Bachelorarbeit, 2022
38 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Musikalische Selbstsozialisation
2.2 Kultivierungshypothese
2.3 Doing Gender
3. Musik und Rap
3.1 Rap als Szene
3.2 Bedeutung von Musik in der Identitätskonstruktion von Jugendlichen
4. Deutschrap als Teil jugendlicher Sozialisationsprozesse
4.1 Bedeutung von Deutschrap in der Identitätskonstruktion bei Jugendlichen
4.1.1 Die Kultivierungshypothese und Deutschrap
4.1.2 Die musikalische Selbstsozialisation und Deutschrap
4.1.3 Geschlechteraneignung durch Deutschrap
4.1.4 Die Suszeptibilität von Jugendlichen – Misogynie & Antisemitismus im Deutschrap
4.1.5 Frauen und Gangsterrap – antifeministisch oder akzeptabel?
4.2 Wandel der Rap-Szene: „Zeiten gendern dich“
4.3 Diskussion
5. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Rezeption von Deutschrap auf die Identitätskonstruktion bei Jugendlichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Rolle Deutschrap als Sozialisationsinstanz spielt und wie insbesondere Geschlechterrollen, Werte und Normen durch das Genre vermittelt und angeeignet werden.
1. Einleitung
„Bring deine Alte mit, sie wird im Backstage zerfetzt. Ganz normal. Danach landet dann das Sextape im Netz“, textet Rapper Kristoffer Jonas Klauß, alias Gzuz, in seinem Song „Was hast du gedacht?“ (Klauß, 2018). Damit ist Gzuz aus dem Künstlerkollektiv „187 Straßenbande“ nur ein Beispiel, weshalb Deutschrap seit Jahren immer wieder in der Kritik steht. Texte und Images der Rapper*innen sind provokant, protzig und oftmals moralisch fragwürdig – und weite Teile des Musikgenres weisen tiefe Verankerungen von Sexismus, Drogenexzessen und Gewaltverherrlichung auf.
Auf der anderen Seite hat sich Deutschrap zu einem der beliebtesten Genres unter Jugendlichen in Deutschland entwickelt und steht 2021 auf dem zweiten Platz der meistgehörten Genres unter den 14 - 19-Jährigen (IfD Allensbach, 2021). Karrieren von Rapper*innen sind oft steil und beeindruckend – aus Arbeiterfamilien und prekären Verhältnissen zu Bentley und Millionen auf dem Konto. Diese Lebensläufe und Images, die auch durch Texte der Rapper*innen suggeriert werden, haben Einfluss auf das Aufwachsen und die Sozialisation von Jugendlichen. Bei fehlender Medienkompetenz oder Regulation durch die Umwelt kann sich die Rezeption von Musik auf die Werte, Normen und Vergesellschaftung von Rezipierenden auswirken (Rhein & Müller, 2006, S. 552–554).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die inhaltliche Problematik von Deutschrap, seine soziokulturelle Bedeutung für Jugendliche und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Identitätskonstruktion.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel führt die für die Analyse entscheidenden kommunikationswissenschaftlichen Konzepte – Kultivierungshypothese, musikalische Selbstsozialisation und "Doing Gender" – ein.
3. Musik und Rap: Hier werden die Grundlagen der Musikrezeption im Jugendalter und die Entwicklung sowie Ausdifferenzierung des Genres Rap als Szene dargestellt.
4. Deutschrap als Teil jugendlicher Sozialisationsprozesse: Der Hauptteil wendet die theoretischen Konzepte auf den Deutschrap an und analysiert detailliert deren Einfluss auf Identität, Geschlechteraneignung und gesellschaftliche Werthaltungen.
5. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, diskutiert Limitationen der Analyse und zeigt Wege für zukünftige Forschung auf.
Deutschrap, Sozialisation, Identitätskonstruktion, Jugendliche, Kultivierungshypothese, Doing Gender, Musikalische Selbstsozialisation, Rap-Szene, Geschlechterrollen, Gangsterrap, Misogynie, Antisemitismus, Medienwirkung, Jugendkultur, Authentizität
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Hören von Deutschrap auf die Entwicklung und Identitätsbildung junger Menschen in Deutschland ausübt.
Zentral sind die Untersuchung von Geschlechterrollen, die Vermittlung von Werten wie Gewalt oder Misogynie und wie Jugendliche diese musikalischen Inhalte in ihre eigene Identität integrieren.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage: "Welche Rolle spielt die Rezeption von Deutschrap in der Identitätskonstruktion bei Jugendlichen?"
Die Autorin stützt sich auf die Kultivierungshypothese, das Konzept der musikalischen Selbstsozialisation sowie den theoretischen Ansatz des "Doing Gender".
Der Hauptteil analysiert die Verbindung von Rap-Inhalten mit Gewalt und Diskriminierung, die Sichtweise von Frauen auf das Genre sowie aktuelle Tendenzen zu progressiveren Männlichkeitsbildern in der Szene.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Identitätskonstruktion, Sozialisation, Deutschrap, Geschlechteraneignung und Medienkompetenz beschreiben.
Ja, die Arbeit verweist auf Studien, die belegen, dass durch die unkritische Übernahme von Rap-Inhalten und die hohe wahrgenommene Authentizität der Rapper antisemitische Weltbilder in den Rezeptionsprozess einfließen können.
Viele weibliche Fans distanzieren sich mental von den sexistischen Inhalten, deuten Texte auf eigene Weise um oder setzen sich aktiv mit der Theatralik und den Rollenbildern auseinander, um ihren Musikgenuss mit ihrem eigenen Feminismus zu vereinbaren.
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