Bachelorarbeit, 2021
63 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ausgangslage
1.3 Forschungsgegenstand und Vorgehensweise der Arbeit
2 IKS
2.1 IKS als Teil des Corporate Governance
2.1.1 Definition des Corporate Governance
2.1.2 Aufgaben
2.1.3 Deutscher Corporate Governance Kodex
2.1.4 Three-Lines-Of-Defense-Modell
2.2 Definition und Aufgabe IKS
2.3 Aufbau des IKS
2.3.1 Bestandteile des IKS
2.3.2 Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen
2.3.3 Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen
2.4 Ziele des IKS
2.4.1 Sicherheit
2.4.2 Wirtschaftlichkeit
2.4.3 Ordnungsmäßigkeit
2.5 Abgrenzung zu anderen Kontrollmechanismen
2.5.1 RMS
2.5.2 CMS
2.6 Prüfung des IKS
2.7 Studie zur Einführung des IKS
2.8 Mehrwert durch das IKS
3 COSO-Modelle
3.1 COSO I
3.1.1 Entwicklung des COSO-Modells
3.1.2 Funktionsweise des COSO I
3.1.3 Komponenten des COSO-Würfels
3.2 COSO II
3.2.1 Entwicklung des COSO-ERM
3.2.2 Komponenten des COSO-ERM
3.2.3 Zielkategorien COSO-ERM
3.3 COSO neu
3.3.1 Entwicklung des COSO-ERM-2017
3.3.2 Veränderung zu COSO-ERM-2004
3.3.3 Strategiefindung im neuen COSO-Modell
3.3.4 Dreistufige Risikomanagement-Prozessmodell
3.3.4.1 Komponenten
3.3.4.2 Prinzipien
3.3.5 Praxisrelevanz des COSO-ERM-2017
4 Einführung des IKS
4.1 Implementierung eines IKS-Projektes
4.2 Ist-Analyse
4.3 Information und Kommunikation
4.4 Risikobeurteilung
4.5 Risikohandhabung
4.6 Kontrollbeschreibung und Dokumentation
4.7 Überwachung
5 Abgrenzung zum Controlling
5.1 Definition Controlling
5.2 IKS als Teil des Controllings
5.3 Risikocontrolling als Risikomanagement
6 IKS am Beispiel Würth
6.1 Unternehmen Würth
6.2 Risikokultur und Risikogovernance
6.3 Risiken
6.4 RMS
6.5 Ausgestaltung des IKS
7 Digitalisierung des IKS
7.1 Notwendigkeit des digitalen Wandels
7.2 Voraussetzung für die Digitalisierung des IKS
7.3 Automatisierung der Kontrollen
7.4 Vorteile der Digitalisierung des IKS
7.5 Risiken der Digitalisierung des IKS
7.6 Beispiel aus der Praxis
7.7 Ausblick der Digitalisierung
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein grundlegendes Verständnis für das Interne Kontrollsystem (IKS) in mittelständischen Unternehmen zu vermitteln und dessen Mehrwert zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie Unternehmen erfolgreich ein funktionierendes IKS implementieren können, welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt und inwiefern ein Zusammenspiel zwischen Controlling und Corporate Governance besteht.
1.1 Problemstellung
In den vergangenen Jahren wurde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Verlässlichkeit in Unternehmen durch Schadensfälle in der Wirtschaft, die durch Unwirtschaftlichkeiten, Unaufmerksamkeit oder illegalen Handlungen verursacht wurden, stark erschüttert. Die USA als auch Europa sind davon schwer betroffen gewesen, daher war das Verlangen nach Stabilität und Sicherheit der Unternehmen durch ein überwachtes und kontrolliertes System sehr groß. Die Konsequenzen daraus waren weitreichende Ausgestaltungen der Überwachungs- und Kontrollsysteme in den Unternehmen. Dies hat der Gesetzgeber durch zahlreiche Regulierungsinitiativen umgesetzt. Das bereits bestehende „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) (§ 91 Abs. 2 AktG) vom 5.3.1998 wurde verschärft. Somit wurden Unternehmen mit umfassenden Anforderungen belastet, wie bspw. die Entwicklungen durch ein Überwachungs- und Kontrollsystem frühzeitig zu erkennen und Schadensfälle zu vermeiden. Aus diesen Anforderungen heraus ist das IKS entstanden. Neben der Pflicht zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen stellt sich die Frage, inwiefern ein IKS einen Mehrwert für ein Unternehmen bietet.
In der heutigen Zeit nimmt die Komplexität des Geschäftsgeschehens sowie die Digitalisierung stetig zu. Aus diesem Grund müssen sich Unternehmen flexibel und agil auf die immer schneller ändernde Risikoumgebung einstellen. Vor allem im Zeitalter, in der viele Unternehmen global operieren, wird es stets anspruchsvoller, das dadurch erhöhte Risikopotenzial zu managen und die wesentlichen Geschäftsprozesse ordnungsgemäß zu überwachen. Um diese Risiken einzugrenzen und zu steuern, ist ein wirksames IKS als zentrales Managementsystem unausweichlich. Hierbei unterstützt das IKS die Risikoüberwachung im Unternehmen um vorhandene Schwachstellen aufzeigen. Das Ziel dabei ist, die Risiken, welche die Zielerreichung des Unternehmens gefährden können, möglichst zu reduzieren. Hierdurch kann das IKS einen signifikanten Beitrag zum zukünftigen Unternehmenserfolg liefern. Somit ist eine IKS darauf ausgelegt, Unternehmen bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen. Die höheren Anforderungen durch den Gesetzgeber treffen alle Organe der Unternehmen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung eines internen Kontrollsystems aufgrund gestiegener Anforderungen durch Schadensfälle in der Wirtschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit.
2 IKS: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Internen Kontrollsystems als Bestandteil der Corporate Governance, seine Ziele und Abgrenzungen zu anderen Systemen wie RMS und CMS erläutert.
3 COSO-Modelle: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen COSO-Rahmenwerke von COSO I bis zur aktuellen Version COSO-ERM-2017 als Leitfaden für die IKS-Gestaltung.
4 Einführung des IKS: Es wird die methodische Vorgehensweise bei der Implementierung eines IKS-Projekts sowie die notwendige Dokumentation und Überwachung beschrieben.
5 Abgrenzung zum Controlling: Die Schnittstellen zwischen Controlling und IKS sowie die Unterstützungsfunktion des Controllings bei der Umsetzung von Vorstandspflichten werden beleuchtet.
6 IKS am Beispiel Würth: Dieses Kapitel stellt einen Praxisbezug zur Würth-Gruppe her und veranschaulicht, wie dort das Risikomanagement und das IKS aktiv betrieben werden.
7 Digitalisierung des IKS: Hier werden die Notwendigkeit, Voraussetzungen und Vorteile der digitalen Transformation des IKS sowie Automatisierungsmöglichkeiten wie RPA und KI thematisiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Relevanz des IKS als Führungsinstrument und die Notwendigkeit einer digitalen Anpassung zusammen.
Internes Kontrollsystem, IKS, Corporate Governance, Risikomanagement, RMS, COSO-Modell, Digitalisierung, Prozessautomatisierung, Controlling, Compliance, Risikokultur, Risikobeurteilung, Unternehmensführung, Interne Revision, Geschäftsprozesse
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung, Struktur und Implementierung von Internen Kontrollsystemen (IKS) in mittelständischen Unternehmen sowie deren Anpassung an moderne Anforderungen wie die Digitalisierung.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Rahmenwerke (COSO), die praktische Einführung von IKS, die Synergien mit dem Risikomanagement (RMS) und Controlling sowie die digitale Transformation von Kontrollprozessen.
Das Ziel ist es, ein Grundverständnis für IKS zu schaffen, den Mehrwert für Unternehmen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie man ein funktionierendes System in der mittelständischen Praxis erfolgreich implementiert.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Rahmenwerke und Studien sowie auf eine Fallstudie zum Konzern Würth, um die Wirksamkeit eines praktisch umgesetzten IKS zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch COSO-Modelle, methodische Schritte zur Implementierung eines IKS, die Abgrenzung zum Controlling und die Analyse digitaler Möglichkeiten für das Kontrollsystem.
Wesentliche Begriffe sind IKS, Corporate Governance, Risikomanagement, COSO-ERM, Digitale Transformation, Automatisierung, Prozesscontrolling und Compliance.
Die Würth-Gruppe dient als exemplarisches Praxisbeispiel, an dem gezeigt wird, wie ein großer Mittelständler durch eine digitale Plattform sein IKS und Risikomanagement effizient steuert.
Aufgrund zunehmender Komplexität und sich ständig ändernder gesetzlicher Regelungen sind manuelle Kontrollprozesse nicht mehr zeitgemäß; Digitalisierung ermöglicht Effizienzsteigerungen und präzisere Risikoanalysen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein IKS nicht nur zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten dient, sondern ein essenzielles Führungsinstrument zur Sicherung der langfristigen Überlebensfähigkeit eines Unternehmens darstellt.
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