Bachelorarbeit, 2008
59 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. ROLLE DER HOCHSCHULE IM INNOVATIONSPROZESS
3. PUBLIC MANAGEMENT – THEORIE ZUR EFFIZIENZSTEIGERUNG ÖFFENTLICHER EINRICHTUNGEN
3.1. EINFÜHRUNG DES IOP FÜHRUNGSKONZEPTES
3.1.1. Innovations- und Informationsmanagement
3.1.2. Organisatorische Gestaltung
3.1.3. Personalmanagement
4. ANWENDUNG DES IOP- FÜHRUNGSKONZEPTES AUF DEN UNIVERSITÄREN WISSENSTRANSFER
4.1. INNOVATIONS- UND INFORMATIONSMANAGEMENT
4.1.1. Rahmenbedingungen des Innovationsmanagements im Wandel
4.1.2. Vom Technologietransfer zum Netzwerkmanagement
4.1.3. Integriertes Informationsmanagement
4.2. ORGANISATORISCHE GESTALTUNG
4.2.1. Organisatorische Sicht
4.2.2. Funktionale Sicht
4.3. PERSONALMANAGEMENT
4.3.1. Wissenschaftlich-kaufmännische Doppelspitze
4.3.2. Mittlerrollen im Technologietransfer
5. FAZIT UND AUSSICHT
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Effizienz des Wissenstransfers von der universitären Forschung in die Wirtschaft durch moderne Managementansätze gesteigert werden kann, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu stärken.
4.1.1. Rahmenbedingungen des Innovationsmanagements im Wandel
In Kapitel 2 wurde die Frage nach rechtlichen Rahmenbedingungen aufgeworfen, nach denen Ziele aus Wissenschaft, Wirtschaft und Staat miteinander zu vereinen sein sollen.
Zwischen diesen Einheiten besteht nach Karpen (1990) ein dreipoliges Spannungsverhältnis, welches auch als Triple Helix Framework bezeichnet wird. Dieses Spannungsverhältnis entsteht durch die Reglementierung des Staates, bzw. die Rahmengebung durch diesen: So legt Art. 5 Abs. 3 GG fest, dass der Staat einerseits „als Rechtsstaat die Freiheit der Wissenschaft garantieren muss“ und andererseits „die Unabhängigkeit des wirtschaftlichen Wettbewerbs gewährleisten muss“ wozu auch die unternehmerische Freiheit gehört, wissenschaftliche Erkenntnisse zu verwerten. Bereits in Kapitel 3.1.1. wurde hierdurch ein Zielkonflikt zwischen politischer Verantwortung und innovativer staatlicher Leistungserbringung festgestellt. Als Kulturstaat (greift der Staat jedoch in den freien Wettbewerb ein indem er, Anm. des Verf.) direkt die technologische Entwicklung fördert und Hochschulen unterhält. Aus dieser finanziellen Abhängigkeit heraus entsteht die Möglichkeit für den Staat „die Grundlagenforschung unter Gesichtspunkten wie „sozialrelevant“, „anwendungsorientiert“ zu werten und damit eine stärkere forschungspolitische Erfolgs und Effizienzkontrolle auszuüben. Diese Tendenz entspricht der am Anfang von Kapitel 4 erläuterten Kostenperspektive, welcher zufolge öffentlich finanzierte Forschung künftig in Abhängigkeit von erbrachten Leistungen finanziert werden wird.
Hinzu kommen Schutzrechte und die Schaffung geeigneter Strukturen. Damit die für eine Weiterfinanzierung erforderlichen Leistungen an den öffentlichen Einrichtungen erbracht werden, gilt es nach Abramson et al. (1997) geeignete Infrastrukturen und Anreize zu schaffen. Im Rahmen ihrer Studie von der Frauenhofer Gesellschaft zum Vergleich des Technologietransfers in den USA und in Deutschland sprechen sich Abramson et al. für eine aktivere Rolle von Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen im Bereich gewerblicher Schutzrechte und ihrer Lizenzierung aus.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Problematik des ineffizienten Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Wirtschaft ein und skizziert die Notwendigkeit einer managementorientierten Erneuerung.
2. ROLLE DER HOCHSCHULE IM INNOVATIONSPROZESS: Es wird die notwendige Integration der Hochschulen in marktorientierte Innovationsmodelle zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit diskutiert.
3. PUBLIC MANAGEMENT – THEORIE ZUR EFFIZIENZSTEIGERUNG ÖFFENTLICHER EINRICHTUNGEN: Das IOP-Führungskonzept nach Thom und Ritz wird als Instrument zur Modernisierung staatlicher Institutionen eingeführt und in seinen Kernbereichen erläutert.
4. ANWENDUNG DES IOP- FÜHRUNGSKONZEPTES AUF DEN UNIVERSITÄREN WISSENSTRANSFER: Hier findet die praktische Übertragung des IOP-Konzepts auf die spezifischen Strukturen der Hochschule in den Bereichen Innovationsmanagement, Organisation und Personal statt.
5. FAZIT UND AUSSICHT: Die Arbeit resümiert die Ansätze zur Nutzensteigerung der Hochschulforschung und betont die Bedeutung einer zielgruppenspezifischen, persönlichen Betreuung bei gleichzeitiger zentraler Plattformstruktur.
Wissenstransfer, Innovationsprozess, Regionalpolitik, Public Management, IOP-Führungskonzept, Hochschulforschung, Technologietransfer, Netzwerkmanagement, Innovationsmanagement, Personalmanagement, Forschungskooperation, Auftragsforschung, Wissensgesellschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Forschungslandschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Wissenstransfers von Universitäten in die Wirtschaft, um Forschungsergebnisse effizienter nutzbar zu machen.
Zentrale Themen sind Public Management-Ansätze, das Innovations- und Wissensmanagement an Hochschulen sowie die Rolle von Transferstellen und deren Personal.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines strukturellen Rahmens zur Nutzensteigerung der Hochschulforschung für die Wirtschaft durch die Anwendung des IOP-Führungskonzeptes.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Public Management-Konzepten, eine Analyse von Best-Practice-Beispielen (wie dem MIT oder An-Instituten) und die Auswertung relevanter Fachliteratur.
Im Hauptteil wird das IOP-Führungskonzept auf die universitäre Praxis angewandt, wobei Innovationsmanagement, organisatorische Gestaltungsalternativen und die Rolle des Personals in Transferstellen analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Wissenstransfer, IOP-Führungskonzept, Innovationsmanagement und regionale Innovationssysteme.
An-Institute dienen als privatrechtliche Bindeglieder zwischen Universität und Praxis, die eine flexiblere Bearbeitung von Forschungsaufträgen ermöglichen und die Forscher von bürokratischen Lasten befreien.
Das ILP des MIT dient als Best-Practice-Beispiel für eine ganzheitliche Kundenorientierung und zeigt, wie durch professionelles Account Management eine effektive Brücke zwischen Forschung und Industrie geschlagen wird.
Potentialorientierte Stellen vermitteln vorhandenes Wissen (z.B. Publikationen), während bedarfsorientierte Stellen aktiv Lösungen für konkrete Probleme der Wirtschaft suchen und anbieten.
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