Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Problemstellung und Forschungsfragen
3. Theoretischer Hintergrund
3.1. Entomophagie
3.2. Definition
3.3. Entomophagie weltweit
3.4. Die Akzeptanz von Entomophahie in verschiedenen Kulturen
3.5. Die Akzeptanz von Entomophagie unter geografischen Aspekten
4. Insekten
4.1. Haltung von Insekten
4.2. Ernährungsphysiologie von Insekten
4.3. Proteine
4.4. Fette
4.5. Kohlenhydrate
4.6. Mineralstoffe
4.7. Vitamine
5. Gesetzliche Lage in Europa
6. Empirische Forschung
6.1. Vorgehensweise
6.2. Gestaltung des Fragebogens
6.3. Ergebnisse
6.4. Diskussion
6.5. Reflexion der Erhebung
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Akzeptanz von Insekten und Insektenprotein als alternative Nahrungsquelle unter Studierenden mit Ernährungsbezug, um Potenziale für eine nachhaltigere Ernährung und Reduzierung des konventionellen Fleischkonsums in der Gemeinschaftsverpflegung zu identifizieren.
4. Insekten
In diesem Kapitel werden Insekten in ihrer Erscheinung dargestellt. Außerdem wird beleuchtet, welche Insektenordnungen in welchem Maße und welchen Stadien gegessen werden.
Grundsätzlich sind Insekten weltweit verbreitet und besitzen eine gute Anpassungsfähigkeit. Ihr Lebensraum erstreckt sich von der Wüste bis zu hin zu Polargebieten oder Hochgebirgen, wenn auch nur in geringerer Anzahl und Vielfalt (Müller et al., 2015, S.748 f.).
Im warmen Gebieten der Welt, wie zum Beispiel im tropischen Regenwald, entwickeln sich so viele Insekten, dass sie die artenreichste Klasse in unserem Ökosystem darstellen (Sackmann, 2011, S.5 f.).
Insekten sind poikilotherme Lebewesen, das bedeutet, ihre Körpertemperatur ist nicht konstant, sondern passt sich der Außentemperatur an. Ein Vorteil hierbei ist, dass die Körpertemperatur nicht konstant gehalten werden muss, daraus resultiert ein geringerer Energieverbrauch bei wechselwarmen Tieren, gegenüber gleichwarmen Tieren (Holst, 2019, S.92). Ein entscheidender Nachteil bei poikilothermen Tieren ist, dass ihre Aktivität mit sinkender Temperatur auch immer weiter abnimmt. So liegt ihr Optimum bei etwa 25°C-35°C, was auch eine Erklärung dafür liefert, dass Insekten zahl- und artenreicher in wärmeren Regionen auftreten (Meixner, 2019, S.11).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den steigenden Fleischkonsum sowie die wachsende Weltbevölkerung und stellt Insekten als potenzielle nachhaltige Proteinalternative vor, deren Akzeptanz in westlichen Kulturen jedoch problematisch ist.
2. Problemstellung und Forschungsfragen: Es wird der geplante theoretische Überblick über Entomophagie dargelegt und die Forschungsfragen zur Akzeptanz von Insekten bei Studierenden mit Ernährungsbezug formuliert.
3. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Entomophagie, beleuchtet deren globale Verbreitung und analysiert kulturelle sowie geografische Hintergründe, die das oft vorherrschende Ekelgefühl gegenüber Insekten erklären.
4. Insekten: Hier werden Biologie, Lebensraum, die ernährungsphysiologischen Vorteile hinsichtlich Makro- und Mikronährstoffen sowie effiziente Zuchtmethoden wie das Vertical Farming ausführlich dargestellt.
5. Gesetzliche Lage in Europa: Dieser Abschnitt beschreibt die Rolle der EFSA bei der Risikobewertung von neuartigen Lebensmitteln und thematisiert die Sicherheit und Verdaulichkeit von Insekten als Speise.
6. Empirische Forschung: Die Autorin beschreibt die Durchführung einer Online-Umfrage unter Studierenden mit Ernährungsbezug, präsentiert die demografischen Daten und analysiert die Ergebnisse bezüglich der Konsumakzeptanz.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Insekten zwar als nahrhaft anerkannt werden, die Akzeptanz jedoch gering ist und verarbeitete Formen bevorzugt werden, um Schwellenängste durch sichtbare Insekten zu überwinden.
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Die Bachelorarbeit untersucht die Akzeptanz und das Potenzial von Insekten und Insektenprotein als alternative und nachhaltige Nahrungsquelle in der Gemeinschaftsverpflegung.
Die Arbeit behandelt die globale Verbreitung der Entomophagie, die ernährungsphysiologischen Nährwerte von Insekten im Vergleich zu klassischem Nutztierfleisch sowie die psychologischen Akzeptanzhürden in der westlichen Gesellschaft.
Das Hauptziel ist es, die Bereitschaft von Studierenden mit Ernährungsbezug zu erforschen, Insekten als Fleischersatz in ihren Alltag und in die Gemeinschaftsverpflegung zu integrieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie einer eigenen quantitativen Online-Umfrage unter 84 Studierenden mit Ernährungsbezug.
Neben dem theoretischen Hintergrund zur Entomophagie werden die Nährwerte (Proteine, Fette, Vitamine, Mineralstoffe) und die Haltungsbedingungen von Insekten analysiert sowie die rechtliche Zulassung in der EU erörtert.
Wichtige Begriffe sind Entomophagie, Nachhaltigkeit, Ernährungsphysiologie, Insektenprotein und gesellschaftliche Akzeptanzbarrieren wie Ekel.
Die Ergebnisse zeigen, dass Insekten im Ganzen optisch abschrecken; die Befragten fühlen sich sicherer, wenn das Insekt als Zutat im Lebensmittel nicht mehr als solches erkennbar ist.
Die Arbeit stellt fest, dass, obwohl Studierende mit Ernährungsbezug Nachhaltigkeit schätzen, dieser Aspekt bisher kaum mit dem Verzehr von Insekten assoziiert wird, was auf einen Mangel an Informationen im Studium hindeutet.
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