Bachelorarbeit, 2020
70 Seiten, Note: 1,8
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. Einleitung
2. Aktueller Stand der wissenschaftlichen Forschung
2.1 Wetter, Witterung und Klima
2.2 Klimawandel
2.3 Klimavariabilität
3. Klimawandel und Vegetation
3.1 Prognostizierte Veränderung der Vegetationszonen – eine globale Betrachtung
3.2 Regionale Vegetationsentwicklung
3.3 Auswirkung von Hitze- und Trockenphasen auf die Vegetation
4. Vegetation und ihre Dynamik am Beispiel des Arboretum Grenzenlust
4.1 Untersuchung abiotischer Faktoren
4.2 Dendroökologische Untersuchung
4.3 Untersuchung der Vegetation
5. Ergebnisse der Untersuchung
5.1 Abiotische Faktoren – Klimatische Standortanalyse im mehrjährigen Vergleich
5.1.1 Analyse der Hitze- und Trockenjahre 2018/2019
5.1.2 Simulierte Entwicklung der Hitze- und Trockenphasen
5.1.3 Bodeneigenschaften im Arboretum Grenzenlust
5.2 Auswirkung der Klimavariabilität auf Rotbuchen
5.2.1 Dendroökologische Untersuchung von Rotbuchen
5.2.2 Mikroskopische Auswertung
5.3 Ergebnisse der Vegetationsbestimmung im Arboretum Grenzenlust
5.3.1 Einordnung in die Pflanzensoziologie
5.3.2 Häufigkeit und Gefährdung der Arten
5.3.3 Analyse der Zeigerwerte und Stressfaktoren
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Klimavariabilität, insbesondere der Hitze- und Trockenjahre 2018 und 2019, auf die lokale Vegetation im Arboretum Grenzenlust in Hamminkeln. Ziel ist es, durch eine interdisziplinäre Herangehensweise unter Einbeziehung klimatologischer, botanischer und dendroökologischer Methoden zu klären, inwieweit diese Extremereignisse als signifikante Stressfaktoren für einheimische Laubbaumarten, wie die Rotbuche, wirken.
3.1 Prognostizierte Veränderung der Vegetationszonen – eine globale Betrachtung
Um die Auswirkungen der sich zukünftig ändernden Klimabedingungen auf die Vegetation zu prognostizieren, werden Dynamische Globale Vegetationsmodelle (DGVMs) eingesetzt, die die zukünftige Verschiebung der potenziell natürlichen Vegetation beschreiben. Die potenzielle natürliche Vegetation beschreibt dabei die Zusammensetzung und Ausbreitung der Vegetation ohne den Einfluss des Menschen, wie sie heute nur noch in sehr wenigen Regionen der Erde vorkommt. Der gesamte Kontinent Europa ist vom Menschen beeinflusst. Die Vegetation wurde erheblich verändert, zum Teil direkt, etwa durch das Abholzen von Wäldern, oder indirekt, etwa durch massive Eingriffe in den Wasserhaushalt (Gerten 2014; Weiss et al. 2008).
„Ausgehend von prozessbasierten Formulierungen fundamentaler ökologischer, biogeochemischer und hydrologischer Prinzipien modellieren DGVMs unter vorgegebenen Klima-, CO2- und Bodenverhältnissen das Wachstum und die räumliche Verbreitung verschiedener funktionaler Vegetationstypen […] sowie die mit ihren ökologischen Funktionen verbundenen Kohlenstoff- und Wasserflüsse.“ (Gerten 2014, S. 1).
Die in Abb. 7 dargestellte simulierte Verschiebung von Vegetationszonen nach dem validierten DGVM LPJ baut auf das IPCC-SRES-Emissionsszenario B1 auf, einem moderatem Erwärmungsszenario (Intergovernmental Panel on Climate Change 2007). Auffällig ist insbesondere die Wanderung der borealen Waldgrenze Richtung Norden, primär bedingt durch die erhebliche Erwärmung der nördlichen Breiten. Die Verlängerung der Wachstumsperiode und der voraussichtliche Anstieg der Niederschläge in diesen Regionen führen zu einer gesteigerten Biomasseproduktion. Auch die Ausbreitung von Grasland, insbesondere in zuvor nicht von Vegetation erschlossenen Gebieten, etwa im nördlichen Kanada, sind zu erwarten (Gerten 2014).
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Klimawandels und Darstellung der Forschungsfragen im Kontext des Arboretums.
2. Aktueller Stand der wissenschaftlichen Forschung: Definition der grundlegenden Fachbegriffe wie Wetter, Witterung, Klima und Darstellung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnis zu Klimawandel und Variabilität.
3. Klimawandel und Vegetation: Analyse der theoretischen Auswirkungen globaler Klimaveränderungen auf verschiedene Vegetationszonen und regionale Entwicklungsprozesse.
4. Vegetation und ihre Dynamik am Beispiel des Arboretum Grenzenlust: Beschreibung des geografischen Kontexts und der methodischen Ansätze zur Untersuchung abiotischer und biotischer Faktoren vor Ort.
5. Ergebnisse der Untersuchung: Detaillierte Darstellung der klimatischen Standortdaten sowie der Ergebnisse bodenkundlicher, dendroökologischer und vegetationskundlicher Analysen.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Reflexion der Ergebnisse sowie der Limitationen der Untersuchung.
Klimawandel, Klimavariabilität, Arboretum Grenzenlust, Fagus sylvatica, Rotbuche, Hitzejahre 2018/2019, Dendroökologie, Pflanzensoziologie, Vegetationsdynamik, Trockenstress, Bodenfeuchte, Extremwetterereignisse, Waldökologie, Klimaanpassung
Die Arbeit untersucht, wie sich die zunehmende Klimavariabilität, insbesondere die extrem heißen und trockenen Jahre 2018 und 2019, auf die Vegetation in einem spezifischen Untersuchungsgebiet, dem Arboretum Grenzenlust, auswirkt.
Die zentralen Felder umfassen die Klimatologie, die Waldbauökologie sowie die Pflanzensoziologie, wobei der Fokus auf der Wechselwirkung zwischen meteorologischen Extremen und der Vitalität heimischer Baumarten liegt.
Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die beobachteten Dürreereignisse der letzten Jahre als dauerhafte Folgen des Klimawandels zu bewerten sind und welche spezifischen Schäden diese an der lokalen Vegetation sowie an der Rotbuche (Fagus sylvatica L.) verursacht haben.
Die Arbeit nutzt ein dreiteiliges methodisches Vorgehen: die Analyse meteorologischer Zeitreihen (abiotische Faktoren), die dendroökologische Untersuchung von Baumscheiben sowie eine vegetationskundliche Erfassung der Pflanzengesellschaften vor Ort.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Klimawandel, eine detaillierte Beschreibung des Untersuchungsstandortes und der angewandten Methoden sowie eine umfassende Auswertung und Diskussion der erhobenen Ergebnisse zu Klima, Boden und Vegetation.
Die wichtigsten Begriffe sind Klimavariabilität, Fagus sylvatica (Rotbuche), Hitze- und Trockenjahre, Dendroökologie, Bodentrockenheit und Vegetationsdynamik.
Der Boden dient als essenzieller Wasserspeicher; die Arbeit belegt, dass eine mangelnde Wasserhaltekapazität und die daraus resultierende Austrocknung des Bodens in Folge der Dürrejahre eine der Hauptursachen für das beobachtete Baumsterben darstellen.
Die Rotbuche gilt als eine der dominierenden Baumarten Europas. Aufgrund ihrer hohen ökologischen Relevanz und ihrer sensitiven Reaktion auf Wasserstress bietet sie ein ideales Modell, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Waldökosysteme exemplarisch aufzuzeigen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

