Examensarbeit, 2008
54 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Methodentraining in der Theorie
2.1 Methodentraining nach Klippert
2.2 Kritik an Klipperts Methodentraining
3 Methodentraining in der Praxis
3.1 Didaktisch–methodischer Kommentar
3.1.1 Ausrichtung des Gegenstands nach Klippert unter Berücksichtigung der geäußerten Kritik
3.1.2 Anbindung an Richtlinien und Lehrpläne
3.1.3 Zielsetzungen des Moduls
3.1.4 Bedingungsanalyse der Lerngruppe
3.1.5 Didaktische Reduktion
3.2 Planung
3.2.1 Verlaufsplan
3.2.2 Teambildung
3.2.3 Aufbau der Arbeitsblätter
3.2.4 Mögliche Schwierigkeiten
3.2.5 Binnendifferenzierung
3.2.6 Didaktische Reserve
3.3 Durchführung
3.4 Reflektion
3.4.1 Zusammenfassung
3.4.2 Beurteilung des Lernerfolgs
3.4.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein ergänzendes Modul für das bestehende Methodentraining am Gymnasium Schaurtestraße zu entwickeln, um naturwissenschaftliche Arbeitsweisen stärker in das Curriculum zu integrieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 durch ein praxisnahes, an den Klippert’schen Ansatz angelehntes, aber inhaltlich fundiertes Modul zu Diffusion und Osmose grundlegende Kompetenzen des naturwissenschaftlichen Erkenntnisweges erwerben können.
3.1.1 Ausrichtung des Gegenstands nach Klippert unter Berücksichtigung der geäußerten Kritik
Das wohl gewichtigste der Argumente, die gegen Klippert vorgebracht werden ist, dass er zugunsten der Methoden die Inhalte vernachlässigt, also „bewusst anspruchlose Übungen“ wählt und dadurch lediglich Methoden trainiert, die keinen inhaltlichen Lernzuwachs zur Folge haben. Eben diesem Problem versuche ich durch Wahl der Diffusion bzw. der Osmose als Unterrichtsgegenstand entgegenzuwirken. Auch wenn der Schwerpunkt des Moduls methodischer Natur ist, müssen SchülerInnen dennoch inhaltliches Vorwissen (etwa über die Brown’sche Molekularbewegung) aus der Sekundarstufe I reaktivieren. Andererseits handelt es sich bei diesem Unterrichtsgegenstand bereits um einen Vorgriff auf den Stoff der Jahrgangsstufe 11, welcher diesen inhaltlich vorentlastet und den SchülerInnen das spätere Verständnis erleichtert. Die Methoden werden also durchaus mit relevanten Inhalten gefüllt.
Klipperts Gegner kritisieren v. a., dass in seinem Methodentraining oberflächlich und unkonzentriert gearbeitet wird. Sein Primat, so seine Kritiker, liege im Bereich der „raschen und selektiven Informationsabfrage“. Hierzu sei bemerkt, dass die Fähigkeit zur schnellen und gezielten Informationsabfrage gerade in den Naturwissenschaften durchaus nicht hinderlich sein muss, auch wenn sie natürlich nicht die einzige Kompetenz sein darf, die trainiert wird. Dass es in dem hier entworfenen Modul aber nicht bei der unreflektierten Aufnahme und Wiedergabe von Informationen bleibt, wird sichergestellt, indem von den SchülerInnen eine Weiterentwicklung und eigene Planung eines Experiments gefordert wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Bedarf an einer Integration naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen in das bestehende Methodentraining am Gymnasium Schaurtestraße und legt die Zielsetzung der Arbeit dar.
2 Methodentraining in der Theorie: Dieses Kapitel stellt das Konzept von Heinz Klippert dar und setzt sich kritisch mit den Vorwürfen der Methoden-Dominanz sowie mangelnder inhaltlicher Tiefe auseinander.
3 Methodentraining in der Praxis: Hier wird der konkrete Entwurf des naturwissenschaftlichen Moduls entwickelt, von der didaktisch-methodischen Planung bis hin zur Durchführung und anschließenden Reflexion.
Methodentraining, Klippert, Naturwissenschaftlicher Erkenntnisweg, Diffusion, Osmose, Experimentieren, Beobachten, Oberstufe, Didaktische Reduktion, Selbstständiges Lernen, Schülerexperiment, Methodenkompetenz, Fachdidaktik, Biologieunterricht, Kompetenzerwerb
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines naturwissenschaftlichen Moduls zur Förderung methodischer Kompetenzen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 am Gymnasium.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von naturwissenschaftlichen Inhalten wie Diffusion und Osmose mit grundlegenden Lern- und Arbeitsmethoden im Kontext eines Methodentrainings.
Das primäre Ziel ist es, ein Modul zu konzipieren, das die Lücke zwischen reiner Methodenvermittlung und fachlich fundiertem, eigenständigem naturwissenschaftlichem Arbeiten schließt.
Es wird ein hypothetisch-deduktiver Ansatz gewählt, bei dem die Schülerinnen und Schüler durch geplante Beobachtungen und Experimente Erkenntnisse gewinnen und ihre Hypothesen verifizieren oder falsifizieren.
Der Hauptteil umfasst den didaktisch-methodischen Kommentar, die detaillierte Planung (Verlaufsplan, Arbeitsblätter), die Durchführung der Praxiserprobung und die abschließende kritische Reflexion.
Kernbegriffe sind Methodentraining, Diffusion, Osmose, experimentelles Arbeiten, Kompetenzorientierung und didaktische Reduktion.
Das Thema eignet sich hervorragend, da es in allen Naturwissenschaften relevant ist, kein tiefes Vorwissen voraussetzt und für die Oberstufe als Grundlage für komplexere biologische Prozesse dient.
Durch die Digitalisierung der Materialien und die strukturierte Form können Lehrkräfte – auch fachfremde – den Lernprozess effizienter steuern, während die Schülerinnen und Schüler durch das Methodentraining selbstständiger werden.
Es werden zusätzliche Informationsblätter für schnelle Schülerinnen und Schüler angeboten, um bei Bedarf tiefer in die theoretischen Aspekte der wissenschaftlichen Methode einzusteigen.
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