Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Immunität & Impfen
2.1 Angeborene & erworbene Immunität
2.2 Geschichte der Impfung
2.3 Grundlagen der Masernimpfung
2.4 Grundlagen der Coronaimpfung
2.5 Aktuelle Studienlage Corona
3 Masern- und Corona Impfpflicht im Gesundheitswesen
3.1 Was ist sterile und klinische Immunität?
3.2 Begründung für die Masernimpfpflicht im Gesundheitswesen
3.3 Begründung für die einrichtungsbezogene Corona Impfpflicht
4 Ethische Betrachtung der Impfpflicht
4.1 Historische Grundlagen der Ethik
4.2 Moderne ethische Ansätze nach Vossenkuhl
4.3 Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gemäß Nürnberger Kodex
5 SWOT-Analyse
6 Fazit, kritische Würdigung und Ausblick
Das Ziel der Bachelorarbeit ist es, die ethische Vertretbarkeit der Corona-Impfpflicht für Altenpflegepersonal zu untersuchen, wobei der wissenschaftliche Vergleich mit der Masernimpfpflicht als zentraler Fixpunkt dient.
2.4 Grundlagen der Coronaimpfung
Das neuartige SARS-CoV-2 zählt zu den Coronaviren, welche wiederum als RNA-Viren definiert werden. Sie besitzen einen Durchmesser von 80-140 Nanometern und sind mit einer einzelsträngigen RNA versehen. Bis zur Entdeckung von SARS-CoV-2 waren sechs humanpathogene Coronaviren bekannt. Vier davon zirkulieren global und verursachen im Regelfall leichte Erkältungskrankheiten (RKI, 2022b, o. S.). Coronaviren wurden in den 60er-Jahren entdeckt und erscheinen unter dem Elektronenmikroskop kronenartig. Sie besitzen eine hohe Anpassungsfähigkeit und können ihr Erbgut verändern (Bosch, 2020, S. 6). Die Weltgesundheitsorganisation klassifizierte bisher fünf besorgniserregende SARS-CoV-2-Varianten. Hierbei unterscheidet die WHO in vergangene und aktuelle Versionen. Nicht mehr zirkulierend sind die Varianten Alpha, Beta und Gamma. Aktuell hingegen sind der Delta- und Omikronvirenstamm (WHO, 2022b, o. S.). Mit Beginn der Kalenderwoche 52 des Jahres 2021 dominierte die neue Omikronvariante in Deutschland (RKI, 2022c, S. 34). Die Sterblichkeitsrate ist seit der KW 42/2021, als noch der Deltavirenstamm zirkulierte, von 1,06 % auf 0,03 % in der KW 14/2022 gesunken. Seit der KW 52/2021 dominiert die Omikronvariante (RKI, 2022d, o. S.). Das kronenartige Aussehen verdankt das Virus dem Spike-Protein auf der Membranhülle. Die folgende elektronenmikroskopische Aufnahme wurde manuell nachgefärbt und veranschaulicht die wesentlichen Bestandteile des Coronavirus (Laue et al., 2021, S. 2).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik einer Impfpflicht für Pflegepersonal ein und begründet die Forschungsfrage mit dem Wandel der pandemischen Lage.
2 Immunität & Impfen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems sowie die biologischen und historischen Grundlagen von Impfungen, insbesondere im Vergleich von Masern- und Corona-Impfstoffen.
3 Masern- und Corona Impfpflicht im Gesundheitswesen: Hier werden die juristischen und fachlichen Begründungen für beide Impfpflichten dargestellt und der Unterschied zwischen steriler und klinischer Immunität herausgearbeitet.
4 Ethische Betrachtung der Impfpflicht: Dieses Kapitel analysiert moralphilosophische Positionen, um die Vereinbarkeit der Impfpflicht mit der Würde des Menschen und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit zu bewerten.
5 SWOT-Analyse: Zusammenfassung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Corona-Impfpflicht für das Pflegepersonal.
6 Fazit, kritische Würdigung und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter kritischer Würdigung der aktuellen Studienlage und politischer Strategien.
SARS-CoV-2, mRNA-Impfung, Masern, Corona, Ethik, COVID-19, Impfpflicht, Pflegepersonal, Immunität, Herdenimmunität, klinische Immunität, sterile Immunität, Nürnberger Kodex, Utilitarismus, Virusvarianten
Die Arbeit untersucht, inwiefern eine gesetzlich verordnete Corona-Impfpflicht für Altenpflegepersonal aus ethischer und wissenschaftlicher Sicht vertretbar ist.
Zentral sind die Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe im Vergleich zur Masernimpfung, die Unterscheidung zwischen steriler und klinischer Immunität sowie ethische Konzepte wie der Utilitarismus und die Menschenwürde.
Die Arbeit fokussiert auf die Frage: Inwiefern ist eine Corona Impfpflicht für das Altenpflegepersonal ethisch vertretbar?
Die Bachelorarbeit basiert auf einer klassischen Literaturrecherche, ergänzt durch eine gezielte Studiensuche in Fachdatenbanken wie PubMed und Google Scholar.
Der Hauptteil gliedert sich in wissenschaftliche Grundlagen der Immunologie, eine Analyse der Begründungen für Impfpflichten, eine ethische Reflexion verschiedener philosophischer Strömungen sowie eine abschließende SWOT-Analyse.
Wichtige Begriffe sind SARS-CoV-2, mRNA-Impfung, Ethik, Impfpflicht und Pflegepersonal.
Die Masernimpfung dient als Fixpunkt, da sie eine sterile Immunität erzeugt und die historische Basis für Überlegungen zur Impfpflicht im Gesundheitswesen bildet.
Die Omikronvariante wird als entscheidender Faktor genannt, da sie die Wirksamkeit der existierenden Impfstoffe hinsichtlich einer Kontaktvermeidung maßgeblich infrage stellt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein dogmatisches Festhalten an der einrichtungsbezogenen Impfpflicht kontraproduktiv ist, da sie den Fachkräftemangel verschärft und das Ziel des Patientenschutzes aufgrund fehlender steriler Immunität verfehlt.
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