Masterarbeit, 2021
110 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Forschungsfragen, Ziele und Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen des Diversity Managements
2.1 Bedeutung, Einflussfaktoren auf Vielfalt und Entwicklungsstufen
2.2 Ökonomische Ziele: Diversity Management als Erfolgsfaktor
2.3 Gesellschaftliche und soziale Verantwortung von Unternehmen
2.4 Rechtliche Aspekte und politischer Rahmen
3 Gestaltungsmöglichkeiten des Diversity Managements
3.1 Strategische und organisatorische Einbindung des Diversity Managements
3.2 Auseinandersetzung zum Bewusstwerden von Unconscious Bias
3.3 Diversity Recruiting und Strategien
3.3.1 Unconscious Bias im Recruiting
3.3.2 Diversity Recruiting-Strategien
3.4 Klassifikation Diversity Dimensionen und Intersektionalität
3.5 Einzelbetrachtung Dimensionen: Maßnahmen
3.5.1 Geschlecht und geschlechtliche Identität
3.5.2 Ethnische Herkunft und Nationalität
3.5.3 Sexuelle Orientierung und Identität
3.5.4 Alter
3.5.5 Behinderung
3.5.6 Religion und Weltanschauung
4 Interviews mit Expert:innen
4.1 Methode: Leitfadeninterview
4.1.1 Identifikation relevanter Expert:innen
4.1.2 Interviewpartner:innen
4.2 Interviewleitfaden
4.3 Durchführung und Auswertung
5 Ergebnisse
5.1 Persönliche Einordnung & Motivation für Diversity Management
5.2 Verankerung von Diversity Management in den Unternehmen
5.3 Aktivitäten des Diversity Managements aus Literatur und Interviews
5.3.1 Maßnahmen zum Umgang mit Unconscious Bias
5.3.2 Strategien zur Sicherstellung inklusiver Recruiting-Praktiken
5.3.3 Einzelbetrachtung der Diversity Dimensionen
6 Fazit
6.1 Empirisch bestätigte Hypothesen
6.2 Ausblick: Trends und weiterer Forschungsbedarf
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Gestaltung von Diversity Management in deutschen Unternehmen durch eine Literaturanalyse und Experteninterviews. Ziel ist es, aktuelle Maßnahmen zu identifizieren, deren Effektivität zu bewerten und zukünftige Trends sowie Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten, um Vielfalt als strategischen Erfolgsfaktor zu nutzen.
3.3.1 Unconscious Bias im Recruiting
Ein wesentlicher Faktor, der bei Personalentscheidungsprozessen zur Bevorteilung oder Diskriminierung bestimmter Gruppen führt, sind Vorurteile, vor allem in Form von Unconscious Bias. Wie im Kapitel 3.2 zu Unconscious Bias erläutert, ist das Aufdecken dieser im Rahmen des Diversity Managements elementar.
Die Mechanismen hinsichtlich individueller Präferenzen und Vorurteile nehmen Einfluss auf Entscheidungen. Das spiegelt sich beispielsweise darin wider, dass Menschen zu einer Zusammenarbeit mit Menschen neigen, die ihnen selbst ähnlich sind (vgl. Heufers und Voß 2019, S. 222). In diesem Zusammenhang lässt sich ein Phänomen, welches Gütting (2015, S. 8–9) aufzeigt, adressieren: Der „Verdoppelungseffekt“, der auch als homosoziale Reproduktion bezeichnet wird, beschreibt die Tendenz, Kandidaten auszuwählen, die den Entscheidungsträger:innen gleichen. Hierunter fallen u. a. Aspekte, wie Bildungsweg oder gesellschaftlicher Hintergrund.
Gegensätzlich zum Verdopplungseffekt verhält sich das Konzept „Othering“. Othering geschieht zumeist im Rahmen eines Machtgefälles, indem sich die Eigengruppe von der Fremdgruppe abgrenzt, sie abwertet und sie als andersartig und fremd beschreibt. Die Fremdgruppe ist dann von Diskriminierung betroffen und die Personalauswahl geschieht auf Basis von Ähnlichkeit. In der Folge werden irreführende Urteile gefällt mit der Konsequenz, unter Umständen schlechte und kostspielige Einstellungsentscheidungen für das Unternehmen getroffen zu haben (vgl. Heufers und Voß 2019, S. 219–220).
Diese wiederkehrenden Fehler bei der Beurteilung von Kandidat:innen aufgrund eigener individueller Wahrnehmungsmuster sind in verschiedenen Arten von Bias beschrieben. Eine Auswahl relevanter Bias im Rekrutierungsverfahren soll nun Aufschluss darüber geben, wie sie bei Personalentscheidungen zu verzerrten Urteilen führen und damit zu mangelhaften Personal-Entscheidungen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Diversity Managements angesichts des demografischen Wandels und globaler Trends sowie die Forschungsziele und methodische Vorgehensweise.
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen des Diversity Managements: Hier werden die theoretischen Konzepte, ökonomische sowie gesellschaftliche Zielsetzungen und der rechtliche Rahmen von Diversity Management in Deutschland dargelegt.
3 Gestaltungsmöglichkeiten des Diversity Managements: Das Kapitel bietet einen detaillierten Überblick über Maßnahmen zur Implementierung von Vielfalt, von der strategischen Einbindung über Recruiting bis hin zur Einzelbetrachtung spezifischer Dimensionen.
4 Interviews mit Expert:innen: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Design, die Auswahl der Interviewpartner sowie die Durchführung und Auswertung der geführten Leitfadeninterviews.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse aus der Literatur und den Interviews werden hier systematisch in tabellarischer Form zusammengeführt und analysiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die empirisch bestätigten Hypothesen zusammen, leitet praxisorientierte Handlungsempfehlungen ab und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsthemen.
Diversity Management, Inklusion, Unconscious Bias, Personalauswahl, Chancengleichheit, Unternehmenskultur, Recruiting, Intersektionalität, demografischer Wandel, Personalmanagement, Diskriminierungsschutz, Diversity Dimensionen, Arbeitsmarkt, Führungspositionen, Mitarbeitendenbindung.
Die Arbeit befasst sich mit Diversity Management in deutschen Unternehmen und untersucht, wie Vielfalt aktiv gemanagt werden kann, um sowohl ökonomische Wettbewerbsvorteile zu generieren als auch gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.
Zu den zentralen Themen gehören die strategische organisatorische Einbindung, der Umgang mit unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias), inklusive Rekrutierungspraktiken sowie die spezifische Förderung verschiedener Diversity-Dimensionen wie Geschlecht, Alter oder Behinderung.
Das primäre Ziel ist es, aktuelle Inhalte und Maßnahmen des Diversity Managements zu identifizieren und einen Ausblick auf zukünftige Trends zu geben. Die Forschungsfragen untersuchen den Stand der Literatur sowie die Einschätzungen von Experten deutscher Unternehmen.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturanalyse von Fachpublikationen und Studien mit qualitativen Leitfadeninterviews, die mit Experten aus HR- und Diversity-Management-Bereichen geführt wurden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, Gestaltungsmöglichkeiten und konkrete Maßnahmen des Diversity Managements erörtert sowie eine detaillierte Einzelbetrachtung verschiedener Diversity-Dimensionen vorgenommen.
Wichtige Schlagworte sind Diversity Management, Inklusion, Unconscious Bias, Recruiting, Chancengleichheit und Unternehmenskultur.
Der Top-Down-Ansatz ist essenziell für den Erfolg, da das Top-Management eine Vorbildfunktion einnehmen und die Werte der Vielfalt aktiv vorleben und einfordern muss, damit diese zur Unternehmenskultur werden.
Die Studie identifiziert die soziale Herkunft als ein wichtiges, neues Handlungsfeld, da sie einen direkten Zusammenhang zwischen dem sozialen Hintergrund einer Person und ihren Chancen im Berufsleben aufzeigt und somit als siebte Dimension in den Diversity-Kanon aufgenommen wurde.
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