Bachelorarbeit, 2021
21 Seiten, Note: 1
Vorwort
Einleitung
Werfen wie ein Mädchen
“Throwing Like a Girl“: Twenty Years Later
Weiterführende Überlegungen
Bilanz
Die Arbeit analysiert anhand von Iris Marion Youngs Essay „Werfen wie ein Mädchen“ die phänomenologischen Modalitäten weiblicher Körperhaltung, Bewegung und Räumlichkeit, um die durch gesellschaftliche Sozialisation geprägten, oft gehemmten Verhaltensweisen von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft zu beleuchten.
Werfen wie ein Mädchen
In Teil eins ihrer Analyse beschäftigt sich Young mit der Körperhaltung und der Art und Weise wie der Körper mit Dingen und Aufgaben interagiert, sowie das körperliche Selbstbild. Hierfür kommt Young nochmals auf Straus‘ Beobachtungen zurück und wiederholt, dass Jungen im Gegensatz zu Mädchen beim Werfen den gesamten Körper zum Einsatz bringen. Wohingegen Mädchen nur jene Teile, die unmittelbar gebraucht werden, „benutzen“ und auch das ohne sie zur Gänze auszuschöpfen. Darüber hinaus lassen sich auch bei der weiblichen Körperhaltung im Falle des Gehens, Stehens und Sitzens diverse Unterschiede feststellen. Wie beim Sport tritt hier abermals eine geringere Reichweite in Erscheinung – im wahrsten Sinne des Wortes – denn der männliche Schritt ist im Verhältnis zu seinem Körper länger der des Weiblichen. Generell lässt sich sagen, dass die Frau eine gewisse Geschlossenheit umgibt. So sitzen und stehen Frauen immer noch – obwohl Hosen längst zur Alltagskleidung gehören – mit geschlossenen Beinen und tragen Gegenstände wie Bücher fest an den Körper gepresst.
Auch Aufgaben, die Muskelkraft erfordern unterscheiden sich bei den Geschlechtern. Tatsächlich ist es aber nicht die Muskelkraft, die entscheidend ist, sondern die Art und Weise, wie der jeweilige Akteur seinen Körper einsetzt. Frauen fehlt oftmals das Selbstvertrauen dazu, schwere Gegenstände zu heben oder zu bewegen und verabsäumen es auch hier ihren ganzen Körper einzusetzen und dementsprechend bleibt wichtige Kraft, zum Beispiel die der Beine, ungenutzt.
Vorwort: Einleitung in die Relevanz der Geschlechterforschung und Begründung der Themenwahl für die vorliegende Bachelorarbeit.
Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, die eine Lücke zwischen Existenzialphänomenologie und feministischer Theorie durch die Analyse typischer weiblicher Verhaltensweisen schließen möchte.
Werfen wie ein Mädchen: Detaillierte Darstellung der drei Modalitäten weiblicher Körpererfahrung – mehrdeutige Transzendenz, gehemmte Intentionalität und nicht kontinuierliche Einheit – basierend auf Youngs Analyse.
“Throwing Like a Girl“: Twenty Years Later: Reflexion der Autorin Iris Marion Young auf ihren eigenen Essay nach zwei Jahrzehnten unter Berücksichtigung feministischer Theoriedebatten.
Weiterführende Überlegungen: Ergänzende phänomenologische Perspektiven von Steffen Herrmann und Maren Wehrle zur Leiblichkeit und der Einkorporierung von Geschlechternormen.
Bilanz: Zusammenfassende persönliche Schlussfolgerungen der Verfasserin zur anhaltenden Relevanz von Youngs Theorie und zur Bedeutung bewussterer körperlicher Übungspraxis.
Geschlechterforschung, Iris Marion Young, Phänomenologie, Leiblichkeit, weibliche Körperhaltung, Modalitäten, gehemmte Intentionalität, mehrdeutige Transzendenz, Sozialisation, Patriarchat, Geschlechternormen, Körpererfahrung, Objektivierung, Merleau-Ponty, Frauenbewegung.
Die Arbeit untersucht das weibliche Körperverhalten und dessen Prägung durch gesellschaftliche Faktoren, basierend auf dem Essay „Werfen wie ein Mädchen“ von Iris Marion Young.
Im Zentrum stehen die Phänomenologie des gelebten Körpers, die Analyse von Geschlechterdifferenzen, weibliche Motilität und die räumliche Orientierung von Frauen.
Das Ziel ist es, die typischen, oft als gehemmt oder unbeweglich wahrgenommenen körperlichen Verhaltensweisen von Frauen nicht biologisch, sondern als Resultat kultureller und gesellschaftlicher Sozialisation zu erklären.
Die Arbeit nutzt die existenzialphänomenologische Methode von Iris Marion Young, die sich maßgeblich auf Maurice Merleau-Ponty und Simone de Beauvoir bezieht.
Der Hauptteil analysiert die drei Modalitäten weiblicher Bewegung, reflektiert Youngs 20 Jahre spätere Neubewertung ihres Essays und integriert ergänzende Perspektiven zur „Politik der Leiblichkeit“.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Phänomenologie, Leiblichkeit, mehrdeutige Transzendenz, gehemmte Intentionalität und die kulturelle Zurichtung des Körpers.
Der Sportunterricht dient als praktisches Beispiel, um die ungleiche Verteilung von Zielen und die frühe Einprägung von geschlechtsspezifischen Grenzen zu verdeutlichen.
Die Autorin sieht kritisch, dass Medien zur Objektivierung beitragen und betrachtet auch moderne Kampagnen wie Body Positivity teilweise zwiespältig, da sie trotz guter Absichten oft neue Angriffsflächen schaffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

