die Ethik die Suche nach dem moralisch Richtigen und stiftet beim Entscheidungsfindungsprozess exante Orientierung, indem beispielsweise auf Potentiale und Gefahren hingewiesen wird (Esselmann et al., 2020, S. 4). Als solche Orientierungspunkte dienen Werte oder Normen (Göbel, 2017, S. 24).
Unter Werten werden „abstrakte Vorstellungen des Wünschenswerten“ verstanden (Kluckhohn, 1962; zitiert aus: Kopp & Steinbach, 2018, S. 507). Somit stellen sie einen für Individuen oder Gruppen erstrebenswerten Zustand dar (Mayr, 2010, S. 22). Das drückt sich dadurch aus, dass Werte evaluativ formuliert sind, etwa in Form einer Zuschreibung als „gut“ oder „schlecht“ (Schöttl & Ranisch, 2016, S. 315). Diese Evaluation ist subjektiv, denn jedes Individuum priorisiert Werte unterschiedlich (Dietzfelbinger, 2008, S. 45). Durch ihre graduelle Kodierung können Werte niemals vollends umgesetzt werden (Schöttl & Ranisch, 2016, S. 316). Sie fungieren vielmehr als Ideale und sind damit „attraktiv-motivierend“ (Joas, 1997, S. 288). Diese Motivation wird jedoch nicht durch äußere Sanktionen erwirkt, sondern geschieht intrinsisch.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und thematisiert die Notwendigkeit, ethische Standards für den verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie zu etablieren.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Werte, Normen und Diskursethik, um das moralische Fundament für unternehmerisches Handeln im Kontext von KI-Prozessen zu legen.
3. Methodik: Hier wird das gewählte Vorgehen einer narrativen Literaturrecherche beschrieben, das dazu dient, den aktuellen Forschungsstand zur KI-Ethik umfassend darzustellen.
4. KI-Ethik: Dieses Kapitel definiert KI-Ethik als Teilbereich von CDR und untersucht die spezifischen Herausforderungen und Mehrwerte beim KI-Einsatz in Unternehmen.
5. Herausforderung für die Implementierung von CDR: Es werden die zentralen Barrieren für Unternehmen beleuchtet, insbesondere die Dynamik des technologischen Fortschritts, die hohe Komplexität und die normativen Anforderungen.
6. Das Instrumentarium zur Implementierung von KI-Ethik: Hier werden konkrete Ansätze wie Ethik-Trainings, Kodizes, Ethik-Boards und Tools für Entwickler:innen auf ihre Eignung und Schwächen hin bewertet.
7. Diskussion: Die Ergebnisse aus der Analyse des Instrumentariums werden interpretiert und in Bezug zu den Forschungsfragen sowie den theoretischen Anforderungen gesetzt.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer aktiven, kontinuierlichen Auseinandersetzung von Unternehmen mit ethischen Fragen der KI.
Künstliche Intelligenz, KI-Ethik, Corporate Digital Responsibility, CDR, Unternehmensethik, Werte, Normen, Diskursethik, Compliance, Integrität, Stakeholderdialoge, Algorithmen, Verantwortung, digitale Transformation, systematische Literaturrecherche.
Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Verantwortung von Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen, und untersucht, wie diese mit diskursiven Instrumenten in die Unternehmenskultur integriert werden kann.
Zentrale Felder sind KI-Ethik, Corporate Digital Responsibility (CDR), die Diskursethik nach Habermas und die Analyse von unternehmensinternen Instrumenten zur Wertevermittlung.
Das Ziel ist die Untersuchung von Instrumenten auf ihre Eignung, um im Bereich der KI-Ethik Werte und Normen diskursiv zu begründen und so einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zu ermöglichen.
Die Autorin verwendet eine narrative Literaturrecherche mit Elementen einer Systematic Literature Review, um den Forschungsstand abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Erläuterung der KI-Ethik-Herausforderungen sowie eine detaillierte Analyse und Evaluation verschiedener Implementierungsinstrumente.
Wichtige Begriffe sind unter anderem KI-Ethik, Diskursethik, Corporate Digital Responsibility (CDR), Compliance, Integrität und Stakeholdermanagement.
Ethik-Boards werden als sehr effektiv bei der Lösung komplexer ethischer Fragestellungen bewertet, da sie eine tiefgehende Auseinandersetzung ermöglichen, jedoch mit höherem Ressourcenaufwand verbunden sind.
Klassische Kodizes werden oft als zu abstrakt kritisiert; ohne konkrete Handlungsanweisungen laufen sie Gefahr, lediglich als "Ethics Bluewashing" wahrgenommen zu werden.
Sie bietet ein theoretisches Verfahren, um in komplexen, dynamischen Umfeldern legitimierte Werte und Normen zu erarbeiten, wenn keine staatliche Regulierung eingreifen kann.
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