Masterarbeit, 2018
120 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Psychische Störungen in der Peripartalzeit
2.2 Prävalenz der Peripartaldepression
2.3 Symptome der Peripartaldepression
2.4 Ätiologie und Risikofaktoren der Peripartaldepression
2.5 Verlauf und Folgen der Peripartaldepression
2.6 Klassifikation und diagnostische Kriterien der Peripartaldepression
2.7 Diagnostische Messinstrumente der Peripartaldepression
2.8 Darstellung des peripartalen Versorgungskontextes
2.9 Behandlung der Peripartaldepression
2.10 Peripartale Depression – was tun? Das Manual „Thinking Healthy“
2.11 Zusammenfassung
3. Entwicklungsstand der mHealth Interventionen
3.1 Nutzung von mHealth Interventionen bei emotionalen Störungen
3.2 mHealth Interventionsmöglichkeiten für das psychische Wohlbefinden
3.3 Bedeutung einer mHealth Intervention für psychische Störungen in der Peripartalzeit
3.4 Evidenz der Wirksamkeit von mHealth Interventionen
3.5 Barrieren von mHealth Interventionen
3.6 Zusammenfassung
4. Systematischer Entstehungsprozess einer mHealth Intervention
4.1 mHealth Intervention Design
4.2 Durchführung qualitativer Interviews und Entwicklung einer Intervention am Beispiel des Manual Design, Implementierung, Monitoring und Evaluation
4.3 Überprüfung der Usability der App
5. Empirischer Teil
5.1 Forschungsinteresse
5.2 Fragestellungen
6. Entwicklung eines Prototyps einer mHealth Intervention für die Peripartaldepression
6.1. Durchführung der Untersuchung
6.2 Rekrutierung der Teilnehmenden
6.3 Beschreibung der Erhebungsinstrumente
6.4 Datenerhebung
6.5 Stichprobenbeschreibung
6.6 Datenanalyse
7. Ergebnisse und Entwicklung einer Umsetzung in Form der App
7.1 Identifizierung der technischen Dimension und Auswirkung auf die Entwicklung einer Umsetzung in Form der App
7.1.1 Ergebnisse der Befragung: Technische Geräte und Betriebssysteme
7.1.2 Ergebnisse der Befragung: Apps und Webseiten
7.1.3 Umsetzung
7.2 Bedarfsanalyse und Identifizierung der Informationsquellen und des Wissensstandes über die Peripartaldepression und den Einfluss auf die Entwicklung der App
7.2.1 Ergebnisse der Befragung: Informationsquellen
7.2.2 Ergebnisse der Befragung: Wissensstand
7.2.3 Umsetzung
7.3 Identifizierung von Informationen über strukturelle und gestalterische Faktoren und Umsetzung in Form der App
7.3.1 Ergebnisse und Umsetzung: Sprache
7.3.2 Ergebnisse: Struktur und Gestaltung
7.3.3 Umsetzung
7.4 Identifizierung von Informationen über inhaltliche Faktoren und Entwicklung einer Umsetzung in Form der App
7.4.1 Ergebnisse
7.4.2 Umsetzung
7.5 Psychoedukation und Umsetzung in Form der App
7.5.1 Ergebnisse der Befragung: Schutz-/Hilfsfaktoren und Psychoedukation
7.5.2 Ergebnisse der Befragung: Symptome der PPD
7.5.3 Umsetzung
7.6 Identifizierung von Informationen über Risikofaktoren und Ursachenmodelle und Umsetzung in Form der App
7.6.1 Ergebnisse
7.6.2 Umsetzung
7.7 Screening der Peripartaldepression und Umsetzung in Form der App
7.7.1 Ergebnisse
7.7.2 Umsetzung
7.8 Identifizierung von Bewältigungsstrategien und Behandlungsmöglichkeiten der Peripartaldepression und Umsetzung in Form der App
7.8.1 Ergebnisse
7.8.2 Umsetzung
7.9 Identifizierung von Interventionsmöglichkeiten und Umsetzung in Form der App
7.9.1 Ergebnisse
7.9.2 Umsetzung
7.10 Identifizierung von Informationen über die Berücksichtigung des sozialen Umfeldes einer mHealth Intervention und Umsetzung in Form der App
7.10.1 Ergebnisse
7.10.2 Umsetzung
7.11 Identifizierung von Informationen der Vernetzung und Umsetzung in Form der App
7.11.1 Ergebnisse
7.11.2 Umsetzung
7.12 Identifizierung von Informationen über die Motivation, eine mHealth Intervention seitens der Frauen als auch der Fachleute zu nutzen
7.12.1 Ergebnisse: Motivation (Frauen)
7.12.2 Ergebnisse: Motivation (Fachpersonen)
7.13 Identifizierung kritischer Aspekte und Umsetzung in Form der App
7.13.1 Ergebnisse
7.13.2 Umsetzung
8. Fazit und Ausblick
8.1 Fazit
8.2 Limitationen
8.3 Ausblick
9. Literaturverzeichnis
10. Anhang
Das primäre Ziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung eines Prototyps für eine mobile Health (mHealth) App, die speziell darauf ausgerichtet ist, betroffene Frauen sowie deren Umfeld bei der Peripartaldepression (PPD) zu unterstützen, indem sie den Entwicklungsprozess auf wissenschaftlicher Basis und unter Einbeziehung von Nutzerinterviews und Experteneinblicken operationalisiert.
2.1 Psychische Störungen in der Peripartalzeit
„Ich kam mir verlassen vor, glaubte es aber nicht anders zu verdienen: Ich war nicht in der Lage, meiner Tochter Ruhe zu schenken. Trotzdem machte ich mit zusammengebissenen Zähnen weiter, auch wenn ich immer verzagter wurde. Mein Körper verweigerte die Mutterrolle.“ (Elena Ferrante: „Die Geschichte der getrennten Wege“, S. 302)
Psychische Störungen werden nach Wittchen et al. (2011) als ein klinisch bedeutsames Muster im Denken, Erleben, Äußern von Gefühlen, Urteilen oder Handeln einer Person definiert, welches mit Normabweichungen, funktionellen Beeinträchtigungen, Leid und einem Änderungsbedürfnis einhergeht (Wittchen et al., 2011). Sie gehören zu den häufigsten Komplikationen in der Peripartalzeit (Riecher-Rössler, 2006). Bei psychischen Störungen in der Peripartalzeit handelt es sich keinesfalls um neue Störungsbilder, sondern die Symptome wurden bereits in der Antike von Hippokrates (460 vor Christus) beschrieben (Hofecker Fallahpour et al., 2005; Junge-Hoffmeister, Bittner & Weidner, 2012; Salis, 2007). Im 19. Jahrhundert finden sie durch den französischen Psychiater Louis Victor Marcé (1858) mit seinem Buch „Traité de la folie des femmes enceintes des nouvelles accouchées et des nourrices: et considérations médico-légales qui se rattachent à ce sujet“7 Einzug in die wissenschaftliche Literatur (Marcé, 1858).
Laut Vesga-Lopez et al. (2008) ist Schwangerschaft nicht mit einer erhöhten Inzidenz psychischer Störungen assoziiert, jedoch treten sie in der Postpartalzeit häufiger auf (Vesga-Lopez et al., 2008).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesundheitspolitische Relevanz der Peripartaldepression (PPD) als häufige, aber oft unentdeckte psychische Erkrankung und führt in das Potenzial mobiler Health-Anwendungen (mHealth) als niedrigschwellige Interventionsmöglichkeit ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht über psychische Störungen in der Peripartalzeit, klinische Erscheinungsformen der PPD, ihre Ätiologie, Risikofaktoren und den derzeitigen Versorgungsstatus in Deutschland.
3. Entwicklungsstand der mHealth Interventionen: Es wird der Stand der Technik bei Gesundheits-Apps aufgezeigt und erörtert, warum mHealth-Ansätze besonders für Personen in der sensiblen Lebensphase der Peripartalzeit von hoher Bedeutung sein können.
4. Systematischer Entstehungsprozess einer mHealth Intervention: Dieses Methodikkapitel erläutert die theoretischen Rahmenmodelle (mHealth Intervention Design, DIME, Health-ITUEM), die dem systematischen Aufbau der Forschungsarbeit zugrunde liegen.
5. Empirischer Teil: Hier wird das Forschungsinteresse an der Entwicklung eines PPD-Prototyps dargelegt und die zentralen Forschungsfragen definiert, die aus der Literaturrecherche resultieren.
6. Entwicklung eines Prototyps einer mHealth Intervention für die Peripartaldepression: Kapitel 6 beschreibt das konkrete methodische Vorgehen der Untersuchung, inklusive der Rekrutierung der Probanden und der Durchführung qualitativer Interviews sowie Fokusgruppen.
7. Ergebnisse und Entwicklung einer Umsetzung in Form der App: Dieser Hauptteil analysiert die erhobenen Daten detailliert und führt die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete gestalterische und inhaltliche Umsetzungsschritte für den App-Prototypen über.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit stellt die Erreichung der Forschungsziele fest, diskutiert Limitationen der Arbeit und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsschritte zur Implementierung der mHealth-Intervention.
Peripartaldepression, PPD, mHealth, App-Entwicklung, psychische Gesundheit, Psychoedukation, mobile Health, qualitative Forschung, Nutzeranforderungen, Schwangerschaft, Wochenbett, Risikofaktoren, Interventionsdesign, Gesundheitstechnologie, Entstigmatisierung.
Die Arbeit widmet sich der Entwicklung eines Prototyps für eine mobile Health (mHealth) App, die als Hilfsmittel für Frauen mit Peripartaldepression konzipiert wurde, um die Lücke in der aktuellen psychosozialen Versorgung zu schließen.
Die zentralen Themen umfassen die Peripartaldepression, die Möglichkeiten und Grenzen mobiler Gesundheitsanwendungen, Nutzerbedarfe sowie die Integration wissenschaftlich fundierter therapeutischer Konzepte in einer digitalen Oberfläche.
Das Hauptziel besteht in der Entwicklung eines Prototyps einer mHealth-Intervention für die PPD, die einen fortlaufenden Qualitätssicherungsprozess durchläuft und sowohl wissenschaftlich als auch nutzerzentriert (Nutzerinnen, IT-Experten, Fachpersonen) optimiert wird.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign auf Basis des DIME-Manuals gewählt, das durch leitfadengestützte Experten- und Betroffeneninterviews sowie Fokusgruppendiskussionen zur Evaluation des Prototyps durchgeführt wurde.
Im Hauptteil werden die technischen Anforderungen, der Wissensstand betroffener Frauen, die für die App nötigen strukturellen und gestalterischen Elemente sowie die Integration konkreter therapeutischer Inhalte wie Psychoedukation und Screening-Tools ausführlich erörtert.
Die wichtigsten Schlagworte lauten Peripartaldepression (PPD), mHealth, mobile Intervention, Nutzerorientierung, Psychoedukation und Versorgungskontext.
Das Manual der WHO dient als konzeptionelle Grundlage für die Interventionsinhalte in der App. Es wird als wertvoller Ansatz geschätzt, um strukturiert durch die Phasen der Schwangerschaft und das erste Jahr postpartal zu führen und kognitiv-behaviorale Strategien (KBT) zu vermitteln.
Untersuchungen zeigten, dass eine App nur dann Akzeptanz findet, wenn sie auf den Betriebssystemen (Android/iOS) funktioniert, die die Zielgruppe bereits im Alltag für Informationssuchen nutzt – was hier als Grundlage für die plattformübergreifende Entwicklung dient.
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