Examensarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Definition von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball
3. Historische Entwicklung von Rückschlagspielen
4. Ausgewählte Rückschlagspiele mit Schläger und Ball
4.1 Einfeldspiele
4.1.1 Squash
4.1.2 Racquetball
4.2 Zweifeldspiele
4.2.1 Tennis
4.2.2 Tischtennis
4.2.3 Badminton
4.2.4 Speedminton
5. Koordination als Grundlage von Training
5.1 Theoretischer Hintergrund
5.1.1 Veränderung der Bewegungskoordination im Zusammenhang mit Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungssystems
5.1.2 Bewegungskoordination als Gesundheitsressource bzw. als Schutzfaktor des Bewegungssystems
5.2 Messbarkeit von Koordination
5.3 Koordinationsschwächen
5.4 Methoden zur Koordinationsverbesserung
5.5 Koordination in der Jugend
5.6 Koordination im Alter
6. Definition und Differenzierung von koordinativen Fähigkeiten
6.1 Definition von koordinativen Fähigkeiten
6.2 Differenzierung allgemeiner und spezieller koordinativer Fähigkeiten
6.3 Koordinative Leistungsvoraussetzungen
6.4 Koordinative Schulung von Rückschlagspielen am Modell der allgemeinen koordinativen Fähigkeiten
6.4.1 Koordinationstraining zu den allgemeinen koordinativen Fähigkeiten
6.5 Schulung der koordinativen Fähigkeiten am Modell der koordinativen Anforderungskategorien
6.5.1 Theoretischer Hintergrund
6.5.2 Übungen für das Modell des koordinativen Anforderungsprofils
7. Koordinative Schulung im Tennis
7.1 Theoretischer Hintergrund
7.2 Ballkontrolle
7.3 Distanzregulation
7.4 Timing
7.5 Transfertraining
8. Mögliche Erscheinungsformen von Tennis in der Schule
9. Kooperation von Schule und Verein
10. Grenzen von Tennis im Schulsport
11. Diskussion
12. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise eine gezielte Förderung koordinativer Fähigkeiten durch das Tennisspiel im Schulsport realisiert werden kann. Angesichts der Komplexität koordinativer Anforderungen im Tennis analysiert der Autor die Eignung verschiedener Vermittlungsformen und diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung in das schulische Umfeld.
Orientierungsfähigkeit
Die Orientierungsfähigkeit ist in jeder Ballsportart ein leistungsbestimmender Faktor. „Diese Fähigkeit bezieht sich auf die Wahrnehmung und Bestimmung von Körpern im Raum und die sich daraus ergebende Steuerung von Bewegungen“ (Heinzel et. al., 1997, S.16). Häufig muss ein Spieler in Sekundenbruchteilen die aktuelle Spielsituation erkennen und dabei noch Einflussgrößen (meistens visuelle) wie zum Beispiel Gegenspieler, Ballsprungverhalten oder das Raumangebot richtig einschätzen und entsprechend reagieren. Diese Fähigkeit ist durch Peter Burwash (1986, S. 32) als der „dreifache Blick“ bekannt. Dies bedeutet, dass man gleichzeitig den Ball, den Gegner und den Platz im Auge behält. Obwohl ein Spieler beim Tennis sich auf den zu schlagenden Ball konzentrieren muss, ist es ist es ebenfalls für die Ausübung des Drucks auf den Gegenspieler wichtig zu wissen, wo sich dieser befindet. Diese Fähigkeit ist dafür verantwortlich, dass ein guter Tennisspieler einen Volley- oder Schmetterball nicht nur abwehren, sondern ihn so platzieren kann, dass er unerreichbar für den Gegner wird (vgl. Schneider, 1977, S.103).
Die Beobachtung des Gegenspielers ist die wichtigste Komponente des „dreifachen Blicks“. Durch die Schlaghaltung, Laufarbeit, Stellung zum Ball, sowie der Ausholbewegung und der Neigung der Schlägerfläche in der Schlagbewegung und schließlich der Treffpunkt des Balles selbst, kann ein geübter Spieler sehr viel über die Spielabsicht des Gegners erkennen. Des Weiteren kann man durch die Beobachtung des Balles ebenfalls viele Informationen sammeln, wie zum Beispiel die Absprunghöhe, Rotation oder die Geschwindigkeit. Die Rotation des Balles ist beim Tennis sehr wichtig, da dieser mit Vorwärtsdrall höher abspringt und schneller wird, im Gegensatz zu einem Ball mit Rückwärtsdrall (vgl. Schneider, 1977, S. 103).
Ein Tennisspieler muss sich ebenfalls auf den Platz konzentrieren, da dieser durch Zielbereiche bestimmt wird, in die er seine Bälle schlagen kann, um eine Drucksituation aufzubauen. Je mehr der Gegenspieler unter Druck gerät, desto weniger bleibt ihm die Möglichkeit das gesamte Spielfeld abzudecken. Diese offenen Räume zu erkennen und auszunutzen ist die dritte Phase des „dreifachen Blickes“ (vgl. Schneider, 1977, S. 104).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Rolle koordinativer Fähigkeiten im Schulsport, insbesondere durch die Integration des Tennissports.
2. Definition von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball: Es wird eine klassifizierende Definition von Rückschlagspielen gegeben, unterteilt in Einfeld- und Zweifeldspiele.
3. Historische Entwicklung von Rückschlagspielen: Ein kurzer historischer Abriss verdeutlicht die Tradition und Evolution von Rückschlagspielen.
4. Ausgewählte Rückschlagspiele mit Schläger und Ball: Verschiedene Einfeld- und Zweifeldspiele werden hinsichtlich ihrer Spielidee und Ausrüstung vorgestellt.
5. Koordination als Grundlage von Training: Dieser Abschnitt beleuchtet den medizinischen und gesundheitlichen Stellenwert von Koordination und thematisiert deren Messbarkeit sowie Entwicklungsphasen.
6. Definition und Differenzierung von koordinativen Fähigkeiten: Hier werden theoretische Modelle der koordinativen Fähigkeiten erläutert und der Zusammenhang zwischen allgemeinen und speziellen Fähigkeiten hergestellt.
7. Koordinative Schulung im Tennis: Der Hauptteil konzentriert sich auf tennisspezifische Aspekte wie Ballkontrolle, Distanzregulation und Timing sowie deren Training.
8. Mögliche Erscheinungsformen von Tennis in der Schule: Es werden verschiedene schulische Organisationsformen für Tennis diskutiert, von der AG bis zum Wahlpflichtunterricht.
9. Kooperation von Schule und Verein: Die notwendige Zusammenarbeit zwischen Schulen und Tennisvereinen zur Ressourcenoptimierung wird analysiert.
10. Grenzen von Tennis im Schulsport: Die Herausforderungen wie hoher organisatorischer Aufwand, Platzmangel und fehlendes Equipment werden kritisch beleuchtet.
11. Diskussion: Eine abschließende wissenschaftliche Reflexion über die Umsetzbarkeit der Koordinationsförderung durch Tennis im schulischen Kontext.
12. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Tennis als Schulsport zwar limitiert ist, Koordinationstraining jedoch einen hohen Stellenwert für die allgemeine motorische Entwicklung von Kindern einnimmt.
Koordination, koordinative Fähigkeiten, Rückschlagspiele, Tennis, Schulsport, Bewegungskoordination, Ballkontrolle, Distanzregulation, Timing, Sportunterricht, motorische Entwicklung, Kooperation, Schule und Verein, Trainingslehre, Sensomotorik
Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern Tennis im Schulsport dazu beitragen kann, die koordinativen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und welche Hürden dabei bestehen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Koordination, die Differenzierung in allgemeine und spezifische koordinative Fähigkeiten sowie die organisatorischen Aspekte der Umsetzung in Schulen.
Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen einer koordinativen Schulung durch Tennis aufzuzeigen und Strategien zu bewerten, wie Schulen durch Kooperationen mit Vereinen das Angebot erweitern können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die sportwissenschaftliche Studien, Definitionen und Konzepte zur Bewegungskoordination sowie didaktische Ansätze zur Vermittlung im Sportunterricht zusammenführt.
Der Hauptteil analysiert detailliert die koordinativen Leistungsvoraussetzungen im Tennis, insbesondere Ballkontrolle, Distanzregulation und Timing, ergänzt durch konkrete Übungsbeispiele für die Praxis.
Wichtige Begriffe sind Koordination, koordinative Fähigkeiten, Rückschlagspiele, Tennis, Schulsport, Ballkontrolle, Distanzregulation, Timing sowie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein.
Da viele Schulen nicht über die notwendigen Tennisplätze, Netze oder Schläger verfügen, ermöglichen Kooperationen mit lokalen Vereinen den Schülern den Zugang zu Sportstätten und professionellem Equipment.
Die Arbeit betont, dass das Alter zwischen sechs und zwölf Jahren der Höhepunkt für die Trainierbarkeit koordinativer Fähigkeiten ist, weshalb die Förderung in diesem Zeitraum für die spätere Bewegungsqualität essenziell ist.
Der Autor verweist auf Speedminton als eine unkompliziertere Alternative, die weniger Platz und Material benötigt und dennoch koordinative sowie konditionelle Anforderungen effektiv anspricht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Tennis aufgrund des hohen organisatorischen Aufwands und materieller Engpässe als regulärer Schulsport schwierig umzusetzen ist, jedoch als außerunterrichtliches Angebot großes Potenzial besitzt.
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