Bachelorarbeit, 2019
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Walt Disney und das Disney-Unternehmen
3 Aladdin
3.1 Der Ursprung: Aladin und die Wunderlampe
3.2 Von der Erzählung zum Film: Entstehung der Aladdin-Filme
4 Der Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft
5 Forschungsstand
6 Theoretische Rahmung: Symbolischer Interaktionismus (Herbert Blumer)
7 Methodik
7.1 Forschungsprogramm
7.2 Qualitative Inhaltsanalyse
8 Analyse
8.1 Kategoriensysteme
8.2 Ergebnisdarstellung
8.2.1 Hauptaussagen und Zusammenhänge der Kategorien
8.2.1.1 Aussehen
8.2.1.2 Sexualisierung
8.2.1.3 Tätigkeiten
8.2.1.4 Charaktereigenschaften
8.2.1.5 Unterbewertung
8.2.1.6 Gewalt gegen Frauen
8.2.1.7 Wertschätzung
8.2.1.8 Unfreiheit
8.2.1.9 Lebensziel
8.2.1.10 Freiheit
8.2.2 Screentime
8.3 Theoretische Rückbindung
9 Fazit
10 Quellenverzeichnis
10.1 Filmverzeichnis
10.2 Printmedien
10.3 Internetquellen
10.3.1 Textquellen
10.3.2 Bildquellen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung der Darstellung der Rolle der Frau in den Disney-Filmen Aladdin (1992) und dem gleichnamigen Realfilm aus dem Jahr 2019. Basierend auf der Theorie des symbolischen Interaktionismus nach Herbert Blumer analysiert die Autorin mittels der qualitativen hermeneutischen Symbolanalyse sowie einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz, wie sich das Frauenbild in den beiden Werken unterscheidet und inwiefern gesellschaftliche Wandlungsprozesse in die Inszenierungen eingeflossen sind.
8.2.1.1 Aussehen
In der Kategorie Aussehen finden sich Inhalte, die das Äußere der Frau und die Reduzierung darauf beschreiben. Hier seien die unterschiedlichen Filmarten des Zeichentrickfilms und des Realfilms zu beachten, da die Figuren in Zeichentrickfilmen, durch die zeichnerischen Möglichkeiten, häufig in überspitzter Form abgebildet werden und von einer realistischen Darstellung abweichen können.
In Aladdin (1992) wurde in der Kategorie Aussehen deutlich, dass die Frauen auf Agrabahs Straßen in der Regel in lange, weite Kleider und Tücher in Erdtönen verhüllt sind, die das Haar und die Haut, bis auf das ungeschminkte Gesicht, meist komplett verdecken. Dazu tragen sie sichtbare große goldene Ohrringe und/oder ein dunkles Tuch vor Mund und Nase (bsp. vgl. Anhang: MAXQDA_Aladdin_1992, Codierung Aladdin 1992, Z. 29 ff.). Diese Vermummung lässt auf den islamischen Hintergrund der Figuren schließen.
Hinter verschlossenen Türen jedoch, sind insbesondere die jungen Frauen anders dargestellt: Sie haben einen verhältnismäßig großen Kopf, große runde oder katzenartige Augen, kleine Nasen und einen relativ großen Mund, was auf das Kindchenschema schließen lässt. Gleichzeitig tragen sie ein starkes farbenfrohes Make-Up und goldenen auffälligen Schmuck, was wiederum für eine Darstellung einer erwachsenen Frau spricht. Genauso wie ihre schlanken Körper mit kurviger „Sanduhr“-Figur, die unnatürlich wirken. Sie tragen sehr freizügige Kleidung, die den flachen Bauch freilässt und betont. Auch die große Brust wird durch das Tragen von einfachen Bustiers und dem gezeichneten Brustansatz stark in Szene gesetzt. Somit liegen die Arme und Schultern meist komplett frei.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Neuverfilmungen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung der Rolle der Frau in den beiden Aladdin-Filmen.
2 Walt Disney und das Disney-Unternehmen: Dieses Kapitel gibt einen Exkurs über den Werdegang des Medienunternehmens Disney und seinen Einfluss auf die moderne Filmgeschichte.
3 Aladdin: Hier wird der Ursprung der Geschichte in der Erzählsammlung Tausendundeine Nacht sowie die Entstehung der beiden Aladdin-Filme erläutert.
4 Der Wandel der Rolle der Frau in der Gesellschaft: Dieses Kapitel liefert einen soziologischen Abriss über die Emanzipationsgeschichte der Frau und die damit verbundenen Herausforderungen.
5 Forschungsstand: Hier werden bestehende wissenschaftliche Arbeiten zu Geschlechterrollen in Disney-Filmen diskutiert und die Forschungslücke aufgezeigt.
6 Theoretische Rahmung: Symbolischer Interaktionismus (Herbert Blumer): Das Kapitel führt in die Theorie ein, die als Basis für das Verständnis der Interaktionen zwischen Filmen und Zuschauern dient.
7 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Anwendung der qualitativen hermeneutischen Symbolanalyse und Inhaltsanalyse.
8 Analyse: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die entwickelten Kategoriensysteme angewandt und die Ergebnisse detailliert dargestellt werden.
9 Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage und fasst die wesentlichen Unterschiede in der Darstellung der Rolle der Frau zwischen 1992 und 2019 zusammen.
10 Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der Film-, Print- und Internetquellen der Arbeit.
Aladdin, Disney, Rolle der Frau, Emanzipation, Zeichentrickfilm, Realverfilmung, Symbolischer Interaktionismus, Herbert Blumer, Qualitative Inhaltsanalyse, Prinzessin Jasmin, Geschlechterrollen, Soziale Ungleichheit, Mediensoziologie, Feminismus, Filmvergleich
Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung der Frau von dem klassischen Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1992 hin zu der Realverfilmung von 2019 verändert hat und ob diese den gesellschaftlichen Wandel der Frauenrolle reflektiert.
Die Autorin nutzt den symbolischen Interaktionismus nach Herbert Blumer, ergänzt um Konzepte parasozialer Interaktionen, um die Wirkung der Medienfiguren auf das Publikum zu deuten.
Es wird eine qualitative hermeneutische Symbolanalyse angewandt, die durch eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz operationalisiert wurde.
Die Untersuchung konzentriert sich auf Kategorien wie Aussehen, Sexualisierung, Tätigkeiten, Charaktereigenschaften, Unterbewertung, Unfreiheit und das Streben nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Während die Frau 1992 eher konservativ, sexualisiert und untergeordnet dargestellt wird, zeigt die Version von 2019 eine selbstbewusstere, gebildetere und politisch interessierte Figur, die nach Autonomie strebt.
Die Aladdin-Filme eignen sich aufgrund ihres starken Symbolcharakters und der Tatsache, dass ein moderner Vergleich zwischen Original und Remake wissenschaftlich bisher kaum explizit untersucht wurde.
Dalia ist ein in der Neuverfilmung neu geschaffener Charakter, der Jasmin als Freundin zur Seite steht und somit das soziale Umfeld und die Handlungsfähigkeit der weiblichen Protagonistin erweitert.
Das Kindchenschema bezieht sich auf physische Merkmale der weiblichen Figuren im Film von 1992, die als besonders attraktiv und schutzbedürftig wahrgenommen werden sollen, was die Autorin kritisch als Sexualisierung wertet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

